Start Forschung An Studien teilnehmen Wie beeinflusst eine langfristige Einnahme von Antipsychotika das Dopamin-System im Gehirn?

Wie beeinflusst eine langfristige Einnahme von Antipsychotika das Dopamin-System im Gehirn?

Für unsere Studie suchen wir Menschen mit einer Schizophrenie. Teilnehmen können sowohl RaucherInnen als auch NichtraucherInnen.

PET-MRT-UntersuchungBei der PET-MRT-Untersuchung wird die Gehirnstruktur, die Gehirnaktivität in Ruhe und bei der Bearbeitung von verschiedenen Aufgaben erfasst. Foto: istockphoto.com / © TommL

Worum geht es in der Studie?

Die langfristige Behandlung mit Antipsychotika bereits nach der ersten Episode einer Schizophrenie stellt heute den Goldstandard in der Behandlung von Schizophrenien dar. Viele Studien haben gezeigt, dass die Wahrscheinlichkeit einen Rückfall zu erleiden deutlich ansteigt, wenn die Behandlung vorzeitig abgebrochen wird. Jedoch erreicht nur eine Minderheit der PatientInnen eine langfristige Besserung der Symptome. Zudem bleibt ihre Lebensqualität oft eingeschränkt durch zahlreiche Nebenwirkungen, die sich unter einer Therapie mit Antipsychotika entwickeln können.

Das höhere Rückfallrisiko nach Absetzen der Therapie, aber auch das Auftreten dauerhafter Nebenwirkungen wird mit der antipsychotischen Langzeitmedikation selbst in Verbindung gebracht. Der genaue Zusammenhang ist bisher jedoch noch nicht bekannt.

Wir möchten daher den Einfluss einer antipsychotischen Langzeitmedikation auf das Dopamin-System im Gehirn mithilfe modernster Forschungsmethoden, wie der PET-MRT (Positronen-Emissions-Tomographie/ Magnetresonanztomographie), untersuchen. Wir erarbeiten Faktoren, die Aufschluss darüber geben, ob es bei einem Patienten oder einer Patientin sinnvoll ist, eine Langzeittherapie mit antipsychotischen Medikamenten fortzuführen. Hierdurch soll die Studie zu einer besseren Behandlung von SchizophreniepatientInnen führen. Mit Ihrer Teilnahme tragen Sie einen wesentlichen Teil dazu bei.

Was wird bei der Studie gemacht? 

Telefon-Screening (etwa 20 Minuten) zur Vorstellung der Studie und Abklärung der Teilnahmekriterien

Zwei Termine mit insgesamt etwa acht Stunden Dauer bei positivem Telefon-Screening:

  • Voruntersuchung (bis zu drei Stunden) einschließlich Studienaufklärung und psychologischer Diagnostik mit Interviews und Fragebögen
  • PET-MRT-Untersuchung (ca. fünf Stunden, davon ca. drei Stunden im Tomographen)

Die Studie beinhaltet zwei Untersuchungstermine. Am ersten Termin (Dauer bis zu drei Stunden) werden Sie zunächst mündlich und schriftlich über die Studie informiert. Wenn Sie danach zur Teilnahme einwilligen, werden Sie zu Ihrer psychischen Gesundheit befragt. Wir führen neben einer körperlichen Untersuchung mit Elekrokardiogramm auch einen Drogen-Urintest, ggf. einen Schwangerschaftstest und eine Blutentnahme durch. Ihre weitere Teilnahme an dieser Studie wird von den Ergebnissen dieser Voruntersuchung abhängen.

Am zweiten Termin wird dann nach einem erneuten Drogen-Urin- und ggf. Schwangerschaftstest die PET-MRT-Untersuchung stattfinden, die ca. drei Stunden dauert. Inklusive Vorbereitung müssen Sie hier insgesamt bis zu fünf Stunden einplanen. Bei der PET-MRT-Untersuchung wird Ihre Gehirnstruktur, Ihre Gehirnaktivität in Ruhe und bei der Bearbeitung von verschiedenen Aufgaben erfasst. Zum Ende der Messung wird Ihnen einmalig das Medikament Apomorphin mit einer dünnen Kanüle unter die Haut am Bauch gespritzt.

Das Medikament wird vorwiegend in der Behandlung von ParkinsonpatientInnen eingesetzt und ist für Sie unbedenklich. In der Studie ist das Medikament wichtig, um die Funktion des Dopamin-Systems zu testen. Das PET-MRT-System als bildgebendes Verfahren ist eine Kombination aus Magnetresonanztomographie (MRT) und Positronen-Emissions-Tomographie (PET). Beide etablierten Untersuchungsmethoden werden mit Hilfe neuer Messtechnik gleichzeitig durchgeführt, sodass nur eine Untersuchung notwendig ist. Während der Studie werden keine Kontrastmittel gegeben. 

Wer kann teilnehmen?

TeilnehmerInnen mit einer Schizophrenie (Raucher und Nichtraucher).

Generelle Einschlusskriterien:

  • zwischen 18 und 65 Jahre alt
  • keine schwerwiegenden körperlichen Erkrankungen
  • Teilnahme an PET-MRT-Untersuchung möglich (d.h. keine Teilnahme möglich bei Metallimplantaten, Platzangst)

Wie wird der Aufwand entschädigt?

Für die vollständige Teilnahme an der Voruntersuchung, sowie der PET-MRT-Untersuchung bekommen Sie eine Aufwandsentschädigung von 100 Euro.

Was geschieht mit den erfassten Daten?

Alle Angaben und Messwerte der StudienteilnehmerInnen werden streng vertraulich behandelt. Die Studie unterliegt den geltenden Datenschutzbestimmungen sowie der ärztlichen Schweigepflicht.

Wie können Sie teilnehmen?

Unverbindliche Informationen erhalten Sie durch unsere MitarbeiterInnen der Abteilung für molekulares Neuroimaging per Telefon oder E-Mail. Anrufbeantworter: 0621 1703-3956 E-Mail: probanden.mni(at)zi-mannheim.de Bitte hinterlassen Sie Ihren Namen und Ihre Telefonnummer sowie bevorzugte Zeiträume für den Rückruf. Wir rufen Sie gerne zurück.

Wie können Sie teilnehmen?

Unverbindliche Informationen erhalten Sie durch unsere MitarbeiterInnen der Abteilung für molekulares Neuroimaging per Telefon oder E-Mail. Anrufbeantworter: 0621 1703-3956 E-Mail: probanden.mni(at)zi-mannheim.de 

Bitte hinterlassen Sie Ihren Namen und Ihre Telefonnummer sowie bevorzugte Zeiträume für den Rückruf. Wir rufen Sie gerne zurück.

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