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Jellinek-Forschungspreis für Prof. Dr. Karl Mann

Senior-Professor Karl Mann ist mit dem international hoch renommierten Jellinek-Forschungspreis für seine außergewöhnlichen Verdienste um die Erforschung von Alkoholabhängigkeit ausgezeichnet worden.

Prof. Dr. Karl Mann hat den Jellinek-Forschungspreis erhalten.

Prof. Dr. Karl Mann erhält den Preis nicht nur für seine wissenschaftlichen Erfolge, sondern auch für sein Engagement im Aufbau nationaler und internationaler Netzwerke für Suchtforschung in Deutschland und Europa. Foto: © ZI

Prof. Dr. Karl F. Mann, ehemaliger Ärztlicher Direktor der Klinik für Abhängiges Verhalten und Suchtmedizin am Zentralinstitut für Seelische Gesundheit (ZI) in Mannheim, ist mit dem Jellinek-Forschungspreis 2020 ausgezeichnet worden. Der Jellinek-Award  wird jährlich für außergewöhnliche Verdienste in der Erforschung der Alkoholabhängigkeit verliehen. Seit 1965 erinnert diese Auszeichnung an Dr. Elvin Morton Jellinek (1890 bis 1963) und dessen herausragende Leistungen sowie dessen Rolle als Wegbereiter in der alkoholbezogenen Forschung. Ausgezeichnet werden nur lebende Forscher, die in einem jährlich bestimmten Spezialgebiet herausragende Leistungen im Bereich der Wissenschaft oder der Förderung der alkoholbezogenen Forschung erbracht haben. Prof. Dr. Karl Mann ist nach Prof. Dr. Werner K. Leibach (Bonn), der den Preis 1977 erhielt, erst der zweite deutsche Forscher, der diesen international hoch renommierten Preis im Bereich „Biologische und medizinische Forschung“ verliehen bekommt. 

Mehr als 500 Fachartikel und 20 Bücher publiziert

Prof. Karl Mann forscht seit vielen Jahren am Zentralinstitut für Seelische Gesundheit (ZI) in Mannheim. Er war von 1999 bis 2014  Inhaber des ersten Lehrstuhls für Suchtforschung in Deutschland und hat seit 2016 eine Senior-Professur an der Universität Heidelberg inne. Seine Forschung deckt im Bereich der alkoholbezogenen Störungen sowohl die Untersuchung von Suchtentwicklungen mit den Schwerpunkten Genetik und funktionelle Kernspintomographie, aber auch die Psychopharmakotherapie der Alkoholabhängigkeit ab. Karl Mann hat insgesamt mehr als 500 Fachartikel (peer reviewed) und 20 Bücher publiziert. Er gehörte in den Jahren 2005 bis 2009 zu den drei produktivsten Alkoholismusforschern der Welt. 

Für die Vernetzung der Forschung engagiert

Prof. Karl Mann hat insbesondere einen wesentlichen Beitrag dazu geleistet, die Suchtforschung in Deutschland zu etablieren. Die Forschungsförderung durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung und auch die Entwicklung von zahlreichen Forschungseinrichtungen im Bereich der Abhängigkeitserkrankungen sind wesentlich auf sein Engagement zurückzuführen. Nicht nur innerhalb Deutschlands, sondern auch auf europäischer und internationaler Ebene engagierte sich Karl Mann für die Vernetzung deutscher Forschung: Er gründete die European Federation of Addiction Societies (EUFAS) und war Präsident der International Society for Biomedical Research in Alcoholism (ISBRA). Prof. Karl Mann erhält den Preis nicht nur für seine wissenschaftlichen Erfolge, sondern auch für sein herausragendes Engagement im Aufbau nationaler und internationaler Netzwerke für Suchtforschung in Deutschland und Europa. Aufgrund der Covid-19-Pandemie wird die Preisverleihung erst in 2021 stattfinden. 
Große Teile des Textes sind übernommen und in ähnlicher Fassung in der Fachzeitschrift SUCHT, Heft 3/2020 erschienen.



Zentralinstitut für Seelische Gesundheit (ZI) - https://www.zi-mannheim.de