Aus- / Weiterbildung am ZI

Wir bilden aus

  • Erzieher/innen, Fachrichtung Jugend- und Heimerzieher

Wir bieten Stellen für das Anerkennungsjahr für

  • Erzieher/innen
  • Sozialarbeiter/innen
  • Sozialpädagogen/innen

Bitte beachten Sie hierzu aktuelle Ausschreibungen auf der Homepage des ZI.

Berufliche Bildung Bereich Pflege und Erziehung

Aus-, Fort- und Weiterbildung

Aus-, Fort- und Weiterbildung

Das Zentralinstitut für Seelische Gesundheit beteiligt sich satzungsgemäß an Aus-, Fort- und Weiterbildung. Dabei wird berufliche Bildung im Bereich Pflege und Erziehung als ein mit hoher Priorität versehener Aufgabenbereich der Kompetenzentwicklung verstanden. Dadurch wird eine fundierte Basis geschaffen für die erfolgreiche Integration der Pflegekompetenzen in die praktizierte evidenzbasierte Behandlungskonzeption der Krankenversorgung. Die Angebote am ZI sichern bedarfsorientiert die Kompetenzerweiterung der MitarbeiterInnen im Bereich Pflege und Erziehung und stehen grundsätzlich Interessierten aus anderen Einrichtungen zur Verfügung.

Bei Fragen zum Bildungsangebot können Sie sich gerne an mich oder an die Verantwortlichen der Fort- und Weiterbildungskurse wenden.

Hans-Werner Schiel, Dipl.-Pflegew. (FH)
Leiter Aus-, Fort- und Weiterbildung Pflege
Tel.: 0621 1703-1550, Fax: -1555, E-Mail
Forschungs- und Verwaltungsgebäude, 4. OG, Raum 421

Weiterbildungsstätte

Weiterbildungsstätte

Die Weiterbildungsstätte existiert seit 1963 und ist nach § 26 LPflG Baden-Württemberg staatlich anerkannt. Sie war die erste mit einem zweijährigen Weiterbildungsprogramm, zunächst für Sozialpsychiatrie, danach für Fachkrankenpflege. 

Andere Weiterbildungsstätten orientierten sich an der Gestaltung der Weiterbildung am ZI. 

Ärztlicher Leiter

apl. Prof. Dr. Harald Dreßing 

Pflegerische Leitung 

Christel Wagner-Stramke
Krankenschwester für Psychiatrie, Supervisorin und Mediatorin

Dipl.-Med.-Päd. Anita Schrön
Tel.: 0621 1703-1421, E-Mail

Hauptamtliche Lehrkraft für das Fach Psychologie

apl. Prof. Dr. Christine Kühner

Psychiatrische Pflege

Staatlich anerkannte Weiterbildung für Psychiatrische Pflege

Die Weiterbildungsmaßnahme dauert zwei Jahre, beginnt jeweils am 1. April in ungeraden Jahren und endet am 31. März des übernächsten Jahres.

Die Weiterbildung erfolgt berufsbegleitend nach § 19 Landespflegegesetz vom 11.09.1995 (GBl. S. 665) in der jeweilig geltenden Fassung in Verbindung mit der Weiterbildungsverordnung Psychiatrie.

Dabei gliedert sich der theoretische Teil in vier Abschnitte mit zwei Sommer- und zwei Wintersemestern. Die praktische Ausbildung erfolgt entsprechend den Vorgaben der Weiterbildungsverordnung Psychiatrie nach einem Rotationsplan, der den Einsatz in verschiedenen Arbeitsbereichen der intra- und extramuralen Psychiatrie festlegt. Die Arbeitszeit wird nach den Erfordernissen des jeweiligen Arbeitsbereiches geregelt.

Ausbildungsverlauf der Weiterbildung

Rahmenlehrplan:

  • medizinische Grundlagen
  • sozialwissenschaftliche und psychologische Grundlagen
  • pflegerisch therapeutische Grundlagen

Praktische Einsätze

Pflichteinsätze für die praktische Tätigkeit mit jeweils mindestens 250 Stunden:
Erster Schwerpunkt allgemeine Psychiatrie/Psychogeriatrie. Die im Verlauf der Weiterbildung zu erbringenden Einsätze sind in den folgenden Einsatzbereichen und Einrichtungen mit jeweils mindestens 250 Stunden abzuleisten: Es ist zu empfehlen, jeweils drei Monate einzuplanen.

Formale Durchführungsbestimmungen

Teilnahmevoraussetzung:
Abgeschlossene Ausbildung als Gesundheits- und KrankenpflegerIn, Gesundheits- und KinderkrankenpflegerIn, AltenpflegerIn, HeilerziehungspflegerIn. 

Gebühren für Lehrgang und Lernmittel:
Die Gebühren für den Lehrgang können in monatlichen Raten während der Dauer des Lehrgangs entrichtet werden. Die für Lernmittel, beispielsweise für Skripte, entstehenden Kosten sind jeweils zu Beginn des ersten und zweiten Jahres der Weiterbildung zu entrichten.
Unter bestimmten Voraussetzungen besteht die Möglichkeit der Förderung durch das "Meister-BAföG".

Prüfungen und Leistungsnachweise:
Während der Weiterbildung sind mehrere Leistungsnachweise in Theorie und Praxis zu erbringen. Der Kurs schließt mit einer schriftlichen, mündlichen und praktischen Prüfung ab.


Bewerbungen für die Fachweiterbildung richten Sie bitte mit folgenden Unterlagen an:

  • Bewerbungsschreiben
  • Tabellarischer Lebenslauf
  • Zwei Lichtbilder
  • Zeugnis der Krankenpflege- bzw. Kinderkrankenpflege bzw. Altenpflegeprüfung bzw. Heilerziehungspflegeprüfung
  • Erlaubnis zur Führung der Berufsbezeichung
  • Nachweis über eine zweijährige Tätigkeit in der Krankenpflege bzw. Kinderkrankenpflege, Altenpflege bzw. Heilerziehungspflege, davon mindestens ein Jahr in der Psychiatrie
  • Arbeitszeugnis der bisherigen Berufstätigkeit
  • Geburtsschein oder eine Geburtsurkunde; ggf. Heiratsurkunde
  • Zustimmung des Arbeitgebers (kann nachgereicht werden)

Zentralinstitut für Seelische Gesundheit
Staatlich anerkannte Weiterbildungstätte für Krankenpflegepersonal
J 5
68159 Mannheim

Über den Aufnahmeantrag entscheidet die Leitung der Weiterbildung schriftlich.

Ansprechpartnerinnen:

Christel Wagner-Stramke
Krankenschwester für Psychiatrie, Supervision und Mediatorin

Dipl.-Med. Päd. Anita Schrön

Tel.: 0621 1703-1421 E-Mail

Gerontopsychiatrische Pflege

Staatlich anerkannte Weiterbildung für Gerontopsychiatrische Pflege

Im Oktober 2005 begann der erste berufsbegleitende Weiterbildungslehrgang für Gerontopsychiatrische Pflege.

Die Weiterbildung erfolgt berufsbegleitend nach § 19 Landespflegegesetz vom 11.09.1995 (GBl. S. 665) in der jeweilig geltenden Fassung in Verbindung mit der Weiterbildungsverordnung-Gerontopsychiatrie vom 22.07.2004 (GBl: S 663).
Sie gliedert sich in einen theoretischen Teil mit 400 Stunden und einen praktischen Teil mit 320 Stunden (siehe auch Infoflyer als pdf-Datei)

Aufnahmevoraussetzungen

Abgeschlossene Ausbildung als AltenpflegerIn, HeilerziehungspflegerIn, Gesundheits- und KinderkrankenpflegerIn, Gesundheits- und KrankenpflegerIn.
Eine einschlägige berufliche Tätigkeit, die nach Beendigung der Ausbildung mindestens ein Jahr betragen soll.

Gebühren für den Lehrgang sowie Lernmittel

Die Gesamtgebühren in Höhe von 1950 Euro (Stand: Januar 2010) können in monatlichen Raten während der Dauer des Lehrgangs entrichtet werden. In den Gebühren sind Skriptkosten und Aufwendungen für die Abschlussprüfung enthalten.Unter bestimmten Voraussetzungen besteht die Möglichkeit der Förderung durch das "Meister-BAföG".

Prüfungen und Leistungsnachweise

Während des Weiterbildungslehrgangs werden Prüfungen und Leistungsnachweise in schriftlicher sowie auch in einer mündlichen Form erhoben (eine Fallbearbeitung und zwei Klausuren). Der Kurs schließt mit einem Kolloquium zu einer schriftlichen Hausarbeit mit frei wählbarer Thematik ab.


Ihren Aufnahmeantrag und Ihre Bewerbung richten Sie bitte bis sechs Wochen vor Weiterbildungsbeginn mit folgenden Unterlagen an:

  • Lebenslauf in tabellarischer Form mit Lichtbild und Angaben über den bisherigen Bildungsweg und die ausgeübte
  • Berufstätigkeit
  • Ausbildungszeugnis
  • Erlaubnis zum Führen der Berufsbezeichnung
  • Berufszeugnisse als Nachweis über eine einschlägige Tätigkeit

Zentralinstitut für Seelische Gesundheit
Staatlich anerkannte Weiterbildungsstätte für Krankenpflegepersonal
J 5
68159 Mannheim

Über den Aufnahmeantrag entscheidet die Leitung der Weiterbildung schriftlich.

Ansprechpartnerinnen 

Dipl.-Med.-Päd. Anita Schrön

Christel Wagner-Stramke
Krankenschwester für Psychiatrie, Supervisorin und Mediatorin

Tel.: 0621 1703-1421, E-Mail

Fachkraft Kinder- und Jugendpsychiatrie

Weiterbildung Fachkraft Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie

Diese berufsbegleitende Qualifizierungsmaßnahme wird nach den Richtlinien der Bundesarbeitsgemeinschaft Leitender MitarbeiterInnen des pflege- und Erziehungsdienstes kinder- und jugendpsychiatrischer Kliniken und Abteilungen (BAG) durchgeführt und ist nicht staatlich anerkannt. Sie dauert 24 Monate, beginnt jeweils am 1. April in ungeraden Jahren und endet am 31. März des übernächsten Jahres.

Dabei gliedert sich der theoretische Teil in vier Abschnitte mit zwei Sommer- und zwei Wintersemestern. Die Weiterbildung berücksichtigt die Richtlinien der Bundesarbeitsgemeinschaft Leitender MitarbeiterInnen des Pflege- und Erziehungsdienstes kinder- und jugendpsychitrischer Kliniken und Abteilungen (BAG) und einem Rotationsplan, der den Einsatz in verschiedenen Arbeitsbereichen ermöglicht. Die Arbeitszeit wird nach den Erfordernissen des jeweiligen Arbeitsbereiches geregelt.

Ausbildungsverlauf der Weiterbildung

Rahmenlehrplan:

  • medizinische Grundlagen
  • Untersuchungskurs
  • sozialwissenschaftliche und psychologische Grundlagen
  • pflegerisch therapeutische Grundlagen
  • Erlebnispädagogische Grundlagen
  • Selbsterfahrung

Praktische Einsätze

Pflichteinsätze für die praktische Tätigkeit

Die im Verlauf der Weiterbildung zu erbringenden Einsätze sind verbunden mit dem Kennenlernen der Akutbehandlung und des Jugend- und Heimbereiches verbunden. Die Einsätze werden individuell vereinbart. Es ist zu empfehlen, jeweils bis zu drei Monate einzuplanen.

Formale Durchführungsbestimmungen

Teilnahmevoraussetzung:

Abgeschlossene Ausbildung als Gesundheits- und KinderkrankenpflegerIn, Jugend- und HeimerzieherIn, HeilerziehungspflegerIn

Gebühren für Lehrgang und Lernmittel:

Die Gebühren für den Lehrgang können in monatlichen Raten während der Dauer des Lehrgangs entrichtet werden. Die für Lernmittel, wie beispielsweise für Skripte, entstehenden Kosten sind jeweils zu Beginn des ersten und zweiten Jahres der Weiterbildung zu entrichten.

Prüfungen und Leistungsnachweise:

Während der Weiterbildung sind mehrere Leistungsnachweise in Theorie und Praxis zu erbringen. Der Kurs schließt mit einer Abschlussarbeit mit Colloquium ab.

Anerkennung:

Aufgrund der Inhalte und des Stundenumfangs von 720 Ausbildungsstunden ist die Qualifizierungsmaßnahme in den kooperierenden Einrichtungen den tariflichen Regelungen der Weiterbildung "Psychiatrische Pflege" gleichgesetzt.

Bewerbungsunterlagen 

  • Bewerbungsschreiben
  • Tabellarischer Lebenslauf
  • Zwei Lichtbilder
  • Zeugnis der Krankenpflege- bzw. Kinderkrankenpflege bzw. Altenpflegeprüfung bzw. Heilerziehungspflegeprüfung
  • Erlaubnis zur Führung der Berufsbezeichnung
  • Nachweis über eine zweijährige Tätigkeit in der Krankenpflege bzw. Kinderkrankenpflege, Altenpflege bzw. Heilerziehungspflege, davon mindestens ein Jahr in der Psychiatrie
  • Arbeitszeugnis der bisherigen Berufstätigkeit
  • Geburtsschein oder eine Geburtsurkunde; ggf. Heiratsurkund
  • Zustimmung des Arbeitgebers (kann nachgereicht werden)

Anmeldung und Anfragen

Weiterbildung Fachkraft Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie

Claus Staudter
Tel.: 0621 1703-2103, E-Mail

Hygiene

Hygiene

Fortbildung für Hygienebeauftragte in der Pflege (HygB-Pflege)

20. Oktober bis 17. November 2014

Die Anforderungen an das klinische Personal nosokomialen Infektionen vorzubeugen, haben deutlich zugenommen. Es besteht die Verpflichtung, die Durchführung geeigneter Hygienemaßnahmen auf der Basis des aktuellen wissenschaftlich fundierten Kenntnisstand sicherzustellen.

Ziel

Gemäß den Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts (RKI) und den gesetzlichen Regelungen in Bade-Württemberg soll in den Einrichtungen für Behandlung und Pflege auf jeder Station sowie in allen Funktionsbereichen eine Pflegekraft zur/zum Hygienebeauftragten qualifiziert sein. Dies umfasst auch Einrichtungen im Rahmen der psychiatrischen Versorgung. Berücksichtigt werden die Vorgaben zu Hygiene und Infektionsprävention in medizinischen Einrichtungen.

Die vermittelten Inhalte qualifizieren für folgende Aufgaben

  • Sicherstellen der Umsetzung der Hygiene-Richtlinien des RKI im eigenen Bereich
  • Mitwirkung an der Erarbeitung von Hygienestandards in Zusammenarbeit mit den Hygienefachkräften
  • Mitwirkung bei Hygieneunterweisungen /-schulungen durch die Hygienefachkräfte
  • Vermitteln zwischen dem Hygienepersonal (Krankenhaushygieniker, Hygienebeauftragter Arzt und Hygienefachkraft) und den KollegInnen des eigenen Bereichs.
  • Weitergabe von Informationen in beide Richtungen

 Zielgruppen

Gesundheits- und KrankenpflegerInnen, Gesundheits- und KinderkrankenpflegerInnen, die die Aufgaben einer/eines Hygienebeauftragten wahrnehmen.

Teilnehmerzahl: max. 24

Inhalte

Der 40-Stunden-Kurs umfasst Inhalte des Curriculums der Deutschen Gesellschaft für Krankenhaushygiene (DGKH).

Das Curriculum entspricht den Anforderungen der Empfehlungen "Personelle und organisatorische Voraussetzungen zur Prävention nosokomialer Infektionen, Pkt. 3.2.1" der Kommission für Krankenhaushygiene und Infektionsprävention am RKI und des § 9 MedHygVO Baden-Württemberg.

Aspekte aus psychiatrischer Sicht werden besonders berücksichtigt.

Themen sind u. a.: 

  • Grundlagenwissen Mikrobiologie und Virologie
  • Gesetzliche Grundlagen
  • Maßnahmen bei Infektionserkrankungen
  • Maßnahmen der Prävention
  • Umgang mit Lebensmitteln in der Therapie
  • Ver- und Entsorgung (Wäsche, Mull)

Die erfolgreiche Teilnahme beinhaltet eine Abschlussprüfung und wird mittels Zertifikat belegt. Fortbildungspunkte im Rahmen der Registrierung beruflich Pflegender werden vergeben.

Kursleitung

Margarete Bügler, Hygienefachkraft am ZI

Referenten

Prof. Dr. Ulrich Höffler, Klinikhygieniker am ZI

Dr. Ulrich Burghart, Oberarzt, Institut für Labormedizin, Klinikum Ludwigshafen

Martin Eikenberg, Facharzt für Hygiene und Umweltmedizin, Leiter der Krankenhaushygiene Bremen Mitte

Dr. Sebastian Kevekordes, Leiter der Krankenhaushygiene am Klinikum Ludwigshafen

Meinrad Bachmann, Rechtsanwalt

Kurt Busch, Sicherheitsingenieur

Margarete Bügler, Hygienefachkraft am ZI

Ort

Zentralinstitut für Seelische Gesundheit (ZI),
J 4, 68159 Mannheim
Hans-Martini-Raum, 4. OG, Suchtzentrum

Organisation / Termine

Die Inhalte werden an fünf Studientagen - immer montags ab 8:30 Uhr - am 20.10., 27.10., 03.11., 10.11. und 17.11.2014 in je acht Unterrichtseinheiten vermittelt.

Die Veranstaltung ist für externe TeilnehmerInnen offen. Die Anmeldungen werden nach Eingang berücksichtigt, da die Teilnehmerzahl begrenzt ist.

Kosten

490 Euro

Anmeldung / Information

bis spätestens 15. September 2014

Hans-Werner Schiel, Dipl.-Pflegew. (FH)
Tel.: 0621 1703-1550, Fax: -1555, E-Mail

Flyer "Fortbildung für Hygienebeauftragte in der Pflege (HygB-Pflege)"

Das Zentralinstitut ist eine "Staatlich anerkannte Weiterbildungsstätte für Krankenpflegepersonal".

Kinaesthetics

Kinaesthetics

Dieses Programm thematisiert die Entwicklung der Bewegungskompetenz im Rahmen eines beruflichen Pflege- oder Betreuungsauftrages gegenüber anderen Menschen. Es kommt in der Altenpflege, im Krankenhaus, in der professionellen häuslichen Pflege, in der Rehabilitation oder im Behindertenbereich zur Anwendung. Menschen erfahren sich dann als krank oder behindert, wenn sie die Bewegungen, die ihren alltäglichen Aktivitäten zugrunde liegen, nicht mehr selber ausführen können.

Eine Kernaufgabe von Pflegenden besteht darin, KlientInnen in alltäglichen Aktivitäten zu unterstützen. Es ist eine große Herausforderung, diese Arbeit so zu gestalten, dass die Gesundheitsentwicklung aller Beteiligten dabei gefördert wird. Kinaesthetics geht davon aus, dass die Unterstützung pflegebedürftiger Menschen bei Aktivitäten wie Aufsitzen, Essen, Aufstehen dann hilfreich ist, wenn diese ihre Bewegungsmöglichkeiten so weit wie möglich ausschöpfen und ihre Bewegungskompetenz erhalten und erweitern können. Dadurch entfalten sie mehr Eigenaktivität und werden schneller mobil. Sie erfahren sich selbst als wirksam in Bezug auf ihren Gesundheitsprozess und fühlen sich nicht wegen eines "Defekts" behandelt.

In Kinaesthetics in der Pflege lernen die TeilnehmerInnen, pflegebedürftige Menschen durch ihre Bewegungskompetenz in ihrer eigenen Bewegung gesundheitsfördernd zu unterstützen. Gleichzeitig lernen sie, ihre eigenen arbeitsbedingten gesundheitlichen Risiken zu verringern. 

Was ist Kinaesthetics?

Das zentrale Thema von Kinaesthetics ist die Auseinandersetzung mit der eigenen Bewegung in alltäglichen Aktivitäten. Die Qualität unserer meist unbewussten Bewegungsmuster hat einen erheblichen Einfluss auf unsere Gesundheitsentwicklung und Lebensgestaltung. Eine wichtige Voraussetzung für eine gesunde und selbstständige Lebensgestaltung ist eine große Vielfalt von Bewegungsmöglichkeiten und besonders die Fähigkeit, die eigene Bewegung gezielt an sich verändernde Bedingungen anpassen zu können. Mit Kinaesthetics können Menschen jeden Alters die Qualität der eigenen Bewegung, den persönlichen Handlungsspielraum und die Anpassungsfähigkeit im Alltag bearbeiten. Die bewusste Sensibilisierung der Bewegungswahrnehmung und die Entwicklung der Bewegungskompetenz durch Kinaesthetics leisten einen nachhaltigen Beitrag zur Gesundheits-, Entwicklungs- und Lernförderung.

Der Aufbaukurs

Der Kinaesthetics-Aufbaukurs baut auf dem Lernprozess während und nach dem Kinaesthetics-Grundkurs auf. Im Mittelpunkt steht die Auseinandersetzung mit der Bedeutung der Bewegungskompetenz für Lern- und Gesundheitsprozesse. Anhand der Kinaesthetics-Konzepte werden alltägliche Aktivitäten gezielt erfahren, analysiert und dokumentiert.

Dadurch entwickeln die TeilnehmerInnen die Kompetenz, die Unterstützung von alltäglichen Aktivitäten in ihrem Berufsalltag gezielt als Lernsituationen zu gestalten. 

Zielgruppe

Der Aufbaukurs „Kinaesthetics in der Pflege“ richtet sich an Pflegende, BetreuerInnen und TherapeutInnen, die ihre Erfahrungen und Erkenntnisse des Grundkurses vertiefen und erweitern möchten.

Ziele

Die TeilnehmerInnen 

  • vertiefen ihre persönliche Erfahrung und ihr Verständnis der sechs Kinaesthetics-Konzepte,
  • nutzen die Kinaesthetics-Konzepte und die „Lernspirale“, um Pflege- oder Betreuungssituationen zu erfahren, zu analysieren und zu dokumentieren,
  • schätzen ihre Stärken und Schwächen im Handling ein und entwickeln Ideen für ihr eigenes Lernen in der Praxis und
  • analysieren und beschreiben den Zusammenhang zwischen Bewegungskompetenz und Gesundheitsentwicklung in konkreten Pflege- und Betreuungssituationen.

Methodik

  • Einzelerfahrung
  • Gestalten und Analysieren von Unterschieden in eigenen Aktivitäten anhand von Konzept-Blickwinkeln
  • Partnererfahrung
  • Gestalten und Analysieren von Unterschieden in Aktivitäten mit anderen Menschen
  • Anwendungserfahrung
  • Analysieren von Aktivitäten des Berufsalltags anhand der "Lernspirale"
  • Planen und Umsetzen des eigenverantwortlichen Lernprozesses im Berufsalltag
  • Dokumentieren und Auswerten des eigenen Lernprozesses

Inhalte

  • Konzept Interaktion
  • Konzept Funktionale Anatomie
  • Konzept Menschliche Bewegung
  • Konzept Anstrengung
  • Konzept Menschliche Funktion
  • Konzept Umgebung

Formelles

Nach erfolgreichem Abschluss des Aufbaukurses erhalten die TeilnehmerInnen von Kinaesthetics Deutschland das Aufbaukurs-Zertifikat. Dieses ist die Voraussetzung für die Teilnahme an einem Peer-Tutoring-Kurs oder an einer Ausbildung zur Kinaesthetics-TrainerIn Stufe 1.

Kurstermine

20.10.2014, 21.10.2014, 24.11.2014, 25.11.2014

Kosten

auf Anfrage

Kursleitung

Andrea Knebel-Schneider
Kinaesthetics-Trainerin Stufe 3

Bringen Sie bitte mit

Schreibmaterial, bequeme Kleidung und Decke

Veranstalter / Veranstaltungsort / Anmeldung

Zentralinstitut für Seelische Gesundheit
Leiter Aus- / Fort- / Weiterbildung
Hans-Werner Schiel
J 5
68159 Mannheim

Tel.: 0621 1703-1550

E-Mail

www.zi-mannheim.de 

Ansprechpartner

Claus Staudter
Tel.: 0621 1703-2103, E-Mail

Zertifikat IHK Ausbildungsbetrieb

 

Das ZI ist ein IHK geprüfter und damit gemäß Berufsbildungsgesetz anerkannter Ausbildungsbetrieb - 9/2000.