S. Wellek, M. Schneider, Projektzeitraum: 02/2002 – 05/2007, Finanzierung: BMBF
Ähnlich wie beim Biostatistischen Zentrum für den Suchtforschungsverbund Baden-Württemberg (P6) handelt es sich um ein Querschnittsprojekt, dem die Aufgabe zufällt, die erforderliche statistisch-methodische Fachkompetenz in verschiedene Einzelprojekte einzubringen, die im Rahmen des Kompetenznetzwerks Demenzen (CNetDem) geplant und durchgeführt werden. In der Anfangsphase lag der Schwerpunkt auf der Erstellung eines Konzepts für die Planung und statistische Analyse der innerhalb des Moduls E2 (Therapieforschung) durchzuführenden kontrollierten klinischen Studien. Hauptaufgabe war dabei die Adaptierung von in anderen Bereichen der klinischen Therapieforschung schon seit längerem erfolgreich eingesetzten statistischen Methoden für die Planung und Auswertung von Studien, in denen die primär zu analysierenden Daten aus teilweise rechtszensierten Zeiten bestehen.
Seit Mitte 2003 stand die Erarbeitung eines Konzepts für die systematische Evaluierung der im Modul E1 erhobenen Daten zur diagnostischen Differenzierung zwischen milder kognitiver Beeinträchtigung (MCI) und echter Alzheimer-Demenz (AD) im Vordergrund. Dabei wurden sowohl Kriterien für die Selektion diagnostisch aussagefähiger Einflußvariablen als auch Anforderungen an die statistische Präzision der Schätzer für die maßgeblichen Populationsparameter definiert, aus denen sich geeignete Formeln für die Berechnung minimal benötigter Stichprobenumfänge ableiten lassen. Ferner wurde kürzlich damit begonnen, eine analoge Strategie für den Prognostik-Teil des Moduls E1 zu entwickeln, der die Identifizierung aussagekräftiger Prädiktoren für die Konversion einer MCI in eine echte Alzheimer-Demenz zum Ziel hat. Im letzteren Zusammenhang stellen sich bisher auch in der neuesten biostatistischen Literatur nicht befriedigend gelöste Probleme, da die aus der Diagnostik bekannten Basiskriterien wie Sensitivität und Spezifität zur Quantifizierung von Vorhersagegenauigkeit aus verschiedenen Gründen nicht geeignet sind.
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