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Funktionelle Veränderungen des Belohnungs-Systems im Nikotinentzug

Nikotin ist derjenige Inhaltstoff des Tabakrauchs, der zur Entstehung einer Abhängigkeit führt. Suchtmittel wie Kokain, Heroin oder Nikotin wirken durch Aktivierung des Belohnungs-Systems, das Strukturen wie ventrales Striatum, präfrontalen Cortex und Amygdala umfasst. Neuroplastische Veränderungen durch chronischen Nikotinkonsum und Lernprozesse führen zu einer veränderten Funktion des Belohnungs-Systems. Im Sinne einer Sensitivierung wird substanzbezogenen Stimuli dann ein hoher motivationaler Anreiz zugeschrieben, was sich in einem zwanghaften und unkontrollierbaren Konsumverhalten äußert. Bei vorliegender Nikotinabhängigkeit verursacht abrupter Entzug von Nikotin ein Entzugssyndrom. Typischerweise treten dabei Unruhe, Irritierbarkeit und Ängstlichkeit sowie starkes Verlangen nach Tabak und motivationale Störungen auf. Die Entzugssymptomatik ist u.a. durch die
oben genannten neuroplastischen Veränderungen des Belohnungs-Systems
bedingt. Durch die geplante Untersuchung an nikotinabhängigen Rauchern und Nichtrauchern soll geprüft werden, welche funktionellen Veränderungen
des Belohnungs-Systems durch chronische Nikotinexposition bereits bestehen und welche funktionellen Veränderungen dann während des Nikotinentzugs auftreten. Durch unterschiedliche visuelle Stimuli wie attraktive oder ängstliche Gesichter oder tabakbezogene Bilder lassen sich jeweils Teile des Belohnungs-Systems aktivieren und mittels funktioneller Magnetresonanztomographie darstellen. Durch Untersuchung von Rauchern vor und im Nikotinentzug sowie Nichtrauchern können somit die jeweiligen funktionellen Veränderungen erfasst werden.

Mitarbeiter: Mira Bühler

Förderer: Deutsche Forschungsgemeinschaft



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