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Theresa Nickel

Banaschewski T. BMBF - Bundesministerium für Bildung und Forschung 01EE1408B: ESCAschool - Stufenweise Behandlung von ADHS bei Schulkindern im Alter von 6 bis 11 Jahren. 02/2015-01/2019.

Deutsche und europäische klinische Leitlinien (Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie [DGKJP] et al., 2007; National Institute for Health and Clinical Excellence, 2009; Taylor et al., 2004) empfehlen einen stufenweisen Behandlungsansatz mit individualisierten, adaptiven Behandlungsstrategien, der zwischen Patienten mit schweren Symptomen und zwischen Patienten mit milden bis moderaten Symptomen unterscheidet. Ein stufenweiser Ansatz mit individuellen adaptiven Behandlungsstrategien ist aktuell empirisch aber noch nicht überprüft worden, weshalb über Machbarkeit, Wirksamkeit und Effektivität dieses Ansatzes bisher nur wenig bekannt ist. ESCAschool zielt darauf ab, bei 6- bis 11-jährigen Patienten mit ADHS die Wirksamkeit eines individualisierten und sich schrittweise intensivierenden Behandlungsansatzes mit empirisch fundierten Interventionen (z. B. Verhaltenstherapie, Pharmakotherapie) im Eigen- und Fremdkontrollgruppendesign zu untersuchen. Darüber hinaus soll in der Studie die Machbarkeit der Implementierung dieses stufenweisen Ansatzes in der Routineversorgung überprüft werden. Entsprechend den Behandlungsleitlinien sollen für Kinder mit milder bis moderater bzw. schwerer ADHS verschiedene Behandlungsstrategien angewendet und untersucht werden. Die Ergebnisse sollen die Individualisierung von Behandlungsstrategien für Kinder mit ADHS verbessern, Behandlungsalgorithmen für pharmakologische und nicht-pharmakologische Therapien optimieren und die Evidenzbasierung nicht-pharmakologischer Therapieansätze stärken. Die Evaluation eines schrittweisen Ansatzes in der Routineversorgung ist für die klinische Praxis von besonderem Interesse. Darüber hinaus können die Ergebnisse dazu beitragen, die Kosteneffizienz der ADHS-Behandlung zu optimieren

BMBF - Bundesministerium für Bildung und Forschung 01EE148E: ESCA-life - Vorhersage des Behandlungserfolges aus der Gehirmstruktur und -funktion bei evidenzbasierter. stufenweiser Versorung bei ADHS. 02/2015-01/2019.

Im Forschungsverbund ESCA-Life (Evidence-based, Stepped Care of ADHD along the life-span) werden neue Diagnose- und Behandlungsmöglichkeiten bei Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörungen erforscht. Diese Erkrankung beginnt zumeist bereits im Kindes- und Jugendalter. Oftmals wird ADHS aber auch in das Erwachsenenalter übertragen. Zur Therapie von ADHS sind medikamentöse und nicht-medikamentöse Verfahren verfügbar. Der Erfolg dieser Therapien ist aber individuell sehr unterschiedlich. Die Forschungsprojekte des ESCA-Life Verbundes verfolgen daher das Ziel, den Behandlungserfolg individuell zu verbessern. Hierzu sollen abgestufte Therapiekonzepte erforscht werden. Diese sehen unterschiedliche Optionen vor, die individuell angepasst werden. Die Behandlung beginnt mit einem sehr niederschwelligen Ansatz, etwa einer angeleiteten Selbsthilfe. Je nach Ansprechen wird die weitere Therapie dann entsprechend angepasst. In insgesamt vier klinischen Studien sollen abgestufte Therapieansätze an unterschiedlichen Zielgruppen erforscht werden: Vorschulkinder, Kinder im Schulalter, Jugendliche und Erwachsene. Parallel zu der eigentlichen Therapie sollen Parameter bestimmt werden, anhand derer sich der Behandlungserfolg vorab abschätzen lässt. Basierend auf den Ergebnissen der Studien wird eine Implementierung entsprechender Maßnahmen im Gesundheitswesen angestrebt. Der Behandlungserfolg nicht-pharmakologischer Therapien bei ADHS ist sehr heterogen. Patientinnen und Patienten sprechen individuell entweder besser oder schlechter auf eine bestimmte Behandlung an. Diese Unterschiede werden zunehmend anhand individueller Veränderungen der Gehirnstruktur und der Gehirnfunktion der Betroffenen interpretiert. In diesem Projekt, das vom ZI Mannheim geleitet wird, sollen diese Veränderungen daher näher untersucht werden. Ziel des Vorhabens ist es, anhand bestimmter Parameter den Behandlungserfolg einer spezifischen Therapie vorab besser einschätzen zu können. Die Arbeiten konzentrieren sich dabei speziell auf die Vorhersage des Behandlungserfolges bei Verhaltenstherapie und bei Neurofeedback. Hierzu werden Patientinnen und Patienten untersucht, die an den entsprechenden Modulen in den klinischen Studien des ESCA-Life Verbundprojektes teilnehmen. Es werden Merkmale der Funktion, der Struktur und der Konnektivität des Gehirns analysiert. Dies geschieht durch Bildgebungstechniken wie Elektroenzephalographie (EEG), Magnetresonanztomografie (MRT) oder transkranieller Sonographie (TCS). Durch die Arbeiten im Vorhaben sollen zukünftige Behandlungen gezielter und effizienter auf die individuellen Bedürfnisse angepasst werden können.

Banaschewski T. 01EE108A: ESCApreschool - Evidenzbasierte, stufenweise Behandlung von ADHS bei Kindern im Vorschulalter von 3;0 bis 5;11 Jahren. 01/2015-12/2018.

Deutsche und europäische klinische Leitlinien (Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie [DGKJP] et al., 2007; National Institute for Health and Clinical Excellence, 2009; Taylor et al., 2004) empfehlen einen stufenweisen Behandlungsansatz mit individualisierten, adaptiven Behandlungsstrategien, der zwischen Patienten mit schweren Symptomen und zwischen Patienten mit milden bis moderaten Symptomen unterscheidet. Ein stufenweiser Ansatz mit individuellen adaptiven Behandlungsstrategien ist aktuell empirisch aber noch nicht überprüft worden, weshalb über Machbarkeit, Wirksamkeit und Effektivität dieses Ansatzes bisher nur wenig bekannt ist. ESCAschool zielt darauf ab, bei 6- bis 11-jährigen Patienten mit ADHS die Wirksamkeit eines individualisierten und sich schrittweise intensivierenden Behandlungsansatzes mit empirisch fundierten Interventionen (z. B. Verhaltenstherapie, Pharmakotherapie) im Eigen- und Fremdkontrollgruppendesign zu untersuchen. Darüber hinaus soll in der Studie die Machbarkeit der Implementierung dieses stufenweisen Ansatzes in der Routineversorgung überprüft werden. Entsprechend den Behandlungsleitlinien sollen für Kinder mit milder bis moderater bzw. schwerer ADHS verschiedene Behandlungsstrategien angewendet und untersucht werden. Die Ergebnisse sollen die Individualisierung von Behandlungsstrategien für Kinder mit ADHS verbessern, Behandlungsalgorithmen für pharmakologische und nicht-pharmakologische Therapien optimieren und die Evidenzbasierung nicht-pharmakologischer Therapieansätze stärken. Die Evaluation eines schrittweisen Ansatzes in der Routineversorgung ist für die klinische Praxis von besonderem Interesse. Darüber hinaus können die Ergebnisse dazu beitragen, die Kosteneffizienz der ADHS-Behandlung zu optimieren.


Zentralinstitut für Seelische Gesundheit (ZI) - https://www.zi-mannheim.de