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ZI-Personalia

Mitbegründer und langjähriger Förderer des ZI verstorben

Hans Martini ist im Alter von 93 Jahren gestorben. Als Sozialbürgermeister der Stadt Mannheim war er maßgeblich an der Gründung der Stiftung Zentralinstitut für Seelische Gesundheit beteiligt.

Bei einem Festakt im Jahr 2008 wurde Dr. Dr. h.c. Hans Martini die nach ihm benannten Medaille an der Medizinische Fakultät Mannheim der Universität Heidelberg verliehen.

Bei einem Festakt im Jahr 2008 wurde Dr. Dr. h.c. Hans Martini die nach ihm benannte Medaille an der Medizinische Fakultät Mannheim der Universität Heidelberg verliehen. Foto: FGV-Medienzentrum, Med. Fakultät MA

Am vergangenen Samstag, 19. Juni, verstarb der Mitbegründer des ZI Dr. Dr. h.c. Hans Martini im Alter von 93 Jahren. Als Sozialbürgermeister der Stadt Mannheim war er maßgeblich an der Gründung der Stiftung Zentralinstitut für Seelische Gesundheit beteiligt und dem Institut bis ins hohe Alter eng verbunden.

Martini wurde am 24. Juli 1927 in Ludwigshafen geboren und verbrachte Kindheit und Jugend in Mannheim. Ab 1947 studierte er Rechtswissenschaften und wurde in Heidelberg promoviert. Anschließend war in Mannheim als Rechtsanwalt tätig und wurde für die CDU in den Mannheimer Gemeinderat gewählt. 

Langjähriger Bürgermeister für Gesundheit 

Ab 1961 war er – als damals jüngster Mannheimer Bürgermeister – zwei Jahrzehnte lang für das Sozial- und Gesundheitswesen der Stadt zuständig. Bereits zu Beginn seiner Amtszeit unterstützte er die Pläne für die Gründung einer Mannheimer Medizinischen Fakultät der Universität Heidelberg in Kooperation mit den damaligen Mannheimer Städtischen Krankenanstalten und gestaltete so die heutige Universitätsmedizin Mannheim mit.

Er holte das ZI nach Mannheim

In den 1960er Jahren lernte er Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Heinz Häfner kennen und setzte gemeinsam mit ihm dessen Pläne für das damals als „Modellinstitut für Sozial-Psychiatrie“ bezeichnete Zentralinstitut um. Früh erkannte Martini das Potenzial einer gemeindenahen sozialpsychiatrischen Einrichtung und begründete mit der Ansiedlung des Instituts in den Quadraten die enge Verbundenheit zwischen der Stadt Mannheim und dem ZI. Mit seinem langjährigen Engagement, zuerst als Stiftungsbeauftragter (von 1975 bis 1978) und langjähriger Vorsitzender des ZI-Fördervereins (bis Ende 2012), prägte er die Entwicklung des Zentralinstituts auch in der Folge nachhaltig. Bis zu seinem 90. Geburtstag war Martini Mitglied im Aufsichtsrat des ZI, zuletzt in beratender Funktion, und blieb dem Institut auch darüber hinaus eng verbunden. Besonders am Herzen lag ihm dabei die Klinikschule im ZI.

Vielfach geehrt

Für sein Engagement wurde Martini mehrfach geehrt. 1979 wurde er zum Ehrensenator der Universität Heidelberg ernannt. Im Jahr 2000 verlieh ihm die Stadt Mannheim den Ehrenring. Er war zudem Träger der ihm gewidmeten Dr. Hans Martini-Medaille, die seit 2008 an Persönlichkeiten verliehen wird, die sich um die Medizinische Fakultät Mannheim verdient gemacht haben. Im Jahr 2012 erhielt er die Ehrendoktorwürde der Medizinischen Fakultät Mannheim, womit zugleich sein anhaltendes, unermüdliches Engagement für das ZI gewürdigt wurde. 2016 wurde er zum Ehrenmitglied des von ihm mitgegründeten ZI-Fördervereins ernannt.

Wir verlieren einen herausragenden Menschen

Wir werden sein nachhaltiges Wirken für das ZI in dankbarer Erinnerung behalten. Mit Dr. Hans Martini verlieren wir einen Förderer, der das ZI seit der Gründung in seiner Entwicklung wesentlich unterstützt und mitgeprägt hat. Und wir verlieren einen herausragenden Menschen, der sich bis ins hohe Alter mit seinem umfassenden Wissen und viel Herzblut für das ZI, die Medizinische Fakultät Mannheim und die Gesundheit der Mannheimer Bürgerinnen und Bürger engagiert hat. Auf Wunsch von Dr. Hans Martini findet keine Trauerfeier statt. 



Zentralinstitut für Seelische Gesundheit (ZI) - https://www.zi-mannheim.de