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Studien zur Posttraumatischen Belastungsstörung

B1. Behandlung von Intrusionen bei einer Posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS) mittels Hydrocortison

Viele Menschen, die Opfer oder Zeuge eines traumatischen Ereignisses wurden, leiden häufig unter den belastenden Erinnerungen an das Trauma in Form von Alpträumen, immer wieder kehrenden Bildern und Flashbacks. Häufig hinzukommende Symptome sind erhöhte Schreckhaftigkeit, emotionale Taubheit und Vermeidung von Reizen, die an die traumatische Situation erinnern.
Halten diese Symptome länger als 4 Wochen nach dem Ereignis an spricht man von einer Posttraumatischen Belastungsstörung.

Während bisherige Studien die Wirksamkeit psychotherapeutischer Verfahren wie beispielsweise der Trauma-fokussierten kognitiven Verhaltenstherapie zeigen konnten ist derzeit noch unklar, welche begleitende medikamentöse Behandlung die Reduktion belastender Erinnerungen bewirken könnte. In ersten Studien zeigte sich, dass Glucocorticoide (wie beispielsweise Hydrocortison) eine abschwächende Wirkung auf belastende Erinnerungen bei Patientinnen mit einer Posttraumatischen Belastungsstörung haben können. Es ist bisher jedoch noch unklar, in welcher Dosierung dies am besten erfolgt. In der aktuellen Studie am Zentralinstitut für Seelische Gesundheit in Mannheim (Ärztlicher Direktor: Prof. Dr. Martin Bohus) wird deshalb in einer ambulanten Studie untersucht, in welcher Dosierung dieses Medikament am hilfreichsten ist. Die Studie dauert insgesamt 5 Wochen und erfordert einen wöchentlichen Besuch in der Psychosomatischen Klinik im ZI. In der ersten Woche erfolgt die Aufklärung und Diagnostik, dann werden die Teilnehmerinnen eine Woche mit 10 mg und eine Woche mit 30 mg Hydrocortison behandelt und 2 Wochen mit Placebo. In welcher Reihenfolge dies erfolgt, ist während der Studie weder Behandlern noch Teilnehmerinnen bekannt.

Zur Durchführung dieser Studie, die noch bis Ende 2011 laufen wird, sucht das ZI Frauen zwischen 18 und 45 Jahren, die momentan unter den oben genannten Symptomen leiden und Interesse an der Studie haben. Um an der Studie teilnehmen zu können, müsste es Ihnen organisatorisch möglich sein, an einem Vormittag die Woche an das Zentralinstitut für Seelische Gesundheit in Mannheim zu kommen. Die Fahrtkosten werden erstattet und die Aufwandsentschädigung für eine Teilnahme beträgt 250€.

Betroffene, die sich dafür interessieren, können unverbindlich Kontakt zu der Projektmitarbeiterin Dr. Petra Ludäscher, Dipl.-Psych. aufnehmen, entweder per Email (Petra.Ludaescher@zi-mannheim.de) oder telefonisch (0621-1703-4421).

Vielen Dank für Ihr Interesse!

B2. Studie zur Posttraumatischen Belastungsstörung in der Psychosomatik des Zentralinstituts für Seelische Gesundheit Mannheim

Um das Verständnis sowie die medikamentöse und psychotherapeutische Behandlung der Posttraumatischen Belastungsstörung zu verbessern, sind wir immer wieder auf das Mitwirken von Betroffenen angewiesen.
Die unten aufgeführte Studie findet an drei aufeinanderfolgenden Terminen im Abstand von einer Woche statt. Wenn Sie nicht aus Mannheim und Umgebung kommen, sind Sie entweder von  Montag auf Dienstag oder von Freitag auf Samstag auf einer Station der Klinik für Psychosomatik und Psychotherapeutische Medizin am ZI in einem Zweierzimmer mit einer Patientin von unserer Station untergebracht.


Teilnahmevoraussetzungen:

  • Wir suchen Frauen zwischen 18-45 Jahren, die momentan die Kriterien einer  Posttraumatischen Belastungsstörung erfüllen.
  • Sie sollten bereit sein, ein diagnostisches Interview durchzuführen, um Einschluss- (Posttraumatische Belastungsstörung) und Ausschlusskriterien (schwere Essstörung, Drogen- und Alkoholabhängigkeit, gegenwärtige suizidale Krise) festzustellen.
  • Sie sollten keine Medikamente und/oder Drogen einnehmen.
  • Da es sich um eine Kernspinuntersuchung handelt, sollten Sie keine starke Platzangst, keine Metallteile im Körper (z. B. Implantate nach einer Operation, Spirale, Zahnspange oder bunte Tätowierungen, die Metallpigmente enthalten) haben und Rechtshänderin sein.


Ziel der Studie
In der vorliegenden Studie untersuchen wir die Hirnaktivität während der Präsentation emotionaler Gesichtsausdrücke sowie während belastender Erinnerungen unter dem Einfluss von Glucocorticoiden bei Frauen mit einer Posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS). Obwohl belastendes Wiedererleben der traumatischen Situation im Zentrum der Erkrankung steht, ist die Erforschung der damit einhergehenden Hirnaktivität sowie der pharmakologischen Behandlung noch in den Anfängen. Bisherige Studien konnten zeigen, dass die Gabe von Glucocortikoiden die Hirnaktivität während der Präsentation emotionaler Gesichtsausdrücke bei gesunden Kontrollprobanden sowie den Abruf von belastenden Erinnerungen bei PTBS-Patientinnen beeinflusst. Die neuronalen Aktivierungsmuster bei der PTBS sind dabei noch unklar und sollen in der vorliegenden Studie untersucht werden.

Die Studie besteht insgesamt aus drei Kernspinuntersuchungen im Abstand von jeweils einer Woche. An zwei Terminen erhalten Sie ein Glucocorticoid in sehr geringer Dosierung (Hydrocortison oder Dexamethason) und an einem Termin eine Placebo-Kapsel vor der Kernspinuntersuchung.

Kontakt
Wenn Sie uns eine E-Mail senden, zeigen Sie ausschließlich Ihr grundsätzliches Interesse an den Studien. Telefonisch stellen wir Ihnen die Studie gerne detaillierter vor und beantworten Ihre Fragen. Selbstverständlich werden Sie für Ihre Unterstützung und Hilfe eine Aufwandsentschädigung erhalten. Die Kosten für Ihre An- und Abreise erstatten wir Ihnen selbstverständlich auch zurück. Bereits jetzt möchten wir uns für Ihr Interesse herzlich bedanken!

Angaben zur Person
Bitte teilen Sie uns in der E-Mail Ihren Namen und Telefonnummer mit. Ihre Namens- und Telefondaten nutzen wir nur zur Kontaktaufnahme während der Studie und behandeln sie vertraulich. Die Auswertung der Studie erfolgt anonymisiert.

Kontakt Formular

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