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Verfahren für die Fallzahlplanung von Normalwert-Studien


C. Jennen-Steinmetz, S. Wellek, Projektzeitraum: 2003 –

Die Etablierung verlässlicher Referenzwerte ist ein Grundproblem der medizinischen Diagnostik. Obwohl entsprechende Studien in großer Zahl und z. T. mit erheblichem praktischen Aufwand durchgeführt werden, spielt der Aspekt der Fallzahlplanung in diesem Bereich bislang eine marginale Rolle, sehr im Unterschied zu kontrollierten Klinischen Studien zur Wirksamkeit und Verträglichkeit neuartiger Behandlungsverfahren. Bemerkenswerterweise besteht dieses Defizit keineswegs nur für den bereits mit Hinblick auf eine angemessene statistische Modellierung komplizierten Fall, daß die diagnostisch zu beurteilende Meßgröße von weiteren Variablen wie insbesondere dem Lebensalter abhängt. Dementsprechend konzentriert sich das Projekt z. Zt. in erster Linie auf die Entwicklung von sinnvollen Kriterien für die Genauigkeit von Referenzgrenzen, die ohne Berücksichtigung zusätzlicher Einflußfaktoren bestimmt werden sollen. Da in der Praxis neben parametrischen Ansätzen für die Schätzung von Normgrenzen auch vollständig verteilungsfreie Methoden üblich sind, werden die Implikationen der neu vorgeschlagenen Kriterien für den minimal erforderlichen Umfang der Referenzstichprobe für beide Fälle gesondert untersucht.

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