Studie Depressionsabklärung und Demenz
 Mit zunehmendem Lebensalter steigt das Risiko an einer Demenzen zu erkranken an. Zusätzlich nimmt auch die Zahl von Depressionen bei Älteren Menschen zu. In der Praxis ist die Abgrenzung zwischen Depression und Demenz dabei nicht immer leicht möglich. Dies ist jedoch wichtig, da für beide Erkrankungen spezifische medikamentöse Behandlungen vorliegen. In einer vergleichenden Studie soll deshalb die Validität von Depressionsskalen bei Patienten mit Demenzen überprüft werden. Hierzu sollen ca. 150 stationäre und teilstationäre Patienten der Gerontopsychiatrie sowie ambulante Patienten der Gedächtnissprechstunde im ZI Mannheim untersucht werden. Diese sollen an Demenzen unterschiedlicher Ätiologie, einer Depression oder an einer Demenz und depressiver Episode erkrankt sein. Als Depressionsskalen werden die Geriatric Depression Scale (GDS), die Cornell Scale for Depression in Dementia, und die Dementia Mood Assessment Scale (DMSA) eingesetzt. Zur Abschätzung einer dementiellen Symptomatik werden der DemTect, der Mini-Mental Status-Test, die GDS und DMAS durchgeführt. Ein Großteil der geplanten Patienten konnte jetzt bereits untersucht werden. In der dann folgenden Auswertung soll die Depressionsskala ermittelt werden.
Charakterisierung einer neuen Präsenilin- 1- Mutation bei familiärer Alzheimer- Demenz
 Bei einem kleinen Anteil der Patienten mit einer Alzheimer- Demenz (ca. 7 %) liegt eine familiäre Alzheimer- Demenz vor. Obwohl diese Form der AD selten ist, hat sie doch im wesentlichen zu Verständnis der Pathophysiologie der AD beigetragen. Gegenwärtig sind 3 Gene, namentlich das Aβ Amyloid Precursor Protein Gen (APP), das Presenilin-1 Gen (PSEN1) und das Presenilin-2 Gen (PSEN2), bekannt, in welchen jeweils zahlreiche Mutationen beschrieben sind.
An einer Fallserie einer Familie mit mehreren Fällen einer sehr früh- beginnenden familiären Alzheimer- Demenz konnten wir eine neue Mutation im Präsenilin – 1 – Gen ausführlich klinisch beschreiben.
Projekt einer Fragebogenentwicklung und Fragebogenerhebung bezüglich Vernetzungsstrukturen zwischen Leistungsanbietern in der Demenzversorgung
 Um eine Übersicht zum Stand der vertikalen Vernetzung der am Kompetenznetz Demenzen beteiligten Gedächtnisambulanzen zu erhalten, wurde bereits 2003 ein Fragebogen erstellt, 2004 eine deskriptive Datenerhebung in Form einer Piloterhebung durchgeführt und ausgewertet. 2004 wurde der Fragebogen grundlegend überarbeitet und es wurden erneut die 14 am „Kompetenznetz Demenzen“ beteiligten deutschen Gedächtnisambulanzen (Universitätskliniken Charité Berlin, Bonn, Düsseldorf, Erlangen, Frankfurt/Main, Freiburg, Göttingen, Hamburg, Heidelberg, Homburg/Saar, Leipzig, Mannheim, LMU München, TU München) zu ihren Aktivitäten in der vertikalen Vernetzung befragt. Der Fragebogen beinhaltet die Erfassung der Teilnahme an demenzspezifischen Arbeitskreisen, Kooperationen mit verschiedenen Leistungserbringern in der Demenzversorgung, Erfassung der an den Gedächtnisambulanzen angebotenen Untersuchungen, Therapie- und Beratungsleistungen und den Berufsgruppen im Team. Die Fragebogenerhebung wird jährlich durchgeführt. Zur Information über dieses Projekt wenden Sie sich bitte an Frau Dr. Beate Schmitt. Studie fMRI und Behandlung mit AChE- Inhibitoren bei Alzheimer- Demenz
 Bildgebende Verfahren werden eine zunehmende Bedeutung in der Frühdiagnose der Alzheimer- Demenz und anderer Demenzformen gewinnen. Außerdem wird es zunehmende wichtiger werden eine Therapierespons auf teure medikamentöse Behandlungen, wie z.B. mit Acetylcholinesterase- Inhibitoren (AChE- Inhibitoren) vorherzusagen.
Ende 2005 begannen deshalb erste Vorarbeiten für eine Studie zur funktionellen Kernspintomographie (fMRI) und dem AChE- Inhibitor Donepezil bei Patienten mit einer Demenz vom Alzheimer- Typ. Diese Studie wird in Kooperation mit der Arbeitsgruppe NMR- Forschung in der Psychiatrie durchgeführt. Ziel der von der Firma Pfizer gesponserten Studie ist es die Wirkung des Cholinesterasehemmers Donepezil in umschriebenen Hirnbereichen (z.B. primär visueller Cortex, Hippocampus) funktionell nachzuweisen. Weiterhin soll aus den erhobenen Daten auch ermittelt werden, ob eine Prädiktion der Therapierespons durch die fMRI möglich ist. Zu diesem Zweck werden Patienten vor der Behandlung und nach 4 – 8-wöchiger Behandlung mit Donepezil klinisch, neuropsychologisch und mittels fMRI untersucht. Erste Vorarbeiten, wie die Entwicklung des fMRI- Paradigmas und dessen Programmierung sowie die Messung an gesunden Probanden begannen Ende 2005, Anfang 2006 soll dann mit der Messung von Patienten begonnen werden.
Klinische und neuropsychologische Diagnostik bei Demenzen

- Neue neuropsychologische diagnostische Screening-Instumente bei Demenzen. Zusammenarbeit mit dem Institut für Psychologie, Universität Fankfurt und Zusammenarbeit mit der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie, Universität Düsseldorf
- Diagnostisches Screening bei leichter kognitiver Störung (DESCRIPA-Studie - gefördert im 5. RP der EU) Zusammenarbeit mit der Klinik für Psychiatrie, Universität Maastricht
- Evaluation des Zusammenhangs zwischen Patientensymptomatik und Angehörigenbelastung bei Demenzen
- Diagnostische Studien im Rahmen des Kompetenznetzwerkes Demenzen (BMBF-gefördertes Kompetenznetz Demenzen)
- Olfaktorische Funktion bei Mild Cognitive Impairment und Alzheimer Krankheit: Psychophysiologische und Elektrophysiologische Studien. Zusammenarbeit mit dem Institut für Klinische Pharmakologie, Klinikum der Universität Frankfurt am Main
Funktionell-bildgebende Verfahren bei psychiatrischen Alterskrankheiten

- FDG-PET bei Altersdepression (NEST-DD-Studie - gefördert im 5. RP der EU) Zusammenarbeit mit der Klinik für Nuklearmedizin, Klinikum der Universität Frankfurt am Main, der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie, Universität Dresden und dem MPI für Neurologische Forschung, Köln
- FDG-PET in der Frühdiagnostik der Alzheimer Demenz und bei leichter kognitiver Störung (NEST-DD-Studie - gefördert im 5. RP der EU) Zusammenarbeit mit der Klinik für Nuklearmedizin, Klinikum der Universität Frankfurt am Main, der Klinik für Neurologie, Universität Liege, und dem MPI für Neurologische Forschung, Köln
- Protonen-MR-Spektroskopie bei verschiedenen Demenzformen. Zusammenarbeit mit dem Institut für Neuroradiologie, Klinikum der Universität Frankfurt am Main
Pathophysiologische Studien bei Alzheimer Krankheit

- Die Bedeutung von Insulin im ZNS in der Pathophysiologie der Alzheimer Krankheit
Therapiestudien bei Demenzen

- Medikamentencompliance bei der Langzeitherapie mit Antidementiva
- Zur Wirksamkeit einer intranasalen Insulinapplikation bei Alzheimer Demenz - Zusammenarbeit mit der University of Washington, Seattle, USA
- Zur Wirkung einer Kombinationstherapie von Galantamin und Memantine bei Alzheimer Krankheit und leichter kognitiver Störung - randomisierte kontrollierte Multizenter-Studien (BMBF-gefördertes Kompetenznetz Demenzen)
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