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14.12.2016

Pressemitteilung vom 13.12.2016

Die Klinische Forschergruppe 256 (KFO 256) „Mechanismen der gestörten Emotionsverarbeitung bei der Borderline Persönlichkeitsstörung“ beschäftigt sich mit der gestörten Emotionsregulation bei der Borderline Störung. In einer neuen Studie wird das Neurofeedback mit der funktionellen Magnetresonanz-tomographie (fMRT) kombiniert, um die Selbstregulation und die Gefühlsverarbeitung zu verbessern. Dank dieser innovativen Methode kann die Hirnaktivierung gemessen und die Ergebnisse in Echtzeit dem Patienten zurückgemeldet werden.

Im Fokus der Studien der KFO steht die Emotionsregulation bei Menschen mit und ohne Borderline-Persönlichkeitsstörung. In den vergangenen Jahren ist die Entwicklung von Therapieansätzen, wie zum Beispiel die Dialektisch Behaviorale Therapie, dank zahlreicher wissenschaftlicher Studien weit fortgeschritten. Weitgehend unklar bleibt jedoch, welche Bereiche trotz erfolgreicher Therapie weiterhin beeinträchtigt sind.

 

Im Neurofeedback Projekt unter Leitung von Professor Christian Schmahl (Ärztlicher Direktor der Klinik für Psychosomatik und Psychotherapeutische Medizin) und Professor Gabriele Ende (Abteilung Neuroimaging) wird eine neue Methode zur Selbstregulation der Gehirnaktivität mittels Kernspintomographie getestet. Mit dieser Technik – auch „Neurofeedback“ genannt – erhalten Patienten in Echtzeit Rückmeldung über die Aktivierung emotionsverarbeitender Hirnregionen und lernen so, diese gezielt zu steuern. Bisherige Ergebnisse zeigen, dass Neurofeedback die Herabregulation emotionsverarbeitender Hirnregionen verbessern kann. Im aktuellen Projekt soll ein optimiertes Neurofeedback-Training als therapeutische Intervention in einer umfangreichen Studie mit Patienten mit einer Borderline-Persönlichkeitsstörung getestet werden. Ziel ist es, herauszufinden, ob das Neurofeedback-Training eine Verbesserung der Emotionsregulation bewirkt und sich dies durch Fragebögen sowie auch im Kernspintomographen messen lässt.

 

Gesucht werden interessierte weibliche Patientinnen zwischen 18 und 50 Jahren aus der Region. Die Studie umfasst drei Neurofeedback-Termine mit fMRT, eine Vor- und eine Nachuntersuchung sowie einen Follow-up Termin (fMRT und Labor). Die Termine finden im Abstand von einem bis zu mehreren Tagen am ZI statt. Für die erfolgte Teilnahme wird eine Aufwandsentschädigung gezahlt und die Fahrtkosten werden erstattet. 

Weitere Informationen sind unter www.kfo256.de/de/projekte/emotionale-reize-und-neurofeedback.html zu finden. Interessierte nehmen bitte Kontakt auf unter der Telefonnummer: 0621 1703-4464 oder per E-Mail (info.bps-studie(at)zi-mannheim.de).