Kontakt: Dr. Elisabeth Wallhäußer-Franke
Fon: 0621/1703-6321 Stichwort "Tinnitus"
E-Mail: mailto:elisabeth.wallhaeusser@zi-mannheim.de
Kann die Residuale Inhibition für die Tinnitus-Therapie genutzt werden?

Ein häufiges Phänomen bei Menschen mit Tinnitus ist die sogenannte residuale Hemmung, unter der man eine Auslöschung oder Abschwächung des Tinnitusgeräusches versteht. Die residuale Hemmung wird bestimmt, indem man einen Ton darbietet, der der Frequenz des Tinnitustones entspricht. Leider dauert die residuale Hemmung nur kurze Zeit an. Danach ist der Tinnitus wieder so laut wie vor der Beschallung (s. Tinnitus-Forum 3-2009 der Deutschen Tinnitus Liga ). Wie läuft die Therapiestudie ab?
 Im Rahmen der Studie führen wir mit den Studienteilnehmern zunächst ein ausführliches Interview über die Ohrgeräusche durch und bestimmen ihre Frequenz und Lautheit. Weiterhin führen wir eine EEG-Messung durch, in der die Reaktion der Hirnströme auf Töne gemessen wird, welche in ihrem Frequenzcharakter dem Tinnitus sehr ähnlich sind und auf von der Tinnitusfrequenz stark abweichende Töne. Nach einer Wartephase von mindestens 2 Wochen beginnt eine 8 Wochen dauernde Trainingsphase. In der Trainingsphase wird zu Hause täglich 30 min mit einer speziell für den Studienteilnehmer hergestellten Tinnitus-CD trainiert. Zusätzlich wird während der Trainingsphase einmal am Tag das Medikament bzw. ein Placebo eingenommen und es finden 10 Trainingssitzungen gekoppelt mit je einer psychologischen Beratung am ZI statt. Nach dem Ende der Trainingsphase wird noch einmal die Frequenz und Lautheit des Tinnitus bestimmt und die Reaktion der Hirnströme in einer EEG-Aufzeichnung untersucht.
Was wird in der Therapiestudie genau untersucht?
 Im Rahmen der Studie führen wir mit den Patienten zunächst ein ausführliches Interview über die Ohrgeräusche durch und bestimmen ihre Frequenz. Eventuell messen wir die Gehirnaktivität mittels Magnetenzephalogramm (MEG). Diese Untersuchung ist völlig ungefährlich. Es folgt ein 90-tägiges Therapieprogramm, das die Studienteilnehmer an einem Computer zu Hause durchführen. Zusätzlich ist einmal in der Woche ein Untersuchung im ZI in Mannheim vorgesehen.
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