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Manuale und Verfahren

2012 | 2011 | 2010 | 2009 | Manuale | Archiv



Response Styles Questionaire (RSQ-D), 1. Auflage
C. Kühner, S. Huffziger und S. Nolen-Hoeksema
Einsatzbereich: Jugendliche ab 14 Jahre und Erwachsene, Einzel- und Gruppensetting. Der Fragebogen eignet sich für die Bereiche klinische Grundlagenforschung, Psychotherapieforschung sowie für die klinische Praxis
Das Verfahren: Der RSQ-D ist als Fragebogen konzipiert, der kognitive und verhaltensmäßige Copingstile im Umgang mit depressiver oder dysphorischer Stimmung erfasst und auf der Grundlage der Response Styles Theorie von Susan Nolen-Hoeksema entwickelt wurde. Die Theorie postuliert, dass Grübeln über Symptome und negative Aspekte des Selbst (Rumination) depressive Verstimmungen verlängert bzw. verstärkt, während kognitive und verhaltensmäßige Ablenkung (Distraktion) diese verkürzt bzw. abschwächt. Der Test besteht aus der ursprünglichen Langform mit 32 Items, die sich unterteilt in die Subskalen »Rumination« und »Distraktion« sowie aus der faktoriell abgeleiteten Kurzform (23 Items) mit den Subskalen »symptombezogene Rumination«, »selbstbezogene Rumination« und »Distraktion«. Die Auswertung erfolgt durch die Berechnung von Summenwerten pro Subskala und wird durch den Einsatz von Schablonen erleichtert
Zuverlässigkeit: Die internen Konsistenzen der einzelnen Subskalen für depressive Patienten und Gesunde liegen zwischen α = .76 und α = .88, die Restestreliabilitäten nach 5 Monaten zwischen r = .51 und r = .70. Die Koeffizienten der Patienten- und Gesundenstichproben unterscheiden sich nicht signifikant.
Gültigkeit: Die faktoriell abgeleiteten Subskalen weisen plausible Muster von Zusammenhängen mit konstruktnahen Skalen (u.a. DFS, HAKEMP, SAM) und depressiver Symptombelastung (SKID, MADRS, FDD-DSM-IV) auf. Es zeigen sich Hinweise auf prädiktive Validität der Subskalen für den Verlauf negativer Stimmung bzw. depressiver Symptome. 
Normen: Prozentrangnormen dienen dem Vergleich mit Referenzwerten klinischer (N = 130) und nichtklinischer Stichproben (N = 311).  
Bearbeitungsdauer: Kurzform ca. 5 Minuten, Langform ca. 8 Minuten. In Anwendung seit 2007. 
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Beck Depressionsfragebogen - II (BDI -II)
Martin Hautzinger, Ferdinand Keller, Christine Kühner
Dauer: zwischen 5 und 10 Minuten; Durchführung: Individuell und Gruppe
Anwendungsbereich: Das BDI II stellt ein Instrument zur Beurteilung der Schwere der Depression bei psychiatrisch diagnostizierten Jugendlichen ab 13 Jahren und Erwachsenen dar. 
Aufbau: Zu 21 Symptomen der Depression werden jeweils 4 Aussagen vorgegeben, von denen diejenige auszuwählen ist, die am besten beschreibt wie sich der Beurteiler in den vergangenen beiden Wochen gefühlt hat. Bei zwei Items (Veränderungen der Schlafgewohnheiten und Veränderungen des Appetits) gibt es Vorgaben, die sich sowohl auf die Verminderung als auch auf die Vermehrung von Schlaf und Appetit beziehen. Dabei ist ebenfalls nur eine Aussage auszuwählen.
Gütekriterien
Reliabilität: Die deutsche Version wurde bei zahlreichen Studien eingesetzt. Dabei wurden folgende Werte (Cronbach α) ermittelt: Depressive Patienten in Behandlung (N = 288) .93, Patienten mit primär anderen psychischen Störungen (N = 123) .92, Gesunde (N = 582) .90. Die Wiederholungsreliabilität wurde an einer Gemeindestichprobe (N = 86) und einem Zeitraum von 5 Monaten ermittelt. Es ergab sich ein sehr guter Wert von .78.
Validität: In verschiedenen Stichproben ergaben sich hohe Übereinstimmungen sowohl mit der selbstbeurteilten Depressivität (FDD-DSM IV) und zwar r = .72 bis .89 als auch mit der fremdbeurteilten Depressivität (MADRS) und zwar r =. 68 bis .70.
Normen: Es werden Prozentränge für depressive Patienten (N = 266) und Gesunde (N = 582) angegeben.
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