Start > Krankenversorgung > Infos von A-Z / Zentrale Dienste > Gemeindepsychiatrie > 

Gemeindepsychiatrie

Im Lauf der letzten 30 Jahre ist es durch Aktivitäten der Abteilung - in Verbindung mit kommunaler Unterstützung sowie der Einbeziehung freigemeinnütziger Verbände - zum Ausbau eines differenzierten gemeindenahen außerstationären psychiatrischen Versorgungssystems gekommen. Mit diesem in enger Zusammenarbeit verbunden, lassen sich die Aufgaben der Abteilung wie folgt beschreiben:

  • Angebote und Beratungstätigkeit nahezu aller komplementären psychiatrischen Institutionen und Dienste in Mannheim

Angebote und Beratungstätigkeit

Angebote für psychisch kranke Menschen beziehen sich auf die Bereiche Wohnen, Freizeit und soziale Kontakte sowie Arbeit. Die inhaltliche Schwerpunkte betreffen die psychosoziale Einzelberatung und -betreuung psychisch kranker Menschen, die vor allem von den nichtärztlichen Mitarbeiterinnen der Abteilung geleistet wird. Zusätzliche Gruppenangebote beziehen sich auf die Arbeit mit Angehörigen und Suchtkranken. Für sachbezogene Hilfen steht ein in kommunaler Trägerschaft eingerichteter Verein zur Seite.

Die Präsenz in zahlreichen Arbeitsgemeinschaften, Gremien und Beiräten sowie Planung, Initiierung und Koordination im Bereich der komplementären psychiatrischen Versorgung spielen eine wesentliche Rolle für deren Erhalt und weitere Entwicklung, auch im Hinblick auf die Qualitätssicherung dieses Versorgungssystems. Aufgrund ihrer Funktion stehen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Abteilung in unterschiedlichem Ausmaß sowohl in Verbindung mit den Leitungskräften der Kosten- und Maßnahmeträger der vielfältigen psychiatrischen Einrichtungen und Dienste als auch in kooperativer Beziehung zur personellen Basis.

Ein weiterer Tätigkeitsbereich umfasst die fortlaufende Entwicklung und Umsetzung einer zeitgemäßen psychiatrischen Versorgung mit einem Schwerpunkt im Sektor komplementärer Strukturen. Gegenwärtig orientiert sich dieses Ziel an der Realisierung eines gemeindepsychiatrischen Verbundes Vernetzung im GPV. Hierzu müssen die bestehenden zahlreichen ausdifferenzierten psychiatrischen Institutionen und Dienste in der Kommune zu einer personenzentrierten Behandlung mit Vor- und Nachsorge sowie umfassender ortsnaher Rehabilitation für psychisch kranke und behinderte Menschen zusammengeführt werden. Die Förderung dieser Entwicklung geschieht vor allem durch die ärztlichen Mitarbeiter, die diese Aufgabe hauptsächlich durch intensive und regelmäßige sozialpsychiatrische Fachberatung, sowohl für kommunale Belange als auch für die Mitarbeiterteams nahezu aller außerstationären psychiatrischen Einrichtungen erfüllen. Sie erstellen Konzepte und Pläne, informieren über neue (sozial-)psychiatrische Erkenntnisse sowie Veränderungen sozialrechtlicher Aspekte und achten auf deren Umsetzung in die Praxis. Ein besonders intensiver Kontakt besteht zum Sozialpsychiatrischen Dienst http://www.diakonie-mannheim.de.

Perspektiven

Die Abteilung hat Ziele der Psychiatrie-Enquête von 1975 im komplementären Bereich aufgenommen und Reformpläne der Psychiatrie modellhaft umgesetzt. Gleichwohl sind neben dem Erhalt des Aufgebauten weitere Verbesserungen und Fortschritte notwendig. So bedürfen die entstandenen Heimstrukturen einer Überprüfung, ob sie nicht für einen Teil psychisch kranker Menschen zu einengend sind und ein weiterer Ausbau ambulanter Versorgung in eigener Wohnung zu verstärken ist. Für Personen mit Doppeldiagnosen und aus dem Maßregelvollzug entlassene Patienten sowie wohnungslose psychisch Kranke sind in nur qualitativ und quantitativ unzureichendem Umfang außerklinische Versorgungsangebote vorhanden. Die Minderung der Stigmatisierung durch verbesserte Kooperation von Selbsthilfegruppen und Professionellen erscheint noch zu wenig genutzt. Augenmerk ist auf Budgetkürzungen und Sparmaßnahmen zu richten, könnten sie doch die zweifellos in Gang gekommene Psychiatrie-Reform in ihrer positiven Entwicklung in Stillstand oder sogar Rückschritt führen.

Geschichte

Das Zentralinstitut für Seelische Gesundheit wurde als Institut für sozialpsychiatrische Forschung und Therapie konzipiert und 1975/76 als Modelleinrichtung für die Realisierung einer modernen gemeindenahen psychiatrischen Versorgung einer deutschen Großstadt - in Mannheim leben derzeit ca. 320.000 Einwohner - in Betrieb genommen. Im Rahmen dieser Zielsetzung wurde bereits an der Sozialpsychiatrischen Klinik Mannheim-Heidelberg - als Vorläufer des späteren Zentralinstituts - in der Planungsphase 1969 eine Arbeitsgruppe Gemeindepsychiatrie gegründet, die auf dem bis dahin in Deutschland weitgehend unbekannten Feld der Einbeziehung der Gemeinde (Kommune) in die psychiatrische Versorgung tätig wurde. 1975 wurde diese Arbeitsgruppe in den Abteilungsstatus überführt, um forschungsbezogene Aspekte einer umfassenden psychiatrischen Versorgungsstruktur intensiver zu berücksichtigen.

Am Anfang stand der Aufbau von Programmen der außerklinischen Nachbehandlung sowie der Krisenfrüherkennung und Krisenintervention psychischer Störungen unter Einbeziehung von Familie und Lebensumfeld im Vordergrund. Es folgte die Entwicklung von Rehabilitationsprogrammen unter Mithilfe der kommunalen Strukturen und ihrer sozialen Einrichtungen. Für diese initialen Aufgaben waren intensive Informationsarbeit und Kontaktaufnahmen mit Ämtern, Einrichtungen und Schlüsselpersonen sowie eine Bestandsaufnahme der damals noch kaum vorhandenen und qualitativ ungenügenden außerklinischen - komplementären - Angebote zur Versorgung psychisch kranker Menschen erforderlich.

Im Lauf der letzten 30 Jahre ist es durch Aktivitäten der Abteilung - in Verbindung mit kommunaler Unterstützung sowie der Einbeziehung freigemeinnütziger Verbände - zum Ausbau eines differenzierten gemeindenahen außerstationären Versorgungssystems gekommen.

Drucken

Leitung


Dr. Jens Bullenkamp
Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie
Fon: 0621/1703-6101
E-Mail: jens.bullenkamp@zi-mannheim.de

Flyer Gemeindepsychiatrie hier!
______________

DIALOG-Fragebogen zur Lebensqualität hier!

Mitarbeiterinnen
Annette Hoffmann
Sekretariat
Fon: 0621/1703-6102
E-Mail: annette.hoffmann@zi-mannheim.de

Sotiria Argiriou-Martin
Fachärztin
Fon: 0621/1703-6103
E-Mail: sotiria.argiriou@zi-mannheim.de

Waltraud Begerow
Dipl.-Soz.-Arb. (FH)
Fon: 0621/1703-6106
E-Mail: waltraud.begerow@zi-mannheim.de

Angelika Ehrenfried
Dipl.-Sozialarb. (FH)
Fon: 0621/1703-6109
E-Mail: angelika.ehrenfried@zi-mannheim.de

Dr. Ninon Hirth
Ärztin
Fon: 0621/1703-6103
E-Mail: ninon.hirth@zi-mannheim.de

Vera Onken
Ärztin
Fon: 0621/1703-6103
E-Mail: vera.onken@zi-mannheim.de

Monika Stegbauer
Fachkrankenschwester für Psychiatrie
Fon: 0621/1703-6108
E-Mail: monika.stegbauer@zi-mannheim.de

Dr. Magda Syren
Fachärztin
Fon: 0621/1703-3313
E-Mail: magda.syren@zi-mannheim.de

Claudia Weddig
Dipl.-Sozialarb. (FH)
Fon: 0621/1703-6104
E-Mail: claudia.weddig@zi-mannheim.de 

Hedwig Zacheus
Fachkrankenschwester für Psychiatrie
Fon: 0621/1703-6107
E-Mail: hedwig.zacheus@zi-mannheim.de