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Studie zur Wirksamkeit von Ohrpiercings bei Migräne

Für eine wissenschaftliche Studie sucht das ZI Menschen zwischen 18 und 65 Jahren, die unter Migräneattacken leiden und bereit sind, sich ein Daith-Piercing stechen zu lassen.

Daith-Piercing bei einer jungen Frau

Sind Ohrpiercings als alternative Behandlungsmethode bei Migräne geeignet? Dieser Frage gehen ZI-WissenschaftlerInnen in ihrer aktuellen Studie nach. Besonders vielversprechend erscheint das sogenannte Daith-Piercing, welches durch die Knorpelfalte über dem Gehörgang gestochen wird. Foto: © Vanessa / stock.adobe.com

Was wird in der Studie untersucht? 

In den sozialen Medien verbreiten sich immer mehr positive Erfahrungsberichte über Ohrpiercings als alternative Behandlungsmethode bei Migräne. Insbesondere das sogenannte Daith-Piercing scheint bei vielen Betroffenen aus dieser Indikation bevorzugt zu werden: Es handelt sich hierbei um ein Piercing, das durch die Knorpelfalte über dem Gehörgang gestochen wird. 

Die deutsche Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft e. V. rät derzeit von von Piercings gegen Migräne ab, da die Gefahr von Entzündungen des Ohrknorpels besteht und derzeit noch keine wissenschaftlichen Belege für die Wirksamkeit vorliegen. Diese Forschungslücke möchten wir schließen und in unserer Studie untersuchen, ob Ohrpiercings die Häufigkeit, Dauer und Stärke von Migräneattacken verringern und die Lebensqualität und Stimmung verbessern können. 

Ihre Teilnahme an dieser Studie bietet Ihnen zweierlei Vorteile: So können Sie den Verlauf Ihrer Migräne genau nachvollziehen – also beurteilen, inwieweit die Piercings Ihre Migräneattacken beeinflussen. Darüber hinaus tragen Sie mit Ihrer Teilnahme dazu bei, die vorbeugende Behandlung von Migräne künftig zu verbessern.

Wer kann an der Studie teilnehmen?

Wir suchen Männer und Frauen,

  • zwischen 18 und 65 Jahren,
  • die von Migräne betroffen sind, 
  • die sich an beiden Ohren ein Piercing durch die Knorpelfalte über dem Gehörgang stechen lassen (Daith-Piercing),
  • die während der Studienteilnahme keine sonstigen Änderungen in ihrer Migränevorbeugung vornehmen und sich keine weiteren Ohrpiercings stechen lassen, 
  • die keine schweren körperlichen oder keine psychischen Erkrankungen haben,  
  • die aktuell keine Drogen konsumieren und 
  • die nicht schwanger sind.

Wie läuft die Studie ab?

Zunächst klären wir in einem telefonischen Gespräch, ob Sie für unsere Studie geeignet sind. Dann startet Ihr Kopfschmerztagebuch: Mithilfe einer App dokumentieren Sie täglich Ihre Migräneattacken. Außerdem werden Sie alle zwei Monate – also bis zu Ihrem Piercing-Termin – online Fragebögen ausfüllen. Nach Erhalt Ihrer Piercings führen Sie für weitere vier Monate Tagebuch und beantworten die Fragebögen nochmals nach zwei und vier Monaten.

Wird der Aufwand entschädigt?

Für Ihren Einsatz an der Studie erhalten Sie bei vollständiger Teilnahme 30 Euro als Aufwandsentschädigung. Das Piercen selbst ist nicht Teil der Studie. Wir übernehmen daher keine Kosten für das Piercing. Gerne stellen wir jedoch für Sie den Kontakt zum Piercer her.

Kontakt

Sie haben Interesse an unserer Studie oder weitere Fragen? Dann hinterlassen Sie bitte auf unserem Anrufbeantworter unter 0621 1703-6955 Ihren Namen und Ihre Telefonnummer. Oder schreiben Sie uns eine E-Mail. Wir freuen uns auf Ihre Nachricht und melden uns so schnell wie möglich bei Ihnen.
 



Zentralinstitut für Seelische Gesundheit (ZI) - https://www.zi-mannheim.de