Start > Forschung > Forschungsabteilungen des ZI > Inst. Neuropsychologie > 

Institut für Neuropsychologie und Klinische Psychologie



Die Arbeitsgruppe am Institut für Neuropsychologie und Klinische Psychologie arbeitet zur Rolle von Lern- und Gedächtnisprozessen und damit einhergehenden neuroplastischen Veränderungen des Gehirns bei der Entstehung und Aufrechterhaltung psychischer und psychophysiologischer Störungen sowie deren Behandlung mittels verhaltensorientierter Therapieverfahren. Störungen der sensorischen Verarbeitung wie Schmerz und Tinnitus sowie Störungen des emotionalen Lernens wie Angststörungen, Depression oder Soziopathie aber auch Substanzabhängigkeiten stehen im Mittelpunkt des Interesses. Zu den herausragenden Forschungsergebnissen zählen die Aufdeckung neuroplastischer Veränderungen des Gehirns bei chronischen Schmerzen und die Entwicklung neuer Therapien für Patienten mit chronischen Schmerzen, die darauf abzielen, maladaptive neuroplastische Veränderungen des Gehirns durch Verhaltenstrainings zu beeinflussen. Es wird an neuen Therapieverfahren gearbeitet, die mittels der Kombination pharmakologischer und verhaltensorientierter Interventionen maladaptive Gedächtnisinhalte und negative plastische Veränderungen des Gehirns bei Angst- und Schmerzstörungen sowie pathologischem Altern beeinflussen können und es werden dabei Trainingsverfahren mit erweiterter (augmented) und virtueller Realität verwendet.

Forschungsgebiete des Lehrstuhls - Neuronale Korrelate von Lernen und Gedächtnis

Störungen

  • Amputation
  • Ohrgeräusche (Tinnitus)
  • Antisoziale Persönlichkeit
  • soziale Phobie
  • Depression
  • Posttraumische Belastungsstörung
  • Chronischer Schmerz
  • Abhängigkeiten

Psychologische Prozesse, die im Mittelpunkt der Untersuchungen stehen

  • Klassische (Pawlowsche) Konditionierung
  • Operante Konditionierung
  • Autobiographisches Gedächtnis (sensorisches Gedächtnis)

Methoden

  • Psychophysische Untersuchungen
  • Bildliche Darstellungen neuroelektrischer und neuromagnetischer Quellen
  • Analyse evozierter Potentiale, langsamer kortikaler Potentiale und oszillatorischer Aktivität
  • Funktionelle und strukturelle Kernspintomographie
  • Transkranielle Magnetstimulation, Verhaltenstraining
  • Verhaltensanalyse
  • Analyse peripherphysiologischer Indikatoren (Schreckreflex, Hautleitwert)

Drucken



Sonderdruck "Neue Entwicklungen in der Verhaltenstherapie bei chronischen Schmerzen" aus ZI-Information aktuell 2005/1 von Prof. Flor



Prof. Dr. Herta Flor
E-Mail: herta.flor@zi-mannheim.de
Tel.: 0621/1703-6302
Fax: 0621/1703-6305

Postanschrift:
Prof. Dr. Herta Flor
Institut für Neuropsychologie und Klinische Psychologie
Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg
Zentralinstitut
für Seelische Gesundheit
J5
68159 Mannheim