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SOMAPS

SOMAPS – Multilevel systems analysis and modeling of SOmatosensory, Memory, and Affective maPs of body and objects in multidimensional Subjective space

www.somaps.eu

Projektleiterin: Prof. Dr. Herta Flor
Mitarbeiter: Dipl.-Psych. Jens Foell, Dipl.-Psych. Robin Bekrater-Bodman

Gefördert durch die Europäische Union (EU 043432)


Das SOMAPS-Projekt ist ein internationaler Zusammenschluss von Forschern aus verschiedenen Gebieten, die sich mit dem Zusammenhang zwischen physikalischen Reizen, physiologischen Vorgängen im Gehirn und subjektiven Reaktionen beschäftigen. Neuropsychologen, Physiker und Ingenieure aus Deutschland, Dänemark, Holland und Spanien tauschen Ergebnisse und Expertise aus, um neue Methoden zur Erfassung und Auswertung der Verarbeitung von physischen Reizen zu erstellen und zu testen.

Die Forschergruppe am ZI baut dabei auf Studien auf, die gezeigt haben, dass nicht-schmerzhafte Aufgaben eine subjektive Schmerzreaktion auslösen können, wenn auf unterschiedlichen Sinnesebenen sich widersprechendes Feedback gegeben wird. Der Proband bewegt zum Beispiel die rechte Hand und hält die linke Hand still, während ihm eine Spiegelkonstruktion den visuellen Eindruck vermittelt, er würde beide Hände gleichzeitig bewegen (McCabe, C.S., Haigh, R.C., Halligan, P.W., & Blake, D.R. (2005): Simulating sensory-motor incongruence in healthy volunteers: implications for a cortical model of pain. Rheumatology, 44, 509-516).

Die Forschungsergebnisse des SOMAPS-Projekts sind für eine große Anzahl von verschiedenen Anwendungsgebieten interessant. Die Versuche zur neuronalen Plastizität bei der Verarbeitung von multimodalen Aufgaben, mit welchen sich die Forschergruppe am ZI in diesem Zusammenhang vorrangig beschäftigt, sind zunächst für die Untersuchung von Phantomschmerzen und ihrer Heilung von Interesse. Hier haben sich bereits Erfolge bei Versuchen mit gespiegelten Handbewegungen, wie oben beschrieben, gezeigt (Ramachandran, V.S., Rogers-Ramachandran, D., & Cobb, S. (1995): Touching the phantom limb. Nature, 377, 489-490).

Mit Hilfe von funktionalen MRT-Messungen und modernster 3-D Technologie zur Erfassung der Körperoberfläche werden in diesem Zusammenhang unter anderem folgende Fragestellungen bearbeitet:

  • Wie lassen sich Befunde von schmerzhaften Reaktionen bei der Bewältigung von nicht-schmerzhaften Aufgaben bei widersprüchlichem multimodalem Feedback neurophysiologisch erklären?
  • Welche neurophysiologischen Unterschiede zeigen sich bei Personen, die für diese Art von Schmerzreaktion unterschiedlich anfällig sind?
  • Wie kann man diese schmerzhaften Reaktionen reduzieren?
  • Welche neuen Methoden können dabei hilfreich sein?





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