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Prothesenwahrnehmung von amputierten Frauen und Männern

Für eine wissenschaftliche Studie sucht das ZI Menschen zwischen 18 und 80 Jahren, die durch eine Amputation ein Bein verloren haben und eine Prothese nutzen.

Die Prothese als Teil des eigenen Körpers erleben.Einige PatientInnen empfinden die Prothese als Teil ihres Körpers. In unserer Studie untersuchen wir, welche Gehirnprozesse diesem Empfinden zugrunde liegen. Foto: istockphoto.com / © Andrey Shevchuk

Die Prothese als Teil des eigenen Körpers erleben 

Die Amputation eines Körperteils stellt den wohl weitreichendsten Eingriff in die körperliche Unversehrtheit eines Menschen dar. Indem Betroffene Prothesen nutzen, lässt sich der Verlust eines Körperteils zumindest teilweise ausgleichen. 

Die Fähigkeit, eine Prothese als körperzugehörig wahrzunehmen, wird als Körperplastizität bezeichnet. Sie scheint sowohl die Akzeptanz als auch den Gebrauch des künstlichen Körperteils positiv zu beeinflussen. Wir wissen bereits, dass sich Menschen mit Amputationen hinsichtlich ihrer Körperplastizität unterscheiden: Manche berichten, dass sie die Prothese als Teil ihres Körpers empfinden. Andere betrachten die Prothese allerdings als bloßes Werkzeug, das nicht zum eigenen Körper gehört.

Die Gehirnprozesse, die der Körperplastizität zugrunde liegen, sind noch weitgehend unbekannt. Das Wissen über die beteiligten Mechanismen könnte nicht nur helfen, negative Folgen einer Amputation – wie beispielsweise Phantomschmerzen – besser zu behandeln. Vielmehr könnte dieses Wissen auch zu einer verbesserten Konstruktion künftiger Prothesen beitragen und damit die Rehabilitation nach dem Verlust eines Körperteils optimieren.  

Wie läuft die Studie ab? 

In unserem dreijährigen Projekt wollen wir die Körperplastizität nach Amputationen genauer untersuchen. In der ersten Phase werden wir das Phänomen mit einer Online-Befragung charakterisieren. Dieser Teil kann bequem vom heimischen Computer aus bearbeitet werden. 

Mit den dabei gewonnenen Informationen wählen wir passende StudienteilnehmerInnen aus, die wir für die zweite und dritte Phase des Projekts an das Zentralinstitut für Seelische Gesundheit (ZI) nach Mannheim einladen. Bei diesen Terminen führen wir genauere Untersuchungen zur Prothesenwahrnehmung und den zugrundeliegenden Gehirnprozessen durch. Hierfür nutzen wir teilweise auch die Magnetresonanztomographie. Phase 2 und 3 werden erst im Laufe des Projekts realisiert. Daher freuen wir uns vor allem über TeilnehmerInnen, die bereit sind, längerfristig mit uns zusammenzuarbeiten.

Wer kann an der Studie teilnehmen?

Wir suchen weibliche und männliche Personen, die

  • zwischen 18 und 80 Jahre alt sind,
  • durch Amputation ein Bein verloren haben,
  • eine Prothese nutzen und
  • über gute Deutschkenntnisse verfügen.

Für weitere Untersuchungen laden wir Sie ein, an zwei aufeinander folgenden Tagen nach Mannheim zu kommen. Anfallende Reise- und Übernachtungskosten übernehmen wir für Sie. Zudem erhalten Sie eine gestaffelte Aufwandsentschädigung.

So nehmen Sie an unserer Studie teil

Sie interessieren sich für unsere Studie und möchten einen wertvollen Beitrag für die Prothesenforschung leisten? Dann freuen wir uns auf Ihre Teilnahme.  

Kontakt per Telefon

Sprechen Sie bitte auf unseren Anrufbeantworter mit der Rufnummer 0621 1703-6332. Bitte geben Sie Folgendes an: 

  • Ihren Namen,
  • Ihre Telefonnummer sowie 
  • das Stichwort „Prothese“.

Wir rufen Sie anschließend so schnell wie möglich zurück und klären mit Ihnen gemeinsam, ob Sie für unsere Studie geeignet sind.

Kontakt per E-Mail 

Gerne können Sie auch per E-Mail Kontakt zu uns aufnehmen. Schreiben Sie an prakt-np.phantom(at)zi-mannheim.de und geben Sie dabei sowohl Ihren Namen als auch Ihre Telefonnummer an. 

Dieses Projekt wird gefördert durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft innerhalb des Schwerpunktprogramms SPP 2134 The Active Self (www.activeself.de).

Geleitet wird die Studie am Institut für Neuropsychologie und Klinische Psychologie (wissenschaftliche Direktorin Prof. Dr. Dr. h.c. Dr. h.c. Herta Flor) von Dr. Robin Bekrater-Bodmann

Praktikumsangebot für Studierende

Sie möchten selbst in der Forschung aktiv werden und sich als Praktikant/in an unserem DFG-Projekt „Phantom Body“ beteiligen? Falls Sie Psychologie oder eine verwandte Fachrichtung studieren, freuen wir uns über Ihre Bewerbung. 

Nähere Informationen erhalten Sie hier (Menüpunkt: „Forschungspraktika“).

So nehmen Sie an unserer Studie teil

Sprechen Sie bitte auf unseren Anrufbeantworter mit der Rufnummer 0621 1703-6332 oder kontaktieren Sie uns per E-Mail.

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Passende Studie finden

Die Kriterien der Studie treffen nicht auf Sie zu? Nutzen Sie unseren Studienfinder und wählen Sie nach unterschiedlichen Merkmalen selbst aus!



Zentralinstitut für Seelische Gesundheit (ZI) - https://www.zi-mannheim.de