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AG Entwicklungsbiologie psychiatrischer Störungen

Leitung

Arbeitsgruppenleiter

Dr. Wolfgang Kelsch

Tel.: 0621 1703-6213

E-Mail

Laborgebäude, 2. OG, Raum 225 

Beschreibung

www.synapticwiring.com

Im Frühjahr 2012 wurde die Nachwuchsgruppe „Entwicklungsbiologie psychiatrischer Störungen“ von Dr. Kelsch, die durch das Emmy-Noether-Programm der Deutschen Forschungsgemeinsacht (DFG) gefördert wird, als neue Arbeitsgruppe an der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie am ZI angesiedelt. Ziel der AG ist die regulatorischen Mechanismen der Entwicklung von Verbindungen zwischen Nervenzellen über die Information übertragen werden besser zu verstehen. Die Entwicklung dieser Verbindungen ist nicht mit der Geburt abgeschlossen, sondern dauert bis ins frühe Erwachsenenalter an. Gerade bei psychiatrischen Erkrankungen wie Autismus und Schizophrenie gibt es wesentliche Hinweise, dass Veränderungen in der Entwicklung von Nervenzellverbindungen durch genetische und Umweltfaktoren eine zentrale Rolle spielen. Wir untersuchen eben diese genetischen Faktoren, die bereits in neuronalen Stammzellen wirken, sowie deren Interaktion mit Umwelteinflüssen bei der Bildung definierter Muster von Nervenzellverbindungen. Ausgehend von diesen grundlegenden Arbeiten haben wir begonnen, die funktionelle Entwicklung des dopaminergen Systems in der Adoleszenz zu untersuchen. Das dopaminerge System nimmt sowohl beim Belohnungslernen als auch als Angriffspunkt von Antipsychotika eine wichtige Rolle ein. Durch eine Kombination genetischer und funktioneller Methoden können einzelne Nervenzellpopulationen während der Reifung gezielt im Tiermodell untersucht werden. Diese Methoden werden schließlich in Zusammenarbeit mit der Arbeitsgruppe Translationale Bildgebung um Professor Sartorius, auch in der funktionellen Kernspintomographie am Tiermodell genutzt, um Erkenntnisse aus der humanen Bildgebung auf ihre zellulären Mechanismen zu untersuchen.