Diagnostik, Beratung und Behandlung von Patienten mit posttraumatischer Belastungsstörung (Traumatyp I)
 Diagnostik: In unserer störungsspezifischen Diagnostik werden Ihre aktuellen Beschwerden, einschließlich der Krankheitsvorgeschichte und Biographie, detailliert erfasst. Neben Gesprächen kommen auch strukturierte klinische Interviews und standardisierte Symptomfragebögen zum Einsatz.
Beratung: Im Anschluss an die Diagnostik erhalten Sie und Ihr zuweisender Arzt eine ausführliche Rückmeldung Ihrer Untersuchungsergebnisse. Gemeinsam besprechen wir Ihr Behandlungsanliegen und beraten Sie über die Möglichkeit einer störungsspezifischen Therapie zur Reduktion der Symptome der Posttraumatischen Belastungsstörung.
Wissenschaftliche Studie: Wir wollen die Ursachen der Posttraumatischen Belastungsstörung besser verstehen und unseren Behandlungsansatz optimieren. Daher werden parallel zum Therapieangebot wissenschaftliche Studien durchgeführt, in denen verschiedene Aspekte (z. B. die aufrechterhaltenden Bedingungen) der Störung untersucht werden. Die Teilnahme an diesen Studien ist freiwillig und völlig unabhängig von unserem Therapieangebot. Diagnostik
 Wann liegt eine behandlungsbedürftige Posttraumatische Belastungsstörung vor?
- Sie haben ein einmaliges traumatisches Ereignis erlebt, wie z. B. einen Unfall, Überfall, Zugunglück, Feuer, Explosion, Tsunami, Bedrohung mit einer Schusswaffe, Vergewaltigung, Kriegserfahrung
- Sie durchleben dieses Ereignis in Ihren Gedanken immer wieder aufs Neue, haben wiederkehrende belastende Träume von dem Ereignis.
- Sie vermeiden bewusst über das Truma zu sprechen, meiden Personen oder Orte, die Sie daran erinnern könnten.
- Sie leiden unter Schlafproblemen, sind leichter reizbar, haben Konszentrationsschwierigkeiten, sind übermäßig wachsam.
Was wir von Ihnen brauchen?
 Wir benötigen einen Überweisungsschein für die
Hochschulambulanz des Instituts für Neuropsychologie und Klinische Psychologie
am Zentralinstitut für Seelische Gesundheit.
Den Überweisungsschein können Sie bei jede/r/m Ärztin/Arzt (z. B. Ihre/r/m Hausärztin/-arzt) holen. Er muss nicht von Ihre/r/m Psychiater/in sein.
Ambulante Psychotherapie

- Die von uns angebotene störungsspezifische Verhaltenstherapie hat sich in mehreren Studien als sehr wirksam erwiesen.
- Die Therapie umfasst 10 Einzelsitzungen mit einer Dauer von je 100 Minuten pro Sitzung.
- In der Regel findet eine Sitzung pro Woche statt.
- Im Rahmen der Therapie kommt es zu einer intensiven Auseinandersetzung mit dem traumatischen Ereignis.
- Zudem kommen verschiedene Elemente zur Anwendung, wie z. B. Entspannungstechniken, Umgang mit Ärger bzw. Schuld, Veränderung belastender Gedanken, Erkennen von hinderlichen Verhaltensweisen, Aufbau neuer Lebensperspektiven.
- Der Partner/die Partnerin kann in die Therapie mit einbezogen werden.
- Nach und während der Therapie wird der Behandlungserfolg mit Hilfe von Fragebögen überprüft.
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