Bei allen Alterskrankheiten ergibt sich durch die komplexe Verschränkung von spezifischen biologischen Krankheitsursachen, generellen körperlichen Veränderungen im Alter sowie spezifischen psychologischen und sozialen Altersveränderungen eine besondere medizinische Herangehensweise und ärztliche Aufgabe. Mehr als 20 % der alten Menschen in der Allgemeinbevölkerung leiden an seelischen Erkrankungen. Hierunter sind die Depression und die Demenzen im Alter die häufigsten Erkrankungen.
Die Abteilung für Gerontopsychiatrie besteht aus einer integrierten klinischen Einheit mit stationärer Behandlung (2 Stationen mit jeweils 22 Betten), tagesklinischer Behandlung (12 Plätze) und ambulanter Gedächtnissprechstunde (Memory Clinic).
Die Abteilung für Gerontopsychiatrie ist Teil eines Europäischen Netzwerkes (EADC) und des nationalen Komptenznetzes Demenzen (KND), welches durch das BMBF gefördert wird. Im Rahmen dieser Netzwerke werden Leitlinien für Diagnostik und Therapie sowie neue Standards für die Durchführung klinischer Studien entwickelt. Ein besonderes Schwerpunkt der Abteilung liegt auf der Erforschung und Entwicklung einer effektiven medikamentösen Behandlung von Menschen mit neurodegenerativen Demenzen, insbesondere der Alzheimer Krankheit. Hierzu werden eigene klinische Studien initiiert (investigator-initiated trials). Hinzu kommen Industrie-geförderte innovative klinische Studien, die zumeist als multinationale klinische Prüfungen durchgeführt werden.
Der Gerontopsychiatrie sind angeschlossen: die 22-Betten-Station 7a
die 22-Betten-Station 7c
die Gedächtnisambulanz
die Altentagesklinik
die Alzheimergruppen für Angehörige und Bezugspersonen von Demenzpatienten Hier gelangen Sie zur Forschung der Abteilung Gerontopsychiatrie.
Zum Herunterladen:
Ausschnitt aus BSP Nr. 40 - März/April 2008: "Für Angehörige von Demenzkranken ist der Gedankenaustausch sehr wichtig", pdf-Datei hier!
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