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09.03.2018

ZI-Forscher an internationaler Wissenschaftsinitiative beteiligt

(c) cassis / fotolia.com

Hochrangige Wissenschaftler haben die Wissenschaftsinitiative The Science Bridge gegründet, um sich in interkulturellen Forschungskooperationen zu engagieren, wissenschaftlichen Fortschritt zu beschleunigen und die Behandlung von Krankheiten zu verbessern. Zugleich sollen die Beziehungen zwischen unterschiedlichen Kulturen vertieft werden.

29 Nobelpreisträger vertreten

Die sogenannte Science Bridge (Wissenschaftsbrücke) hat bisher Unterstützung von über 200 angesehenen Forscherinnen und Forschern aus der ganzen Welt erhalten, darunter 29 Nobelpreisträger und mehrere Wissenschaftler des Zentralinstituts für Seelische Gesundheit (ZI) in Mannheim. „Wissenschaftler können die Welt vereinen, indem sie die kreative Kraft der Kulturen und internationale Kooperationen nutzen“, unterstreichen Professor Rainer Spanagel, Wissenschaftlicher Direktor des Instituts für Psychopharmakologie des ZI, und der Gründer von The Science Bridge, Professor Mazahir T. Hasan vom Baskischen Zentrum für Neurowissenschaften Achucarro in Leioa, Spanien.

Fokus auf westlichen und nahöstlichen Ländern

Das aktuelle Projekt konzentriert sich auf die Zusammenarbeit von westlichen Ländern und denen des Nahen Ostens. Für den wissenschaftlichen Brückenbau hat die Initiative einen Zwei-Schritte-Plan aufgestellt. Im ersten Schritt wird The Science Bridge wissenschaftliche Konferenzen, Forschungsaustauschprogramme und gemeinsame Stipendien organisieren, um Kooperationen in den Biowissenschaften zu fördern. Vor allem die Hirnforschung mit dem Fokus auf medizinische Behandlung und Heilmethoden steht im Mittelpunkt. Im zweiten Schritt hat die Initiative das Ziel, sogenannte Zwillingsinstitute zu schaffen – Forschungsinstitute in einem westlichen und einem nahöstlichen Land, die sich ergänzen. Beide Einrichtungen sollen so aufgebaut sein, dass sie einen offenen Dialog und den Ideenaustausch fördern.

Öffentlichkeit wird einbezogen

The Science Bridge plant, die Öffentlichkeit ständig miteinzubeziehen, das heißt die Forschungsergebnisse zu kommunizieren und zu besprechen. Somit hat die Gesellschaft direkten Zugang zu neuen Forschungserkenntnissen und kann miterleben, wie unterschiedliche Kulturen Seite an Seite in der Wissenschaft zusammenarbeiten.

Mehr Informationen zur Initiative unter www.thesciencebridge.org