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Sekretariat: Eva Stolzenburg
Laborgebäude, 4. OG, Raum 406
Die Arbeitsgruppe "Genetische Epidemiologie" beschäftigt sich mit der Identifikation genetischer und umweltbedingter Ursachen psychischer Erkrankungen. Darüber hinaus werden genetische Beiträge zum individuellen Ansprechen auf Medikamente erforscht. Affektive und schizophrene Erkrankungen stehen im Zentrum unserer Untersuchungen.
Nach heutigem Wissensstand ist davon auszugehen, dass sowohl Erkrankungen als auch Therapieeffekte durch die Interaktion von Genen und Umweltfaktoren bedingt sind. Da der Beitrag eines einzelnen Gens wahrscheinlich begrenzt ist, muss für die Identifikation von Genen eine große Zahl von Patienten untersucht werden. Die einheitliche, standardisierte Erhebung des klinischen Bildes ist für unsere Studie eine wichtige Voraussetzung. Aufbauend auf den Vorarbeiten der Arbeitsgruppe von Frau Prof. Marcella Rietschel an der Psychiatrischen Universitätsklinik in Bonn (Direktor: Prof. Dr. Wolfgang Maier) wird im sog. "PsychoGene"-Verbund eine koordinierte Untersuchung großer Patientenstichproben durchgeführt. Zu diesem von Bonn und Mannheim aus organisiertem Verbund gehören auch die Psychiatrischen Universitätskliniken Homburg (Direktor: Prof. Dr. Peter Falkai) und Göttingen (Direktor: Prof. Dr. Eckart Rüther).
Über die genetisch-epidemiologischen Fragestellungen hinaus befassen wir uns desweiteren mit ethischen Aspekten, die sich aus dieser Forschung ergeben.