Leitung: Dr. Petra Ludäscher
MitarbeiterInnen:
Serhat Ucar, Katharina Zens, Ulrike Rimmele

 Laufende Projekte

Schwerpunktthematik: Endogenes Opiatsystem und Psychopathologie bei der Borderline-Persönlichkeitsstörung (BPS)

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Das Endogene Opioidsystem (EOS) spielt eine zentrale Rolle bei der durch Stress verursachten Schmerzunempfindlichkeit (Stress-induzierte Analgesie), indem es die Schmerzverarbeitung auf verschiedenen Ebenen des Zentralnervensystems dämpft. Die Stress-induzierte Analgesie wiederum ist ein für Patientinnen mit einer Borderline-Persönlichkeitsstörung (BPS) typisches Phänomen, welches in mehreren Studien nachgewiesen werden konnte. Des Weiteren sind die neurobiologischen Mechanismen von Selbstverletzungen, einem zentralen Symptom der BPS noch weitgehend unklar, und eine Dysregulation des EOS liegt durch seine Rolle bei der Schmerzverarbeitung nahe.
Untersuchung der Wirkung des Opioidantagonisten Naloxon auf die Stress-induzierte Analgesie bei Borderline-Patientinnen
 Serhat Ucar, Petra Ludäscher
Innerhalb dieser Laboruntersuchung wird die Wirkung des Opioidantagonisten Naloxon auf die Stress-induzierte Analgesie bei Patientinnen mit BPS untersucht. Es werden Borderline-Patientinnen, die sich aktuell selbst verletzen, und gesunde Kontrollprobandinnen rekrutiert. Die Untersuchung findet an drei Messzeitpunkten an drei aufeinanderfolgenden Tagen statt. An dem ersten Termin wird das Schmerzempfinden mittels der Applikation thermischer Hitzereize und anschließender Einschätzung der Schmerzintensität erfasst. An den beiden folgenden Tagen wird 20 Minuten vor der Erfassung des Schmerzempfindens Naloxon oder Placebo verabreicht. Um die Stress-induzierte Analgesie zu induzieren wird vor der Erfassung des Schmerzempfindens mit Hilfe einer Kopfrechenaufgabe Stress induziert.
Erfassung der neuronalen Korrelate des Schmerzempfindens bei der BPS mittels funktioneller Kernspintomographie (fMRT) unter Gabe des Opioidantagonisten Naloxon und Placebo
 Petra Ludäscher
In bisherigen Studien konnte gezeigt werden, dass Borderline-Patientinnen bei der Applikation von Schmerzreizen im Vergleich zu gesunden Kontrollprobandinnen andere Aktivierungsmuster in Gehirnarealen zeigen, die für die Schmerzwahrnehmung relevant sind. Möglicherweise bildet sich hier der zerebrale Mechanismus ab, der zu einer niedrigeren Schmerzempfindlichkeit führt. Ziel der vorliegenden Studie ist die Untersuchung der neuronalen Aktivierungsmuster bei BPS-Patientinnen und gesunden Kontrollprobandinnen während Schmerzapplikation unter der Gabe des Opioidantagonisten Naloxon und Placebo.
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