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Therapieangebot für suchterkrankte Eltern

Gut erziehen trotz Suchtproblemen

Wer als Mutter oder Vater durch eine Suchterkrankung belastet ist, fühlt sich oft auch mit der Erziehung seiner Kinder überfordert. Herausforderungen und Probleme im Familienalltag können es zusätzlich erschweren, den Alkohol- oder Drogenkonsum zu reduzieren oder abstinent zu bleiben.  

Mit unserem Therapieangebot für suchterkrankte Eltern mit Kindern im Alter bis zwölf Jahre helfen wir Ihnen, mehr über sich und Ihre Erziehung zu erfahren, hilfreiche Strategien für den Familienalltag zu finden und Unterstützung bei der Behandlung der Suchterkrankung zu erhalten. 

Behandlungsangebot

In Einzel- und Gruppentherapiesitzungen werden Strategien vermittelt, die helfen, Stress in der Erziehung und im Alltag besser zu bewältigen. Wir informieren über die Entwicklung Ihrer Kinder und thematisieren den Umgang mit Verlangen nach Alkohol und Drogen.

Ziel des Programms ist es, Hilfen in der Erziehung zu bieten und eine Abstinenz zu erreichen oder zu sichern. Das Programm dauert sechs Monate. Die Kosten werden von der Krankenkasse übernommen.  Auch ein problematischer Medienkonsum oder ein problematisches Spielverhalten (online/Spielhalle) kann therapiert werden.

Sollten Sie sich unsicher sein, wie Ihr Konsumverhalten einzuordnen ist, sprechen Sie uns gerne an. Wir klären, welche Unterstützung für Sie in Frage kommt und planen mit Ihnen die nächsten Schritte. 

Ärztinnen und Psychotherapeuten unterliegen der Schweigepflicht. Wir geben keine Informationen an die Polizei beziehungsweise das Jugendamt weiter, sofern keine Gefahr für das Leben des Kindes besteht. 

Das Therapieangebot für suchterkrankte Eltern kann Ihnen helfen, Strategien für Ihren Familienalltag zu finden und Unterstützung bei der Behandlung der Suchterkrankung zu erhalten.Das Therapieangebot kann Ihnen helfen, Strategien für Ihren Familienalltag zu finden und Unterstützung bei der Behandlung der Suchterkrankung zu erhalten. Foto: istockphoto.com / © Jelena Stanojkovic

Einzel- und Gruppentherapie

Die Einzel- und Gruppentherapie besteht aus zwei Kursen (Anfänger und Fortgeschrittene), die aufeinander aufbauen. Jeder Kurs umfasst zwölf Gruppen- und zwölf Einzeltherapiestunden, die wöchentlich stattfinden. In den Gruppenstunden wollen wir uns gemeinsam informieren und untereinander austauschen. Die Einzelstunden sind individuellen Problemen vorbehalten. Die Termine sind an den Betreuungszeiten der städtischen Kinderbetreuungseinrichtungen ausgerichtet und liegen vorwiegend am Vormittag. Die Therapie ist auf eine Gruppengröße von sechs bis zehn Personen ausgelegt.

Der Anfängerkurs befasst sich mit folgenden Themen:

  • Achtsamkeit
  • Entspannung
  • Kindliche Grundbedürfnisse
  • Umgang mit Suchtdruck und negativen Gefühlen
  • Erlernen von Fertigkeiten und Strategien bei Suchtdruck, Stress und negativen Gefühlen
  • Rückfallvermeidung

Im Fortgeschrittenenkurs werden diese Themen behandelt:

  • Stress als Auslöser für Rückfälle
  • Meilensteine der Entwicklung meines Kindes
  • Kommunikation in der Familie
  • Konflikte und Rückfall
  • Regeln in der Familie und Krisen
  • Soziale Netzwerke richtig nutzen
  • Zwischenmenschliche Fertigkeiten
  • Ernährung
  • Selbstfürsorge

Kontakt

Sie möchten mehr über das Programm erfahren oder daran teilnehmen?
Sprechen Sie uns an:
Telefon: 0621 1703-6399 (Anrufbeantworter)

Bitte hinterlassen Sie Ihren Namen, Ihre Telefonnummer sowie mögliche Zeiten, in denen Sie für einen Rückruf erreichbar sind.

E-Mail 

Ihre AnsprechpartnerInnen:
Yvonne Krisam, Ärztin, Klinik für Abhängiges Verhalten und Suchtmedizin
PD Dr. Anne Koopmann, Oberärztin, Klinik für Abhängiges Verhalten und Suchtmedizin
Rebecca Kunkel, wissenschaftliche Hilfskraft 



Zentralinstitut für Seelische Gesundheit (ZI) - https://www.zi-mannheim.de