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Gedächtnis im alternden Gehirn

VERÄNDERUNG DER GEDÄCHTNISFUNKTION IM ALTERNDEN GEHIRN - FUNKTIONELLE, BIOCHEMISCHE UND GENETISCHE ASPEKTE


Gefördert durch das Akademiekolleg für den wissenschaftlichen Nachwuchs (WIN), Heidelberger Akademie der Wissenschaften ()Antragsteller: Carsten Diener1 (Sprecher), Franziska Matthäus2, Thomas G. Schulze3, Helga Welzel4

1 Institut für Neuropsychologie und Klinische Psychologie, Zentralinstitut für Seelische Gesundheit
2 Interdisziplinäres Zentrum für wissenschaftliches Rechnen, Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg
3 Abteilung für Genetische Epidemiologie in der Psychiatrie, Zentralinstitut für Seelische Gesundheit
4 Abteilung Neuroimaging, Zentralinstitut für Seelische Gesundheit

Projektbeschreibung
In diesem Projekt soll untersucht werden, inwieweit sich funktionelle, biochemische und strukturelle Parameter des Gehirns über die Lebensspanne verändern. Aufgrund der herausragenden Bedeutung von altersabhängigen Veränderungen im Bereich des Gedächtnisses stehen auf der neurobiologischen Ebene spezifische Veränderungen im präfrontalen Kortex sowie des Hippokampus im Mittelpunkt des Interesses. Diese Veränderungen werden in einem multimethodalen Ansatz erfasst, der neuropsychologische und funktionell-bildgebende Verfahren (fMRT), transkranielle Magnetstimulation (TMS), magnetresonanzspektroskopische (MRS) und genetische Untersuchungen beinhaltet. Darüber hinaus wird auf der Grundlage dieser Daten die Netzwerkstruktur der neuronalen Konnektivität und deren Veränderung charakterisiert.
Die Interaktion von Neuropsychologie, funktioneller Bildgebung und TMS erlaubt die Identifizierung von Funktionseinschränkungen, aber darüber hinaus auch von Kompensationsmechanismen der menschlichen Gedächtnisleistung im Alter. Im Zusammenspiel mit den spektroskopischen Analysen, der Netzwerkmodellierung und der Untersuchung von Kandidatengenen neuronaler Plastizität sollen Kenngrößen integrativer und lokaler Veränderungen im alternden Gehirn detektiert werden, möglicherweise lange bevor erste kognitive Dysfunktionen erkennbar sind.

Studienplan
Die Stichprobe soll aus 140 Individuen im Alter zwischen 20 und 90 Jahren (in 3 Alterssegmenten: 20-39; 40-59 und 60-90 Jahre) aus der Allgemeinbevölkerung bestehen. Ziel der Untersuchung ist die multimethodale (und synergistische) Charakterisierung von altersabhängigen Veränderung zentraler Gedächtnisfunktionen mittels neuropsychologischer Diagnostik, fMRT, TMS, MRS, Netzwerkmodellierung und Genetik.

Untersuchungsdesign


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