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Studie zu Blickbewegungen: Gesunde Personen und Raucher gesucht

In einer Studie untersuchen Forscher am ZI die Blickbewegungen auf Abhängigkeitsreize von abhängigen und nicht abhängigen Personen. Dazu werden Freiwillige gesucht.

Studie zu Blickbewegungen bei Abhängigkeitserkrankungen

Die aktuelle Forschung zu Abhängigkeitserkrankungen konnte die Annahme bestätigen, dass mit dem Suchtmittel verbundene Reize, wie zum Beispiel Werbebilder, ähnliche Belohnungseffekte im Organismus der abhängigen Person hervorrufen wie der Konsum der Substanz selbst. ZI-Forscher wollen nun herausfinden, ob es hierbei Unterschiede zwischen abhängigen und nicht abhängigen Personen gibt. Foto: istockphoto.com / © grandeduc

Wer kann an der Studie teilnehmen?

Es werden einerseits gesunde Frauen und Männer gesucht sowie andererseits Raucher. Sie sollten folgende Kriterien erfüllen:

  • körperlich und psychisch gesund und im Alter von 18 bis 65 Jahren sind
  • keine psychoaktiven Medikamente benötigen
  • kein Schädel-Hirn-Trauma oder Verletzungen/Operationen am Kopf hatten
  • keine Drogen konsumieren
  • durchschnittlich maximal 0,33 Liter Bier (oder ähnliche alkoholische Getränke) pro Tag trinken (durchschnittlich weniger als 14 Gramm Alkohol pro Tag)
  • die entweder keinen Tabak oder regelmäßig Tabak konsumieren
  • einen Body-Mass-Index von unter 30 aufweisen
  • eine normale Sehstärke oder eine mit Kontaktlinsen korrigierbare Sehschwäche aufweisen

Was ist der Hintergrund der Studie?

Die aktuelle Forschung zu Abhängigkeitserkrankungen konnte die Annahme bestätigen, dass mit dem Suchtmittel verbundene Reize, wie zum Beispiel Werbebilder, ähnliche Belohnungseffekte im Organismus der abhängigen Person hervorrufen wie der Konsum der Substanz selbst. ZI-Forscher wollen nun herausfinden, ob es hierbei Unterschiede zwischen abhängigen und nicht abhängigen Personen gibt. Dafür wird mit Hilfe von Eyetrackern untersucht, wie genau die Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf den Anblick entsprechender Reize reagieren. Bei Eyetrackern handelt es sich um Systeme, die Augenbewegungen, also die bewussten sowie unbewussten Merkmale der Blickbewegung, bei der Betrachtung von Abhängigkeitsreizen hochauflösend aufzeichnen können. Ob sich hierbei Unterschiede zwischen stark abhängigen und nicht abhängigen Personen zeigen, wurde bislang wenig untersucht.

Was wird in der wissenschaftlichen Studie genau gemacht?

Der Termin für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer dauert jeweils rund zweieinhalb Stunden. Bei der Untersuchung bitten wir Sie, Fragebögen auszufüllen, außerdem führen wir einen Atemalkoholtest durch, entnehmen Blut und machen einen Drogenurintest. Die Blickbewegungen messen wir mit einem Eyetracker.

Kontakt: Wer einen wesentlichen Beitrag zur Erforschung dieses Feldes leisten möchte, wendet sich bitte an Manuel Stenger, Klinik für Abhängiges Verhalten und Suchtmedizin am Zentralinstitut für Seelische Gesundheit (ZI) in Mannheim, telefonisch unter 0621 / 1703 6910 oder per E-Mail an manuel.stenger(at)zi-mannheim.de

 

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Zentralinstitut für Seelische Gesundheit (ZI) - https://www.zi-mannheim.de