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30.05.2018

ZI unterstützt Aktionstag gegen den Schmerz

Am bundesweiten „Aktionstag gegen den Schmerz“ am 5. Juni 2018 macht die Deutsche Schmerzgesellschaft e. V. darauf aufmerksam, dass die Versorgung von Schmerzpatienten in Deutschland lückenhaft ist. Auch das Zentralinstitut für Seelische Gesundheit in Mannheim beteiligt sich an der Aktion und unterstützt die Aufklärung und Beratung betroffener Patientinnen und Patienten. Von 9 bis 18 Uhr beantworten Experten im Rahmen einer kostenlosen Telefon-Hotline (Tel. 0800 18 18 120) Fragen rund um das Thema Schmerzen.

 

Am bundesweiten „Aktionstag gegen den Schmerz“ am 5. Juni 2018 beteiligt sich auch das Institut für Neuropsychologie und Klinische Psychologie am Zentralinstitut für Seelische Gesundheit (ZI) in Mannheim. An diesem Tag machen die Deutsche Schmerzgesellschaft e. V. und ihre Partnerorganisationen auf die lückenhafte Versorgung von vielen Millionen Menschen aufmerksam, die an chronischen Schmerzen leiden. Bundesweit finden in über 300 Praxen und Kliniken, in Apotheken sowie Pflegeeinrichtungen Aktionen, Infotage und Vorträge statt. Von 9 bis 18 Uhr ist zudem eine kostenlose Telefon-Hotline unter der Nummer 0800 18 18 120 eingerichtet. Dort beantworten mehrere Dutzend Experten Patientenfragen rund um das Thema Schmerz.

 

Beratung und Aufklärung der Patienten

 

Etwa 23 Millionen Deutsche (28 Prozent) berichten über chronische Schmerzen. Bei sechs Millionen Deutschen sind die chronischen Schmerzen so deutlich ausgeprägt, dass sie sich im Alltag und im Berufsleben beeinträchtigt fühlen. Die Anzahl derer, die unter chronischen, nicht tumorbedingten Schmerzen und unter damit assoziierten psychischen Beeinträchtigungen leiden liegt in Deutschland bei 2,2 Millionen. Die Versorgung von Schmerzpatienten in Deutschland ist jedoch lückenhaft. Information, Beratung und Aufklärung der Patienten sind daher die Ziele des 7. Aktionstags gegen den Schmerz.

 

Studie zu Lernen und Stress bei Patienten mit Rückenschmerzen

„Zu einer guten und wirksamen Therapie gehört ein umfassendes Konzept, das neben Arzneimitteln auch nichtmedikamentöse Therapien berücksichtigt“, sagt Prof. Dr. Dr. h.c. Herta Flor. Beispielsweise untersuchen Forscher am Institut für Neuropsychologie und Klinische Psychologie am ZI in einer aktuellen Studie den Einfluss von Lernen und Stress bei Patienten mit Rückenschmerzen. „Mit unserer Beteiligung am Aktionstag möchten wir Patienten und Angehörige beraten und zugleich mit ihnen ins Gespräch kommen“, sagt Flor.

 

In ihrem Anliegen wird sie unterstützt von der Deutschen Schmerzgesellschaft e. V., der mit über 3500 Mitgliedern größten wissenschaftlichen Schmerzgesellschaft Europas. „Chronische Schmerzen beeinflussen massiv das Leben der Betroffenen. Zugleich entstehen durch Krankschreibungen und Frühverrentungen hohe Kosten für die Allgemeinheit. Das Thema Schmerz muss weit nach oben auf die Agenda der Gesundheitspolitik“, fordert Thomas Isenberg, Geschäftsführer der Deutschen Schmerzgesellschaft e. V.

 

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Über das ZI

 

Das Zentralinstitut für Seelische Gesundheit in Mannheim steht für international herausragende Forschung und wegweisende Behandlungskonzepte in Psychiatrie und Psychotherapie, Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Suchtmedizin.

Aktuell erweitert das ZI im Rahmen eines umfangreichen, mehrjährigen Erweiterungs- und Neubauprojekts seine Kapazitäten in Forschung und Krankenversorgung. Mehr Informationen unter www.zi-mannheim.de

 

Medienkontakt

 

Uli Ellwanger

Leiter Referat Kommunikation und Medien

Zentralinstitut für Seelische Gesundheit

J 5

68159 Mannheim

Tel. 0621 1703-1301

E-Mail uli.ellwanger(at)zi-Mannheim.de