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Sonderforschungsbereich 636: Lernen, Gedächtnis und Plastizität des Gehirns: Implikationen für die Psychopathologie

Fast 10 Mio. Euro für die Förderung des Forschungsschwerpunkts SFB 636 „Lernen, Gedächtnis und Plastizität des Gehirns“ am Zentralinstitut für Seelische Gesundheit (ZI)
Der von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderte Sonderforschungsbereich (SFB) 636 „Lernen, Gedächtnis und Plastizität des Gehirns: Implikationen für die Psychopathologie“ geht in die zweite Förderphase. Weiteres in Pressemitteilung vom 17.12.2007 hier!
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An der Universität Heidelberg wurde zum 1. Januar 2004 von der Deutschen Forschungsgemeinschaft der Sonderforschungsbereich 636 „Lernen, Gedächtnis und Plastizität des Gehirns: Implikationen für die Psychopathologie“ neu eingerichtet. Die insgesamt 5.5 Millionen Euro Forschungsgelder wurden federführend vom Zentralinstitut für Seelische Gesundheit eingeworben, das die Sprecherin der Forschungsinitiative (Prof. Dr. Herta Flor) und 12 der 16 Teilprojekte stellt.

Die Bewilligung durch die DFG gilt bis Ende 2007 (erste Förderperiode) und kann in Abhängigkeit von den Ergebnissen für weitere 8 Jahre fortgesetzt werden. Das Programm der Sonderforschungsbereiche dient dazu, exzellente Forschung zu ermöglichen, in welcher führende Wissenschaftler fächer- und institutsübergreifend kooperieren. Ein solches "Exzellenzzentrum" ist nun der neugegründete SFB 636, welchem neben dem Zentralinstitut für Seelische Gesundheit in Mannheim auch die Fakultät für Klinische Medizin Mannheim der Universität Heidelberg, die medizinische Fakultät der Universität Heidelberg, das Deutsche Krebsforschungszentrum und das Max-Planck-Institut für Medizinische Forschung in Heidelberg angegliedert sind. Gerade in Zeiten einer angespannten Finanzlage der öffentlichen Haushalte stellen die Drittmittel-Einnahmen einen bedeutenden Faktor dar. Hierbei werden auch über 20 Stellen für Wissenschaftler und nichtwissenschaftliches Personal neu geschaffen.

Wie verläuft das Lernen und wie funktioniert das Gedächtnis bei verschiedenen krankhaften Störungen? Dieser Frage gehen die Forscher und Forscherinnen mit verschiedenen Ansätzen nach, um ausgehend vom Verständnis der Mechanismen des Lernens neue Behandlungsansätze bei der Therapie psychiatrischer Erkrankungen zu entwickeln. Diese Forschungsinitiative ist mit ihrem Schwerpunkt auf Lernen, Gedächtnis und Prozesse der neuronalen Plastizität und deren Bedeutung für die Psychopathologie einzigartig. Durch die enge Integration der beteiligten Arbeitsgruppen aus den Bereichen molekulare und genetische Neurobiologie, experimentelle Psychologie und biologische Psychiatrie stehen aussagekräftige Forschungsmethoden zur Verfügung. Ein solcher Ansatz ermöglicht  komplementäre Analysen auf verschiedenen Ebenen. Diese reichen von genetisch veränderten Tieren, in vivo- und in vitro Analysen psychopathologisch relevanter Veränderungen von Lernen und Gedächtnis sowie schädlicher neuronaler Plastizität des Gehirns und deren zugrundeliegende Prozesse bis hin zu neuen Therapien bei psychisch Kranken. Dazu setzen die beteiligten klinisch-wissenschaftlichen Arbeitsgruppen verschiedene nicht-invasive Methoden wie funktionelle Magnetresonanztomographie, Elektroenzephalographie oder Magnetresonanzspektroskopie ein.

Die Fokussierung auf spezifische Veränderungen von Lern- und Gedächtnisprozessen und auf die Gehirnplastizität ist ein innovativer und vielversprechender Ansatz auf dem Wege zu einem besseren Verständnis von psychischen Störungen. Im Mittelpunkt stehen Suchterkrankungen wie Alkoholismus und Drogenabhängigkeit, Angststörungen wie die posttraumatische Belastungsstörung und die soziale Phobie, Störungen in der Regulation von Emotionen wie die Borderline-Störung sowie die Depression. Ziel ist es, durch bessere Kenntnis der Entwicklung und Aufrechterhaltung dieser psychischen Störungen effektivere Behandlungsstrategien zu entwickeln und Maßnahmen zur Prävention abzuleiten.

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Sprecherin
Prof. Dr. Herta Flor
Fon: 0621-1703-6301
Fax: 0621-1703-6305
E-Mail: herta.flor@zi-mannheim.de

Stellvertretender Sprecher
Prof. Dr. Andreas Meyer-Lindenberg
Fon: 0621/1703-2002
Fax: 0621/1703-2005
E-Mail über Sekretariat: christine.wick@zi-mannheim.de

Wissenschaftlicher Sekretär
Prof. (apl.) Dr. Patrick Schloss
Fon: 0621/1703-2901
E-Mail: patrick.schloss@zi-mannheim.de

SFB-Verwaltung
Artemis Tsoupas, M. A
Katrin Jung, M.A.
Fon: 0621/1703-6317
Fax: 0621/1703-6305
E-Mail: sfb636@zi-mannheim.de

Link zu der Homepage des SFB 636 hier.

Zusammenfassung der Projekte hier.