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Biostatistisches Zentrum für den Suchtforschungsverbund Baden-Württemberg


S. Wellek, I. Reinhard, Projektzeitraum: 11/2001 – 10/2007, Finanzierung:

Dem Grundkonzept nach handelt es sich um ein Querschnittsprojekt, das primär zu dem Zweck beantragt und gestartet worden ist, eine wissenschaftliche Funktionseinheit für die kompetente statistisch-methodische Betreuung der klinischen, experimentellen und epidemiologischen Einzelprojekte bereitzustellen, die im Rahmen des Suchtforschungsverbundes Baden Württemberg (BWARC) durchgeführt werden. Dies erfordert neben der systematischen Unterstützung der substanzwissenschaftlich ausgerichteten Teilprojekte bei der statistischen Planung und Datenanalyse unter Anwendung in der Literatur vorhandener statistischer Methoden  auch Aktivitäten der Weiter- und Neuentwicklung von Lösungen für Probleme, die sich mit bisher verfügbaren Mitteln nicht oder nicht wirklich zufriedenstellend behandeln lassen. Solche Probleme stellen sich innerhalb des Suchtforschungsverbunds Baden-Württemberg u.a. auf den folgenden Gebieten:

  • Berücksichtigung sogenannter Cluster-Randomisierung (randomisiert werden nicht wie sonst üblich direkt die Patienten, sondern z.B. die Praxen, von denen sie rekrutiert werden) bei der Fallzahlplanung
  • Korrekte Fallzahlkalkulation in Survival-Studien mit einer Vielzahl untereinander teilweise eng assoziierter Einflußfaktoren
  • Entwicklung von Ansätzen für die Planung und statistische Auswertung vergleichender Therapiestudien unter dem Grundaspekt der Identifizierung "individuell adaptierter" Behandlungsverfahren, i.e. solcher, die für gegebene Konstellation von Prädiktoren für den Behandlungserfolg als optimal aussichtsreich einzustufen sind
  • Etablierung und Implementierung statistisch korrekter und aussagefähiger Strategien für die Evaluierung des Einflusses genetischer Marker auf das Risiko einer Substanzabhängigkeit, unter besonderer Berücksichtigung des Problems des Ausschlusses einer relevanten Assoziation.

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