S. Wellek, Projektzeitraum: 1994 –
Wie aus Titel und Projektzeitraum deutlich wird, handelt es sich um einen langfristigen Forschungsschwerpunkt und nicht ein Einzelprojekt von begrenzter Dauer. Die langjährige Forschungsarbeit auf diesem Gebiet, das von beträchtlicher Relevanz für eine große Zahl von Anwendungen innerhalb der klinischen, epidemiologischen und experimentellen Forschung ist, führte u. a. zur Publikation einer international platzierten Monographie unter dem Titel Testing Statistical Hypothesis of Equivalence (erschienen NOV 2002 bei Chapman & Hall/CRC). Das Buch wurde von der American Statistical Association (ASA) für 2003 nominiert als eines der “Top Five Books for Statisticians”.
Spezielle Fragestellungen aus dem Gesamtgebiet der statistischen Äquivalenznachweis-Verfahren, auf die sich die Forschungsaktivitäten z. Zt. konzentrieren, sind:
- Bayessche Tests zu adjustierten nominellen Signifikanzniveaus als verbesserte nichtrandomisierte Tests auf Äquivalenz und Nichtunterlegenheit in der Situation des unverbundenen Zweistichproben-Problems mit binomialen Beobachtungen
- Herleitung von Näherungsverfahren für die Fallzahlplanung von Äquivalenzstudien auf der Basis semiparametrischer und asymptotisch verteilungsfreier Tests
- Konstruktion von Tests für den Nachweis der Kompatibilität einer gegebenen Genotypen-Verteilung mit der Hardy-Weinbergschen Gleichgewichtsbedingung
- Konfirmative Verfahren für den Ausschluß relevanter Effekte in Assoziationsstudien zur genetischen Epidemiologie komplexer Erkrankungen.
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