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Sekretariat: Christine Roggenkamp, M.A.
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Laborgebäude, 4. OG, Raum 402
Das Institut für Psychopharmakologie beschäftigt sich in erster Linie mit der Suchtforschung. Im Mittelpunkt unseres Interesses steht die tierexperimentelle und translationale Erforschung der Alkohol- und Drogensucht sowie die Comorbidität mit Angst- und Depressionserkrankungen. Fünf Arbeitsgruppen sind an dem Institut für Psychopharmakologie angegliedert: Verhaltenspharmakologie (Spanagel), Molekulare Pharmakologie (Sommer), Translationale Suchtforschung (Sommer, Kiefer), Physiologie (Köhr), und die Nachwuchsgruppe Entwicklungsneuropsychopharmakologie (Schneider).
Basierend auf präklinischen Befunden verfolgen wir 3 Ziele: (i). Die Entwicklung neuer Verhaltenstherapien und pharmakologische Interventionen bei Suchtpatienten (z.B. Pharmakologische Unterdrückung von Rekonsolidierung eines Drogengedächtnisses). (ii). Die neurobiologischen Langzeitfolgen von Drogenmissbrauch und Komatrinken bei Adoleszenten abzuklären. (iii) Die Entwicklung von präventiven Strategien. Die neu eingerichtete Arbeitsgruppe Translationale Suchtforschung und die enge Zusammenarbeit mit der Suchtklinik am ZI (Prof. K. Mann und F. Kiefer) ermöglicht eine rasche Überprüfung unserer präklinischen Befunde im Humanbereich und somit eine schnelle Umsetzung unserer Ziele in die Anwendung.
Wir verwenden ein breites Methodenspektrum, um unsere Ziele zu verfolgen. Im verhaltenspharmakologischen Bereich nutzen wir neben einer Vielzahl von Standardmodellen (z.B. Reinstatement Modell) zwei neue Tiermodelle zur Generierung von alkoholsüchtigen bzw. kokainsüchtigen Ratten. Diese Suchtmodelle sind Ausgangspunkt zur Charakterisierung der neuroanatomischen und molekularen Substrate von süchtigem Verhalten. Ferner dienen diese Modelle in Kooperation mit der Pharmaindustrie neue Antirückfallsubstanzen präklinisch zu testen. Hierbei setzen wir zusätzlich in silico Methoden ein wie z.B. drug repurposing.
Ferner erforschen wir Gen x Umwelt Interaktionen die zu einem erhöhten Suchtrisiko beitragen. Hierbei kommen verschiedene transgene Tiermodelle zum Einsatz. In Interaktion mit der Droge und Umweltfaktoren wie z.B. Stressoren.
In der translationalen Forschung nutzen wir insbesondere kombinierte Tier – und Human MRI basierte Methoden (Spektroskopie, fMRI, phMRI, mit jeweils 9.4T bzw. 3T Scannern) sowie konvergierende genomische Analysen – hierbei werden Kandidatengene aus genomweiten Assoziationsstudien und differenziellen Genexpressionsanalysen definiert und anschließend in transgenen Rattenmodellen funktionell validiert.