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Soteria

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Für Jugendliche und junge Erwachsenen mit psychotischen Symptomen bieten wir ein besonderes Behandlungskonzept an: die Soteria. Unsere PatientInnen im Alter von 16 bis 24 Jahren leben während ihres mehrwöchigen Aufenthalts in einem Umfeld, das mehr einer Wohngemeinschaft als einer Klinik gleicht. Während ihrer Therapie lernen die jungen Erwachsenen, ihren Alltag besser zu bewältigen – mit Unterstützung unseres fachübergreifenden Teams.

Leitung der Soteria

PD Dr. Sarah Hohmann
Telefon: 0621 1703-4521, 4522, Fax: 0621 1703-4525, E-Mail
Therapiegebäude, 3. OG, Raum 381

Oberarztsekretariat
Andrea Morawetz, Telefon: 0621 1703-4522, Fax: -4525, E-Mail
Sevim Gezgin, Telefon: 0621 1703-4504,  Fax: -4525, E-Mail

apl. Prof. Dr. Dusan Hirjak
Telefon: 0621 1703-2540, E-Mail

Michaela Oster
Telefon: 0621 1703-3191, E-Mail

Barbara Bieseke
Telefon: 0621 1703-2183, E-Mail

Welche Erkrankungen werden in der Soteria behandelt?

In unserer Soteria behandeln wir PatientInnen zwischen 16 und 24 Jahre, bei denen der Verdacht auf eine oder mehrere der folgenden Erkrankungen vorliegt:

  • Psychose-Risiko-Syndrom
    Anzeichen: Rückzug von Freunden und Familie, Veränderung der Stimmung, Misstrauen, Schlafstörungen, Konzentrationsstörungen, Nachlassen der Leistungsfähigkeit, Entfremdungserleben, eigenartige Denk- und Sprechweisen
  • Psychotische Störungen
    Anzeichen: Stimmenhören, Verfolgungserleben, wahrgenommene Gedankenbeeinflussung von außen, Gedankenlesen, ungewöhnliche oder bizarre Denkinhalte
  • Zusätzlich vorhandene Sucht- und Abhängigkeitserkrankungen
    Anzeichen: häufiger Cannabis-Konsum, Unfähigkeit, sich nachhaltig vom Konsum abzuwenden, geringer Antrieb, keine Lust in die Schule zu gehen, reduziertes Erinnerungsvermögen

Therapiekonzept der Soteria

Das Soteria-Konzept ist wissenschaftlich erprobt und führt bei PatientInnen mit Psychosen nachhaltig zu einer Entspannung ihrer Wahrnehmung. Während akuter Krankheitsphasen begleiten wir die Jugendlichen in der Soteria individuell und fangen sie auf. In der restlichen Zeit lernen sie gemeinsam mit anderen PatientInnen, besser in ihrem Alltag zurechtzukommen  – unterstützt von Pflegekräften, PädagogInnen, ÄrztInnen und TherapeutInnen. So wird beispielsweise gemeinsam eingekauft, gekocht und gegessen. Die jungen PatientInnen arbeiten daran, ihre Wahrnehmung und Denkleistung zu verbessern und ihre Stresstoleranz zu erhöhen.

Schulpflichtige Jugendliche können bis zu fünf Stunden am Tag die dem ZI angegliederte Schule besuchen. Alternativ werden gemeinsam mit dem Therapeutenteam Praktika geplant und berufliche Perspektiven erarbeitet.

PatientInnen profitieren von entspannter Atmosphäre

Das partnerschaftliche Verhältnis zwischen PatientInnen und BetreuerInnen spiegelt sich auch in den fachübergreifenden Teams wider: Klassische Rollenverteilungen zwischen den Berufsgruppen sind weitgehend aufgehoben. Die jungen PatientInnen profitieren von der entspannten, einfühlsamen Atmosphäre der Wohngemeinschaft. Ein Teilbereich unseres Therapiegebäudes wurde umgebaut, klassische Klinikelemente wurden entfernt und eine großzügige Wohnküche sowie ein gemütlicher Wohn- und Essbereich wurden eingerichtet.

Kontinuität in der Behandlung

In der Soteria betreuen wir PatientInnen während der gesamten Phase ihrer Adoleszenz: also über das 18. Lebensjahr hinaus. So werden Behandlungsbrüche zwischen Kinder- und Jugendpsychiatrie und Erwachsenenpsychiatrie vermieden. Zwölf stationäre Plätze stehen in der Soteria zur Verfügung. Die Therapie dauert in der Regel acht bis zwölf Wochen.

Unsere Behandlungsbausteine auf einen Blick

Die Behandlung in unserer Soteria gliedert sich in die Phasen Krankheitsbefund, Problembewältigung und Anwenden des Gelernten in Alltagssituation. Wir bieten unseren PatientInnen:

  • eine umfassende Diagnostik,
  • psycho- und milieutherapeutische Therapieelemente,
  • regelmäßige Gruppenagebote wie kognitive Verhaltenstherapie, Behandlungsprogramm für Cannabis-bedingte psychische Probleme (CANDIS) sowie Angehörigen- und Ehemaligengruppen,
  • den Recovery-Ansatz: Fokus auf Stärken, Potenziale, Chancen und Entwicklungsmöglichkeiten,
  • Peer-Arbeit mithilfe von GenesungsbegleiterInnen,
  • Erlebnispädagogik,
  • sparsamer Umgang mit antipsychotischer Medikation, gegebenenfalls auch begleiteter Absetzversuch von Medikamenten.

Anmeldung

Wir benötigen eine Überweisung von einer der folgenden Berufsgruppen: HausärztIn, PsychotherapeutIn, PsychiaterIn beziehungsweise Kinder- und JugendpsychiaterIn. Als ersten Schritt bieten wir ein psychologisches und ärztliches Gespräch in unserer Zentralambulanz an. Anschließend empfehlen wir eine Behandlung und erläutern detailliert unser Soteria-Konzept. Sie können unsere Soteria gerne auch besichtigen.  

Bei Interesse kontaktieren Sie bitte unser Case-Management: E-Mail oder Telefon: 0621 1703-2150

Anmeldung über das Case Management
Telefon: 0621 1703-2150, E-Mail

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Zentralinstitut für Seelische Gesundheit (ZI) - https://www.zi-mannheim.de