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Pressemitteilung vom 11.04.2017

Wissenschaftlerin erhält Nachwuchspreis

Dr. Nathalie Holz, wissenschaftliche Mitarbeiterin und Co-Leiterin der Arbeitsgruppe Neuropsychologie des Kindes- und Jugendalters der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie des Kindes- und Jugendalters am ZI, wurde neben einem weiteren Preisträger mit dem Hermann-Emminghaus-Preis ausgezeichnet. Der mit insgesamt 10.000 Euro dotierte Preis wurde im Rahmen des XXXV. Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie (DGKJP) am 22. März 2017 in Ulm verliehen.

Die Psychologin und Neurowissenschaftlerin Dr. Nathalie Holz ist eine der zwei Preisträger des Hermann-Emminghaus-Preises. Prämiert wurde sie für ihre wissenschaftliche Arbeit zum Thema „Neuronale Narben der Umwelt und externalisierendes Verhalten über die Lebensspanne“. In vier unterschiedlichen Forschungsarbeiten hat sie untersucht, ob Menschen, die unter schwierigen Verhältnissen, wie beispielsweise Armut aufgewachsen sind, später eine veränderte Struktur und Funktion ihres Gehirns und vermehrt aggressives Verhalten aufweisen. Ihre Forschungsergebnisse beleuchten somit die neuronalen Narben, die durch frühe Umweltwidrigkeiten auf der Struktur und Funktion des Gehirns zurückbleiben. Gleichzeitig weist ihre Forschung auf, dass diesen Veränderungen möglicherweise durch positives Erziehungsverhalten entgegengewirkt werden kann. „Frau Holz hat gezeigt, wie die Lebensbedingungen sich auf die Hirnentwicklung auswirken“, sagte Professor Martin Schmidt, Ehrenvorsitzender der DGKJP und Kurator des Emminghaus-Preises und früherer Ärztlicher Direktor der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie des Kindes- und Jugendalters am ZI, und hob hervor, dass dieser Forschungsansatz zur Grundlage für vorbeugende Therapien werden könne.

Der Hermann-Emminghaus-Preis besteht aus einem Preisgeld von 10.000 Euro sowie der Hermann-Emminghaus-Medaille und wird alle zwei Jahre verliehen. Neben Dr. Holz wurde ebenfalls der Kinder- und Jugendpsychiater Prof. Dr. Paul Plener vom Universitätsklinikum Ulm ausgezeichnet. Mit dem Preis will die DGKJP den Nachwuchs für die Wissenschaft begeistern, um so die Voraussetzung für eine qualitativ gute und innovative Versorgung zu erhalten.

Nathalie Holz studierte Psychologie und Neurowissenschaft an den Universitäten Basel und Luxemburg. Danach promovierte sie mit summa cum laude an der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie des Kindes- und Jugendalters am ZI. Seit 2015 ist sie dort Postdoktorandin und seit 2016 Co-Leiterin der Arbeitsgruppe Neuropsychologie des Kindes- und Jugendalters. Ihre Forschungsschwerpunkte sind unter anderem Umwelt Bildgebung, Störung des Sozialverhaltens, Aufmerksamkeitsdefizit-/ Hyperaktivitätsstörung (ADHS) und social neuroscience.



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