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Informationen: Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie des Kindes und Jugendalters

Überblick über die Forschungs-Projekte der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie des Kindes- und Jugendalters

Allgemein:

Die Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie des Kindes und Jugendalters führt aktuell mehrere klinische Studien durch, um psychische Erkrankungen im Kindes- und Jugendalter besser und umfassender zu verstehen, neue und innovative Therapiemethoden zu entwickeln und deren Wirksamkeit zu überprüfen. Die Studien-Teilnehmenden erhalten im Rahmen vieler unserer Studien nicht-medikamentöse und/oder medikamentöse Behandlungen, die dem aktuellen Stand der Forschung entsprechen.

Die nicht-medikamentösen Behandlungsangebote reichen dabei je nach Studie von klassischer Verhaltenstherapie über Elterntrainings bis hin zu neuesten Biofeedback-Verfahren.

Bei Interesse an einer Studienteilnahme bieten wir Ihnen unverbindlich eine zeitnahe Beratung und ein ausführliches Aufklärungsgespräch.

Im Rahmen aller Studien wird zu Beginn eine studienangepasste Diagnostik und ggf. eine körperliche Untersuchung durchgeführt.

Wir bieten eine engmaschige und intensive Betreuung des Studien-Teilnehmenden.

Störungen des Sozialverhaltens

Kinder und Jugendliche, bei denen Störungen des Sozialverhaltens diagnostiziert wurden, fallen durch ihr aggressives, aufsässiges und regelbrechendes Verhalten auf. Bei einem Teil dieser Kinder und Jugendlichen wird darüber hinaus ein vermindertes Einfühlungsvermögen bis hin zu einer Gefühlskälte beobachtet. Aktuell werden zwei Studien zum besseren Verständnis und zur Behandlung aggressiver Verhaltensweisen angeboten:

EU-AGGRESSOTYPE/MATRICS-Studien: Studien für die Behandlung von Kindern und Jugendlichen (zwischen 8 und 18 Jahren) mit aggressiven Verhaltensweisen mit Hilfe von innovativen Neuro-/Biofeedbacktrainings oder Elementen der kognitiven Verhaltenstherapie

Ansprechpartner EU-AGGRESSOTYPE/MATRICS:
Pascal Aggensteiner
E-Mail: pascal.aggensteiner(at)zi-mannheim.de
Studientelefon: 0621 1703-4936

ADHS

Die Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) tritt häufig bei Kindern und Jugendlichen auf und kann bis ins Erwachsenenalter anhalten. Sie äußert sich in Unaufmerksamkeit, Ungeduld und Zappeligkeit, was bei den Betroffenen zu Schwierigkeiten in den verschiedensten Lebensbereichen, wie Familie, Kindergarten, Schule oder Beruf führen kann.

Aktuell werden zwei Studien zur Behandlung der ADHS angeboten:

ESCAlife: (Evidence-based, Stepped Care of ADHS across the lifespan): Studie zur Untersuchung eines individualisierten, gestuften Behandlungsprogramms für Kinder und Jugendliche mit ADHS. Die Behandlung richtet sich nach der Art und Schwere der Probleme und danach, wie gut jemand auf eine Behandlung anspricht. Behandlungselemente können sein: Telefonassistierte Selbsthilfe (TASH) für Eltern und ErzieherInnen bzw. LehrerInnen des Kindes, Verhaltenstherapie, Neurofeedback, Medikation.

Die Studie gliedert sich je nach Alter des in verschiedene Unterstudien:

ESCApreschool: 3-6 Jahre

ESCAschool: 6-11 Jahre

ESCAadol: 12-17 Jahre

Ansprechpartner ESCAlife:
Matthias Winkler

E-Mail: esca.kjp(at)zi-mannheim.de
Studientelefon: 0621 1703-4911

Gesunde Kontrollgruppe ESCAschool

ZI-Forscher wollen in einer wissenschaftlichen Studie herausfinden, was gesunde Kinder von ADHS-Patienten unterscheidet. Dazu werden gesunde Kinder im Alter von sechs bis elf Jahren gesucht.

. Hauptziel der Teil-Studie „ESCAschool – Gesunde Kontrollgruppe“ ist es nun, Unterschiede zwischen ADHS-Patienten und gesunden Kindern in Bezug auf neurophysiologische Prozesse, motorische Aktivität und Schlafverhalten zu untersuchen.

Wer kann an der Studie „ESCAschool-Gesunde Kontrollgruppe“ teilnehmen?

Für die Teilnahme sollte ihr Kind:

  • zwischen sechs und elf Jahre alt sein
  • psychisch gesund sein, keine Konzentrationsprobleme aufweisen, nicht hyperaktiv und/oder impulsiv sein
  • die Schule besuchen

Als Eltern sollten Sie motiviert sein, ihr Kind bei der Studienteilnahme zu begleiten. Sie sollten gut Deutsch sprechen, um Fragebögen zu verstehen und selbstständig beantworten zu können. Melden Sie sich gerne bei uns und wir vereinbaren einen Termin.

Ansprechpartner ESCAschool – Gesunde Kontrollgruppe:
Anna Kaiser, Karina Abenova, Brigitta Gehrig
E-Mail: esca.kjp.kontrollen(at)zi-mannheim.de
Studientelefon: 0621 1703-4939 oder 0621 1703-4911

Flyer zur Studie

 

Autismus-Spektrum-Störung

Kinder und Jugendliche mit einer Autismus-Spektrum-Störung zeichnen sich durch Auffälligkeiten in der gegenseitigen Interaktion und der Kommunikation, sowie begrenzte, repetitive und stereotype Verhaltensmuster/Interessen/Aktivitäten aus. Sie haben Schwierigkeiten in der Verarbeitung von sozialen Informationen und Gefühlen, die sich u. a. in Defiziten der Perspektivenübernahme und der Empathie widerspiegeln. Dies führt häufig dazu, dass Kinder und Jugendliche mit einer Autismus-Spektrum-Störung nicht gut in die Gruppe Gleichaltriger integriert sind.

 

Aktuell bieten wir eine Therapiestudie zur Behandlung der oben genannten sozialen Defizite bei Autismus-Spektrum-Störungen an:

 

ASD-Netz: Diese Therapiestudie überprüft den Effekt eines Sozialen Kompetenztrainings in Kombination mit Oxytocin. Wir möchten überprüfen, ob Kinder und Jugendliche mit einer Autismus-Spektrum-Störung mehr von einem sozialen Kompetenztraining profitieren, wenn sie zusätzlich vor den Trainingsstunden Oxytocin per Nasenspray erhalten.

Die Gruppentherapie richtet sich an männliche Kinder und Jugendliche im Alter von 8 bis 18 Jahren mit einer Autismus-Spektrum-Störung ohne eine begleitende geistige Behinderung. Die Einnahme von Medikamenten ist kein Ausschlusskriterium, jedoch solle die Medikation während der Studienteilnahme nicht verändert werden.

 

Ansprechpartnerin ASD-Netz:
Dr. Tanja Schad-Hansjosten
E-Mail: tanja.schad(at)zi-mannheim.de
Studientelefon: 0621 1703-4808

Autismus-Spektrum-Störung neue Arzneimittelstudie

Die Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie des Kindes- und Jugendalters am ZI bietet derzeit betroffenen Kindern und Jugendlichen im Alter von 2-17 Jahren die Möglichkeit, an einer Arzneimittelstudie zur Behandlung von Autismus teilzunehmen. Die Studie untersucht die Wirksamkeit und Sicherheit eines Studienmedikamentes bei der Behandlung von Kindern und Jugendlichen, die an einer Autismus-Spektrum-Störung leiden, im Vergleich zu einer Behandlung mit Placebo. Das Medikament ist als Diuretikum bei Erwachsenen mit verschiedensten Krankheitsbildern zugelassen und wurde bisher bei über 90 Kindern und Jugendlichen mit einer Autismus-Spektrum-Störung in verschiedenen Dosierungen im Rahmen des klinischen Entwicklungsprogramms angewendet. Die Teilnahme dauert ca. 30 Wochen und beinhaltet ungefähr 12 Besuche beim Studienarzt. Danach besteht die Möglichkeit einer anschließenden Weiterbehandlung ausschließlich mit dem Studienmedikament, die einen Zeitraum von ca. 26 Wochen mit ungefähr 10 Besuchen beim Studienarzt umfasst.

Flyer zur Studie

Ansprechpartnerin Autismus Arzneimittelstudie
Ruth Berg
E-Mail: ruth.berg(at)zi-mannheim.de
Studientelefon: 0621 1703-4541 

Wir suchen Kontrollprobanden

Gesunde Kinder und Jugendliche für Bildgebungsstudien

Für eine Reihe von Forschungsprojekten suchen wir in regelmäßigen Zeitabständen gesunde Kinder und Jugendliche als Vergleichsgruppe. Denn nur durch den Vergleich mit gesunden Kindern und Jugendlichen können wir wichtige Informationen über die biologischen Grundlagen verschiedener psychischer Erkrankungen wie z.B. ADHS, Autismus, Zwangserkrankungen oder aggressivem Verhalten gewinnen. Durch eine Teilnahme an diesen Studien bekommt man die Möglichkeit, ein Bild des eigenen Gehirns anschauen zu können. Für den durch die Studienteilnahme entstandenen Aufwand zahlen wir eine Aufwandsentschädigung.

Teilnehmen können Kinder und Jugendliche zwischen 6 und 18 Jahren, die an keiner psychischen Erkrankung und keiner schweren körperlichen Erkrankung leiden.

Ansprechpartner für Studieninteressierte:
Pascal Aggensteiner
E-Mail: pascal.aggensteiner(at)zi-mannheim.de
Studientelefon: 0621 1703-4936

Kurzinformationen zu den Behandlungsmöglichkeiten

Was ist Biofeedback? Biofeedback wird ein Verfahren genannt bei dem die Körpersignale einer Person aufgezeichnet und in Echtzeit sichtbar gemacht, also zurückgemeldet werden (Englisch: feedback). Durch diese ständige Rückmeldung können Menschen die Kontrolle über ihre Körpersignale erlernen. Hierfür können eine Vielzahl von Signalen verwendet werden, wie beispielsweise Informationen darüber wie stark bestimmte Muskeln (z.B. die Schultermuskulatur) angespannt sind, wie aufgeregt oder ruhig die Person gerade ist (Hautwiderstandsmessung) oder wie schnell oder langsam ihr Herz gerade schlägt (EKG).

Was ist Neurofeedback? Auch Signale aus dem Gehirn können für das Biofeedback verwendet werden. Dies nennt man dann Neurofeedback, da die zurückgemeldeten Signale mit den Neuronen des Gehirns in Verbindung stehen. Die Signale des Gehirns können dabei mit verschiedenen Methoden gemessen werden.

Was ist das Ziel von Biofeedback/Neurofeedback? Biofeedback/Neurofeedback wird da eingesetzt, wo Körpersignale eine schädliche Wirkung haben oder bestimmte Erkrankungen mit einer Veränderung der Körpersignale in Verbindung gebracht werden. So kann das Neurofeedback beispielsweise bei psychischen Erkrankungen wie der Aufmerksamkeitsdefizit/ Hyperaktivitätsstörung (ADHS) eingesetzt werden, damit Patienten lernen, ihr Gehirn in einen wachen, aufmerksamen Zustand zu bringen. Bei Personen, die unter aggressiven Ausbrüchen leiden, kann ein Biofeedback des Erregungszustands (Hautwiderstandsmessung) oder ein Neurofeedback bestimmter Regionen des Gehirns helfen, diese Symptome zu mildern.

Was ist (kognitive) Verhaltenstherapie? Im Rahmen einer klassischen Verhaltenstherapie werden problematische Verhaltensweisen thematisiert und gezielt bearbeitet. Auf diese Weise soll das Verhalten, das im Alltag zu Konfliktsituationen führt, positiv beeinflusst werden. Bei einer kognitiven Verhaltenstherapie werden zusätzlich unangemessene oder schädliche Wahrnehmungen, Bewertungen und Gedanken, die mit problematischem Verhalten in Zusammenhang stehen, im therapeutischen Gespräch bearbeitet.

Studienkoordination AGGRESSOTYPE/MATRICS

Pascal Aggensteiner
E-Mail: pascal.aggensteiner(at)zi-mannheim.de
Studientelefon: 0621 1703-4936

Studienkoordination ESCAlife

Matthias Winkler
E-Mail: esca.kjp(at)zi-mannheim.de
Studientelefon: 0621-1703 4911

Studienkoordination ESCAschool-Gesunde Kontrollgruppe

Anna Kaiser, Karina Abenova, Brigitta Gehrig
E-Mail: esca.kjp.kontrollen(at)zi-mannheim.de
Studientelefon: 0621 1703-4939 oder 0621 1703-4911

Studienkoordination ASD-Netz

Dr. Tanja Schad-Hansjosten
E-Mail: tanja.schad(at)zi-mannheim.de
Studientelefon: 0621 1703-4808

Studienkoordination Autismus-Arzneimittel-Studie

Ruth Berg
E-Mail: ruth.berg(at)zi-mannheim.de
Studientelefon: 0621 1703-4541

Studienkoordination ADOPT

Matthias Winkler
E-Mail: adopt(at)zi-mannheim.de
Studientelefon: 0621-1703 4911

Ansprechpartner gesunde Kontrollprobanden

Pascal Aggensteiner
E-Mail: pascal.aggensteiner(at)zi-mannheim.de
Studientelefon: 0621 1703-4936



Zentralinstitut für Seelische Gesundheit (ZI) - https://www.zi-mannheim.de