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PD Dr. Angela Heinrich

Flor H. BMBF - Bundesministerium für Bildung und Forschung 01EE1406C, AERIAL: Addiction: Early Recognition and Intervention Across the Lifespan . 02/2015-01/2019.

Addictive disorders are among the most frequent and costly disorders in industrialized countries. While substantial research focused on treatment of single substance use disorders (SUDs), most interventions do not sufficiently address comorbid disorders, are provided too late, do not reach the majority of addicted subjects and are not adjusted with respect to environmental stressors, affective comorbidity, gender and age-specific contexts. Focusing on alcohol use disorders (AUD), the main aim of the consortium is to improve the health care system by 1) assessing new access pathways including a wider range of healthcare professionals, and 2) evaluating existing and developing novel early assessment and intervention tools including e-health applications (computer/internet/smart phone-based). We will address patients suffering from the most prevalent SUDs, particularly alcohol, across the lifespan. We will use state-of-the-art basic science approaches to assess social stressors and comorbid affective disorders and we will adapt our approach to age-related differences in treatment needs. To adapt early interventions to modify risk and resilience factors across the lifespan, we will use existing cohorts such as the longitudinal IMAGEN sample of (now) young adults, representative data across the lifespan and from a systematic assessment of adolescent psychiatry, community and hospital general medical settings as well as observational data from studies on the mechanisms of addictive behavior. We will focus on proactive approaches for all primary medical care patients including general practices and hospitals. In all settings, we will assess comorbid mental disorders and gender and migration-specific factors such as social exclusion and discrimination.

Heinrich A. DFG - Deutsche Forschungsgemeinschaft HE 7288/2-1: Mechanismen der Resilienz gegen übermäßigen Alkoholmissbrauch von Jugendlichen. 07/2015-06/2017.

Verschiedene Risikofaktoren wie genetische Prädisposition und belastende Lebensereignisse tragen zur Entwicklung psychischer Störungen bei. Immer gibt es aber resiliente Menschen, die trotz eines erhöhten Risikos keine Störungen entwickeln. Indem auf der einen Seite Risikofaktoren für die Entwicklung einer psychischen Störung und auf der anderen Seite protektive Faktoren dagegen erforscht werden, gewinnt man Ansätze für Therapie und Prävention. Dabei ist die Untersuchung von Jugendlichen von besonderem Interesse, da sie sehr vulnerabel für die Entwicklung psychischer Störungen sind und Präventionsmaßnahmen deshalb besonders wirksam sind. Ein psychiatrisch relevantes Verhalten, das auch schon bei Jugendlichen zu beobachten ist, ist übermäßiger Alkoholkonsum, der auch mit anderen psychischen Erkrankungen in Zusammenhang steht. Durch die Identifizierung von Resilienz-Faktoren gegen übermäßigen Alkoholkonsum und die Aufklärung ihrer Mechanismen, soll mit diesem Projekt ein entscheidender Beitrag für die Entwicklung von wirksamen Präventionsmaßnahmen geleistet werden. Im Rahmen der IMAGEN-Studie, bei der uns psychologische Fragebögen, genetisches Material und funktionelle Hirndaten von mehr als 2000 Jugendlichen über einen Zeitraum von mehreren Jahren zur Verfügung stehen, werden die stärksten Risikofaktoren für übermäßigen Alkoholkonsum und die stärksten protektiven Faktoren dagegen ermittelt. Daraus wird ein kurzer Fragebogen erstellt, der an die jugendliche Allgemeinbevölkerung in Mannheim und Umgebung ausgegeben werden soll mit einem angestrebten Rücklauf von ungefähr 500 Fragebögen. So werden die Ergebnisse der statistischen Analyse der IMAGEN Studie in der lokalen Bevölkerung überprüft und darüber hinaus dient dieser Fragebogen als erste Kontaktaufnahme für die nachfolgenden Untersuchungen zu Resilienz-Mechanismen. Dafür werden 60 Jugendliche zu einer detaillierten Untersuchung in das Zentralinstitut für Seelische Gesundheit eingeladen. Drei verschiedene Gruppen werden rekrutiert: 1) eine risikoarme Gruppe, die starken Alkoholkonsum zeigt, 2) eine risikobehaftete Gruppe, die starken Alkoholkonsum zeigt und 3) eine risikobehaftete Gruppe, die Alkohol nicht übermäßig konsumiert. Die Probanden durchlaufen eine neuropsychologische Testbatterie inklusive funktioneller Magnetresonanztomografie. Die Lebenssituationen der risikobehafteten Gruppen werden von Stress geprägt sein, wobei resiliente Jugendliche mutmaßlich Strategien entwickelt haben oder Mechanismen zur Verfügung haben, die sie in besonderer Weise auf diesen Stress reagieren lassen. Inhaltlich steht deshalb vor allem die Frage im Vordergrund, ob resiliente Jugendliche Stress anders verarbeiten können. Wir untersuchen, wie sich diese Mechanismen auf neuronaler Ebene zeigen, wie sie sich in der Persönlichkeitsstruktur widerspiegeln und welche Verhaltensmuster auftreten, die für verhaltenstherapeutische Maßnahmen und Präventionsstrategien genutzt werden können. Summary Different risk factors such as genetic susceptibility and negative life events contribute to the development of mental disorders. However, resilient persons do not develop psychiatric disorders in face of those risk factors. By analysing both risk factors for the development of psychiatric disorders and protective factors against their development one can establish basic approaches for therapies and prevention. Thereby, the examination of adolescents is of high interest, because they are very vulnerable for the development of mental disorders. Thus, prevention may be very effective. Alcohol misuse of adolescents is a psychiatrically relevant behaviour which is associated to other mental disorders, as well. In this project, we want to identify resilience factors against alcohol misuse and their mechanisms to contribute to the development of preventive measures. Within the IMAGEN study we have access to psychological questionnaires, genetic material and functional brain data of more than 2000 adolescents over a long period. Therein we want to statistically establish the most important risk factors for the development of alcohol misuse and protective factors against it. Hence, we will develop a questionnaire containing the most important factors and questions on alcohol consumption. We will give this questionnaire to adolescents in Mannheim and surroundings and seek the return of 500 questionnaires. Thereby we will recheck the results of the statistical analyses out of the IMAGEN study and furthermore we will recruit participants for the following examination of the mechanisms of resilience. Therefor 60 adolescents will be invited for a detailed examination to the Central Institute of Mental Health. Three different groups will be recruited to determine the mechanisms of resilience and transition to harmful alcohol use: 1) a group of non-risk but heavy drinkers, 2) high-risk actual heavy drinkers, and 3) high-risk non-heavy drinkers. Participants will take part in a neuropsychological test battery including functional magnetic resonance imaging. Life situation of the high-risk groups will be very stressful but resilient adolescents might have developed strategies or possess mechanisms that lead to a differential reaction on stress. Thus, first of all we will analyse whether resilient adolescents can handle stress differently. We examine how these mechanisms are represented on a neural level, how they can be seen on the level of personality and which behavioural patterns occur that can be implemented for the development of new aspects in behaviour therapy and prevention measures.

Heinrich A. Olympia Morata-Programm: Risikofaktoren für die Entwicklung pschischer Störungen und Resilienz bei Jugendlichen. 03/2014-02/2016.

Verschiedene Faktoren wie genetische Prädisposition und belastende Lebensereignisse können zur Entwicklung einer psychischen Störung beitragen. Trotz dieser und anderer Risiken gibt es resiliente Menschen, die zwar ein erhöhtes Risiko tragen, aber dennoch keine psychischen Störungen entwickeln. Indem auf der einen Seite Risikofaktoren für die Entwicklung einer psychischen Störung ermittelt werden und auf der anderen Seite protektive Faktoren erforscht werden, die deren Entstehung verhindern, soll dieses Habilitationsvorhaben sowohl Ansätze zur Therapie als auch zur Prävention liefern. In diesem Rahmen ist die Untersuchung von Jugendlichen von äußerst großem Interesse, da sie sehr vulnerabel für die Entwicklung psychischer Störungen sind und Präventionsmaßnahmen besonders wirksam sind. Bisher hat die Antragstellerin im Rahmen Ihres Habilitationsvorhabens vor allem den unterschiedlichen Beitrag verschiedener Faktoren, wie genetischen und epigenetischen Variationen, neuronaler Aktivität, Persönlichkeit und Verhalten bei der Entwicklung psychischer Störungen von Jugendlichen betrachtet. Insgesamt verfestigt sich hieraus das Bild von der sehr komplexen Ätiologie psychischer Erkrankungen. Der Beitrag einzelner Risikofaktoren unterscheidet sich stark sowohl zwischen verschiedenen Störungsbildern als auch im Verlauf des Lebens. Mehrere Arbeiten hierzu wurden in Fachzeitschriften publiziert und drei weitere sind zur Begutachtung eingereicht. Aktuell und in Zukunft beschäftigt sich die Antragstellerin vor allem mit der Frage, was Jugendliche auszeichnet, die trotz der oben genannten und untersuchten Risikofaktoren keine psychische Störung entwickeln. Was schützt diese Jugendlichen? Die Beantwortung dieser Frage soll einen Beitrag zur Entwicklung neuer Präventionsmaßnamen liefern.


Zentralinstitut für Seelische Gesundheit (ZI) - https://www.zi-mannheim.de