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Projekte

Dr. Jens Treutlein

Rietschel M. DFG - Deutsche Forschungsgemeinschaft SFB 636: TP Z04: Molekulargenetisches Serviceprojekt für die Charakterisierung von Genotyp-Phänotyp Beziehungen. 01/2012-12/2015.

Das Arbeitsprogramm beinhaltet die folgenden Leistungen: 1. Biobank. Von allen Probanden der klinischen Teilprojekte werden Biomaterialien (EDTA Blut, Plasma, Serum, sowie Blut für die Extraktion von RNA) für genetische, epigenetische sowie zukünftig mögliche Transkriptom- und Proteomstudien gesammelt. 2. Kandidatengenstudien. Kandidatengenstudien werden mit Multiplexassays (Illumina BeadXPress Station) und TaqMan SNP Genotyping Assays durchgeführt. 3. Epigenetische Analysen. Der Methylierungsstatus ausgewählter Gene wird durch Pyrosequenzierung bestimmt (PyroMark 96 ID system, Qiagen, Hilden, Deutschland). 4. Analyse der Genotyp-Phänotypbeziehungen. Wir werden systematisch untersuchen, welche (neuro)psychiatrischen Phänotypen oder Phänotypencluster die stärksten Assoziationen mit genetischen Vulnerabilitätsfaktoren zeigen.

Treutlein J. DFG - Deutsche Forschungsgemeinschaft TR 920/2-1: Zusammenspiel genetischer und umweltbedingter Einflussfaktoren auf das Rauchverhalten. 10/2012-09/2013.

Rauchen gehört zu den größten vermeidbaren Gesundheitsrisiken weltweit und auch das Passivrauchen ist gesundheitsschädlich. Das Rauchverhalten (u. a. Rauchbeginn, Rauchmenge, Nikotinabhängigkeit, Nikotinabstinenz) wird von genetischen und umweltbedingten Faktoren beeinflusst. Seit 2007 wurden durch genomweiten Assoziationsuntersuchungen (GWAS) erstmals systematisch robust replizierbare genetische Varianten identifiziert, die mit dem Rauchverhalten assoziiert sind. In dem hier beantragten Projekt sollen diese und weitere in der Literatur berichtete Risikovarianten genotypisiert und die kombinierten Effekte dieser genetischen Risikovarianten und bekannter Risikofaktoren (u. a. Alter bei Rauchbeginn, psychische Erkrankungen, Familiengeschichte für psychische Erkrankungen, Ausbildungsstand, Geburtskohorte, Geschlecht) auf das Rauchverhalten in zwei bereits vorhandenen gut charakterisierten Kohorten aus der Normalbevölkerung (N=1143 und N=1199) untersucht werden. Das Ziel ist, Konstellationen von Risikofaktoren zu identifizieren, die das Risiko für Tabakkonsum und abhängiges Rauchverhalten besonders stark erhöhen. Hierdurch soll die Entwicklung von präventiven Maßnahmen für Gruppen von Individuen mit einem besonders hohen Risiko ermöglicht werden.


Zentralinstitut für Seelische Gesundheit (ZI) - https://www.zi-mannheim.de