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Projekte der Arbeitsgruppe Spielsucht

Neurobiologische und Genetische Marker Pathologischen Glücksspiels

Projektleiter: Prof. Dr. K. MannFörderung: Ministerium für Arbeit & Soziales in Baden-Württemberg
In der hier geplanten Untersuchung sollen zentrale psychische Dimensionen, die für die Entwicklung und Aufrechterhaltung substanzgebundener Abhängigkeit von Bedeutung sind, an problematischen und pathologischen Glücksspielern sowie gesunden Kontrollen mittels Fragebogen / Interviews, funktioneller Kernspintomographie und genetischen Analysen untersucht werden. Im Besonderen sollen Veränderungen in Impulsivität, Risikoverhalten, Belohnungssensitivität / Motivation und der Prozess der Entscheidungsfindung (z.B. Weiterspielen oder Beenden) detailliert charakterisiert werden. Die Verbindung zwischen der Phänomenologie und zugrunde liegenden genetischen bzw. neurobiologischen Prozessen ermöglicht die Identifikation multifaktorieller Ursachen und die Erklärung möglicher Heterogenitäten, was entscheidend zu der Entwicklung integrativer multifaktorieller Erklärungstheorien sowie therapeutischer Möglichkeiten in der Behandlung pathologischer Glücksspieler beiträgt.

Individuell adaptierte Therapie der Alkoholabhängigkeit

Projektleiter: Prof. Dr. K. Mann
Förderung: BMBF 01EB0110
Ziel dieser multizentrischen doppelblind randomisierte Studie ist die Untersuchung der Wirksamkeit von Acamprosat und Naltrexon hinsichtlich der Rückfallwahrscheinlichkeit bzw. der Reduktion des Trinkverhaltens bei alkoholabhängigen Patienten nach stationärer Entgiftung. Des Weiteren sollen Prädiktoren identifiziert werden, welche erlauben, individuell vorherzusagen, welcher Patient auf welche der beiden Medikamente besser anspricht. Dabei wird die Hypothese geprüft, dass Naltrexon effektiver bei Patienten wirkt, die den Alkoholkonsum aufgrund einer positiv verstärkenden Wirkung einsetzen und Acamprosat bei den Patienten, bei denen Alkohol als negativer Verstärker (z.B. Stressreduktion) fungiert.

Funktionelle Veränderungen des Belohnungs-Systems im Nikotinentzug

Projektleiter: Prof. Dr. M. Smolka
Förderung: DFG SM 80/1-1
Nikotin ist derjenige Inhaltsstoff des Tabakrauchs, der zur Entstehung einer Abhängigkeit führt. Suchtmittel wie Kokain, Heroin oder Nikotin wirken durch Aktivierung des Belohnungssystems, das Strukturen wie ventrales Striatum, präfrontalen Cortex und Amygdala umfasst. Neuroplastische Veränderungen durch chronischen Nikotinkonsum und Lernprozesse führen zu einer veränderten Funktion des Belohnungs-Systems. Substanzbezogenen Stimuli wird dann ein hoher motivationaler Anreiz zugeschrieben, was sich in einem zwanghaften und unkontrollierbaren Konsumverhalten äußert. Bei vorliegender Nikotinabhängigkeit verursacht abrupter Entzug von Nikotin ein Entzugssyndrom, welches u.a. durch die oben genannten neuroplastischen Veränderungen des Belohnungs-Systems bedingt ist. Diese Studie untersucht mittels fMRT welche funktionellen Veränderungen des Belohnungs-Systems bei chronischer Nikotinexposition bestehen und welche mit Nikotinentzug assoziiert sind.

Genetische Modulation der Wirkweise von Nikotin auf die Verarbeitung von Belohnungsreizen

Projektleiter: Prof. Dr. M. Smolka
Förderung: DFG

IMAGEN (Reinforcement-related behaviour in normal brain function and psychopathology)

Projektleiter: Prof. K. Mann
Förderung: 6. EU-Rahmenprogramm (LSHM-CT-2007-037286)
Im Rahmen der IMAGEN Studie (www.imageneuro pe.com/) werden bei 2 000 14-jährigen Jugendlichen bildgebende, neuropsychologische und genetische Untersuchungen durchgeführt. Ziel ist ein verbessertes Verständnis grundlegender Hirnfunktionen wie Belohnungssensitivität, exekutive Kontrollfunktionen und Emotionsverarbeitung und deren Veränderungen bei psychischen Erkrankungen.

   

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