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Menschen mit hohem Alkoholkonsum für Studie gesucht

Für eine Studie sucht das ZI Menschen, die regelmäßig hohe Mengen Alkohol konsumieren. Untersucht wird der Einfluss traumatischer Kindheitserfahrungen auf die Entstehung einer Alkoholabhängigkeit.

Für eine wissenschaftliche Studie werden Menschen gesucht, die einen hohen Alkoholkonsum aufweisen. Foto: istockphoto.com / © PaulBiryukov

Wer kann teilnehmen?

Wir suchen Teilnehmer zwischen 18 und 65 Jahren, die eine bekannte Alkoholabhängigkeit haben oder an mindestens 5 Tagen in der Woche größere Mengen Alkohol konsumieren (mehr als 1 Liter Bier/400ml Wein (Frauen) oder 1,5 Liter Bier/600ml Wein (Männer) pro Tag oder eine vergleichbare Menge anderer alkoholischer Getränke).

Zudem suchen wir zusätzlich Freiwillige, die neben dem hohen Alkoholkonsum auch gleichzeitig traumatische Kindheitserfahrungen aufweisen. Das können zum Beispiel körperliche oder emotionale Vernachlässigung, körperliche Gewalt im Haushalt, lange Phasen der Unsicherheit während der Kindheit sein. Traumatische Kindheitserfahrungen sind aber für die Teilnahme nicht zwingend Voraussetzung.

Sie sollten

  • zwischen 18 und 65 Jahre alt sein
  • keine sonstigen psychiatrischen oder schwerwiegenden körperlichen Erkrankungen aufweisen
  • keine Metallimplantate im Körper und möglichst keine Platzangst haben, da Sie im fMRT (funktionelle Magnetresonsanztomographie) untersucht werden.

Was wird bei der Studie gemacht?

Zunächst klären wir in einem Telefongespräch (Dauer etwa 20 Minuten), ob Sie für die Studie in Frage kommen und machen die Untersuchungstermine aus

Die Studie beinhaltet zwei Untersuchungszeitpunkte vor Ort. Am ersten Termin werden Sie zunächst über die Studie informiert. Wenn Sie danach zur Teilnahme einwilligen, werden Sie zu Ihrer psychischen Gesundheit und Ihrem Alkoholkonsum befragt. Wir führen einen Drogen-Urintest, gegebenenfalls einen Schwangerschaftstest, und eine Blutentnahme durch. Ihre weitere Teilnahme an dieser Studie wird von den Ergebnissen dieser Voruntersuchung abhängen. Wenn die Teilnahmekriterien erfüllt sind und Sie weiterhin einer Teilnahme zustimmen, erhalten Sie weitere Fragebögen zu Ihrem Alkoholkonsum, Ihrer psychischen Gesundheit und zu Persönlichkeitseigenschaften. Zudem werden wir Sie bitten, Speichelproben mit Hilfe eines Wattebausches zu entnehmen.

Am zweiten Termin wird dann nach einem erneuten Drogen-Urin-Test und gegebenenfalls Schwangerschaftstest die fMRT-Untersuchung stattfinden. Dabei wird Ihre Gehirnstruktur, Ihre Gehirnaktivität in Ruhe und bei der Bearbeitung von verschiedenen Aufgaben erfasst und es werden Speichelproben während der Untersuchung entnommen. Zudem bearbeiten Sie nochmals einige Fragebögen. Während der Studie werden keine Kontrastmittel oder Medikamente verabreicht.

Was ist der Hintergrund der Studie?

Negative oder traumatische Kindheitserfahrungen können bei manchen Menschen zu einer Veränderung in biologischen Vorgängen und der Emotionsverarbeitung führen. Dies kann eine Substanzgebrauchsstörung (beispielsweise Alkoholabhängigkeit) begünstigen. Weltweit verursacht eine Alkoholabhängigkeit starke Einschränkungen im Leben der Betroffenen und innerhalb der Gesellschaft. Wie genau traumatische Kindheitserfahrungen zur Entstehung und Aufrechterhaltung einer Alkoholabhängigkeit beitragen und welche psychosozialen, neurobiologischen aber auch genetischen Mechanismen eine Rolle spielen, wurde bisher in diesem Umfang noch nicht erforscht.

Durch ein besseres Verständnis dieser Zusammenhänge können Prävention und Therapie von Alkoholabhängigkeit verbessert werden. Wir möchten daher den Einfluss traumatischer Kindheitserfahrungen auf die Entwicklung einer Alkoholabhängigkeit mittels moderner Forschungsmethoden, wie der funktionellen Magnetresonanztomographie (fMRT, Kernspintomograph), untersuchen.

Wie wird der Aufwand entschädigt?

Für die vollständige Teilnahme an der Voruntersuchung sowie der fMRT-Untersuchung können wir eine Aufwandsentschädigung von 85 Euro anbieten.

Was geschieht mit den erfassten Daten?

Alle Angaben und Messwerte der StudienteilnehmerInnen werden streng vertraulich behandelt. Die Studie unterliegt den geltenden Datenschutzbestimmungen sowie der ärztlichen Schweigepflicht.

Kontakt: Weitere Informationen erhalten Sie durch unsere MitarbeiterInnen der Klinik für Abhängiges Verhalten und Suchtmedizin am Zentralinstitut für Seelische Gesundheit (ZI) in Mannheim per Telefon oder E-Mail. Anrufbeantworter: 0621 1703-6950; E-Mail: aces(at)zi-mannheim.de. Bitte hinterlassen Sie Ihren Namen und Ihre Telefonnummer sowie bevorzugte Zeiträume für den Rückruf. Wir rufen Sie gerne zurück!

 

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