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Personen mit Rückenschmerzen für Studie gesucht

Welchen Einfluss haben Lernen und Stress bei der Entwicklung chronischer Schmerzen? Wie kann man Risikofaktoren bei Rückenschmerzen frühzeitig erkennen? Zu diesem Thema sucht das ZI Freiwillige.

Personen mit Rückenschmerzen für Studie gesucht

Für eine wissenschaftliche Studie suchen wir Menschen, die zwischen 18 und 70 Jahre alt sind und die an Rückenschmerzen im unteren oder oberen Rücken leiden. Foto: Fotolia.com / © drubig-photo

Welchen Einfluss haben Lernen und Stress bei der Entwicklung chronischer Schmerzen? Wie kann man Risikofaktoren bei Rückenschmerzen frühzeitig erkennen? Um Antworten auf diese Fragen zu finden, führt das Zentralinstitut für Seelische Gesundheit (ZI) in Mannheim eine Studie durch. Dazu suchen wir Freiwillige, die an Rückenschmerzen leiden.

Wer kann mitmachen?

Wir suchen Menschen, die zwischen 18 und 70 Jahre alt sind und die an Rückenschmerzen im unteren oder oberen Rücken leiden. Die Schmerzen sollten weniger als sechs Monate andauern oder mehrfach mit kürzerer Dauer auftreten. Zudem sollten die Teilnehmer keine Metallteile im Körper sowie keine Platzangst haben und bereit sein, sich in einem Magnetresonanztomographen (MRT) untersuchen zu lassen. Bei Untersuchungen mit diesem Gerät befindet sich der Körper in einem Magnetfeld. Über ausgesendete Radiowellen können Teile des Gehirns auf einem Bildschirm sichtbar gemacht werden.

Was wird in der Studie untersucht?

Das ZI untersucht, welchen Einfluss Lernen und Stress bei der Entwicklung chronischer Schmerzen haben. Personen mit Rückenschmerzen werden innerhalb eines Jahres zweimal untersucht, um Aussagen über die Entwicklung chronischer Schmerzen treffen zu können. Mit den Erkenntnissen können neue Therapiemöglichkeiten entwickelt werden. Dieses Vorgehen erlaubt es, Risiko- und Schutzfaktoren für die Entwicklung chronischer Rückenschmerzen zu identifizieren. Dabei werden Veränderungen des Gehirns mittels Magnetresonanztomographie (MRT) untersucht. Außerdem wird der Einfluss weiterer gesundheitlicher Beschwerden und Belastungen auf die Entstehung chronischer Rückenschmerzen erforscht.

Wie wird der Aufwand entschädigt?

Für die Teilnahme an der Studie wird eine Aufwandsentschädigung von 100 bis 160 Euro gezahlt. Außerdem werden Sie nach Abschluss der Studie ausführlich über die Ergebnisse informiert und erfahren, wie Sie vorbeugen können.

Warum sollten Sie teilnehmen?

Jeder Mensch leidet einmal in seinem Leben unter Rückenschmerzen und ein hoher Prozentsatz entwickelt im Laufe seines Lebens chronische Rückenschmerzen. Dabei ist die Ursache für den Rückenschmerz oft nicht erkenntlich. Häufig geht der Schmerz mit einem hohen Leidensdruck einher. Personen mit chronischen Schmerzen beschreiben häufig einen Verlust der allgemeinen Lebensqualität. Bestehende Therapien und Medikationen bringen oft nur eine Linderung, aber keine Heilung. Es ist daher wichtig, frühzeitig auf den Rückenschmerz zu reagieren. Vor allem in den ersten Monaten werden Prozesse in Gang gesetzt, die bewirken können, dass der Schmerz dauerhaft besteht. Die neurowissenschaftliche Forschung hat gezeigt, dass intensive oder lang andauernde Schmerzzustände Spuren auf allen Ebenen des Zentralnervensystems hinterlassen. Bis heute ist allerdings noch nicht klar, welche Faktoren Veränderungen bedingen. Die Studie ist ein wichtiger Teil der Grundlagenforschung. Sie soll helfen, die Ursachen chronischer Rückenschmerzen besser zu verstehen, um diese behandeln und sinnvoll Prävention betreiben zu können.

Was geschieht mit den erfassten Daten?

Alle Angaben und Messwerte der Studienteilnehmer werden selbstverständlich streng vertraulich behandelt und anonymisiert.

Kontakt: Interessierte Personen können sich bei Astrid Wolf, Studiensekretärin am Institut Neuropsychologie und Klinische Psychologie am Zentralinstitut für Seelische Gesundheit in Mannheim, melden (Telefon: 0621 1703-6344, E-Mail: astrid.wolf(at)zi-mannheim.de).



Zentralinstitut für Seelische Gesundheit (ZI) - https://www.zi-mannheim.de