Start Institut News

News

ZI sucht geflüchtete Jugendliche für wissenschaftliche Studie

Für eine wissenschaftliche Studie am Zentralinstitut für Seelische Gesundheit (ZI) in Mannheim suchen wir geflüchtete Jugendliche im Alter zwischen 14 und 21 Jahren.

Für die wissenschaftliche Studie werden geflüchtete Jugendliche im Alter zwischen 14 und 21 Jahren gesucht. Foto: © Fadi Douaji

Für die wissenschaftliche Studie werden geflüchtete Jugendliche im Alter zwischen 14 und 21 Jahren gesucht. Foto: © Fadi Douaji

Die Studie hat zum Ziel, die psychiatrische Versorgung von Menschen mit Fluchterfahrung zu verbessern. Dabei werden unterschiedliche Verfahren getestet, die helfen sollen, bei Betroffenen Stress zu reduzieren. Dafür sucht das Zentralinstitut für Seelische Gesundheit in Mannheim noch Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Die geflüchteten Jugendlichen sollten zwischen 14 und 21 Jahren alt sein und Arabisch oder Farsi/Dari als Muttersprache sprechen oder alternativ ausreichende Deutsch- oder Englischkenntnisse aufweisen. Die Jugendlichen sollten Stress- oder Depressionsbeschwerden oder andere emotionale Probleme haben. Es muss keine ärztliche Diagnose vorliegen. Die Teilnahme an der Studie ist freiwillig und für die Teilnehmer nicht mit Kosten verbunden. Es wird eine Aufwandsentschädigung von 20 Euro gezahlt. Zusätzlich können alle, die bis zum Ende an der Studie teilnehmen, einen von fünf Tablet-Computern über eine Verlosung gewinnen.

Hohe Anfälligkeit für psychische Erkrankungen bei geflüchteten Jugendlichen

Seit 2014 sind laut Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) mehr als eine Millionen Menschen aus Bürgerkriegsregionen nach Deutschland gekommen. Ein bedeutsamer Anteil der Geflüchteten leidet aufgrund traumatischer und stressvoller Erfahrungen an psychischen Erkrankungen. Jugendliche, die laut BAMF im Jahr 2016 fast ein Drittel aller AsylbewerberInnen ausmachten, sind häufig mehreren Stressfaktoren ausgesetzt. Sie weisen aufgrund des jüngeren Lebensalters eine erhöhte Anfälligkeit für Erkrankungen auf.

Neues Versorgungsmodell soll getestet werden

Die Chancen, adäquat behandelt zu werden, sind für diese Patientengruppe oft durch sprachliche, kulturelle und institutionelle Barrieren deutlich erschwert. Mit der Teilnahme an der Studie sollen Jugendliche, die Fluchterfahrungen gemacht haben, dabei unterstützt werden, ihre psychische Gesundheit zu erhalten. Mit Hilfe der Studie will das ZI die Wirksamkeit eines neuen Versorgungsmodells testen. Vereinfacht ausgedrückt sollen dabei bei milden Beschwerden einfache Verfahren zum Einsatz kommen und bei ausgeprägten Beschwerden aufwändigere Verfahren. Mit den gewonnenen Erkenntnissen soll die ärztliche und psychotherapeutische Versorgung von Menschen mit Fluchterfahrung deutlich verbessert werden.

Kontakt: Wer an der Studie teilnehmen möchte, kann sich an Diplom-Psychologin Lisa Leinberger oder Dr. Johanna Schilke, Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie des Kindes- und Jugendalters am Zentralinstitut für Seelische Gesundheit in Mannheim, Telefon 0621 1703-4943 (Anrufbeantworter) oder per E-Mail an: lisa.leinberger(at)zi-mannheim.de wenden.

 

Weitere Forschungsstudien, für die Freiwillige gesucht werden

 

Weitere Meldungen des Zentralinstituts für Seelische Gesundheit



Zentralinstitut für Seelische Gesundheit (ZI) - https://www.zi-mannheim.de