Die zur Abteilung Neuroimaging gehörende Arbeitsgruppe Translational Imaging hat das Ziel durch die Fusion und Entwicklung von Bildgebungsmethoden am klinischen 3T-Ganzkörpertomographen und an einem 9.4T Bruker Biospin Tierscanner neue Wege für die klinische Forschung zu öffnen. Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei in der parallelen Sequenzentwicklung für die Magnetresonanzspektroskopie (MRS) und –Bildgebung, sowie in der Konsolidierung der quantitativen Auswertungsmethoden bei den unterschiedlichen Feldstärken.
Für die psychiatrische Forschung ist der Brückenschlag zwischen präklinischer und klinischer Forschung essentiell. In der Präklinik existieren mittlerweile exzellente und gut validierte Tiermodelle der Alkoholabhängigkeit, der Depression und anderer psychiatrischer Erkrankungen. Ebenso existieren genetische Tiermodelle psychiatrischer Erkrankungen, die mittels Züchtung und spezifischer Ausschaltung einzelner Gene den hohen genetischen Einfluss gezeigt haben. Um die weite Kluft zwischen Genotyp und Phänotyp, sowie zwischen der präklinischen und klinischen Forschung überbrücken zu können, steht durch die moderne, nicht-invasive Bildgebung mittels Kernspintomographie ein nahezu ideales und intra-individuell mehrzeitig nutzbares Werkzeug zur Verfügung.
Bei der bildgebenden Untersuchung kleiner Tiere sind die Magnetbohrungen, Hochfrequenzspulen und Gradientensysteme deutlich kleiner als bei klinisch eingesetzten Geräten. Die zu untersuchenden kleinen Volumina verursachen ein schlechteres Signal-Rausch-Verhältnis (SNR). Der große Vorteil des der AG zur Verfügung stehenden Bruker BioSpec MR-Tomographen ist das hohe Magnetfeld von 9.4T, welches ein sehr viel höheres SNR, sowie eine exzellente zeitliche und räumliche Auflösung erlaubt. Vor allem die Magnetresonanzspektroskopie und anatomische Aufnahmen mit höchster Auflösung, aber auch funktionelle Kernspintomographie (fMRI) profitieren hiervon direkt. Durch die Verwendung von Kryo-(1H- und -13C)-Spulen kann eine weitere Signalverbesserung erreicht werden.Forschungsschwerpunkte:

- hochaufgelöste lokalisierte 1H-, 13C- und 31P MR-Spektroskopie
- 31P Echo–Planar Spectroscopic Imaging (EPSI)
- Hetero- und homonuklearer Polarisationstransfer, Spectral editing (z.B. Glutamat-MRS oder GABA Quantifizierung durch selektiven homonuklearen Polarisationstransfer)
- hochaufgelöste Morphologie, inklusive DTI und VBM
- Regionale Aktivierung funktioneller Konnektivität mittels pharmako-MRI (phMRI)
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