Start Karriere ZI-Akademie Pflegefachkräfte und Erzieher/-innen Weiterbildung Psychiatrische Fachpflege

Staatlich anerkannte Weiterbildung Psychiatrische Fachpflege

Inhalte

Die Weiterbildung wurde 2016/2017 einer Neukonzeption unterzogen und vom Ministerium für Soziales und Integration Baden-Württemberg als Modellprojekt zur Weiterentwicklung der Weiterbildung auf dem Gebiet der Psychiatrie genehmigt.

Sie beinhaltet theoretische und praktische Anteile, wobei wir ein hohes Augenmerk auf den Theorie-Praxistransfer legen. Dies gelingt uns u.a. durch den Aufbau der Transfermodule auf dem Boden einer realen Fallsituation. Kommunikative Kompetenzen werden mit Hilfe von ausgebildeten Simulationspatienten (SP) trainiert.

Die Fortbildung ist modulhaft aufgebaut, einzelne Module können als Fortbildung besucht werden.

Durch den Nachweis von Modulabschlussprüfungen erhöht sich die Chance auf Anrechnung für darauffolgende Bildungsmaßnahmen (komplette Weiterbildung Psychiatrische Pflege, Studium und andere Weiterbildungen).

Theoretisches Wissen und praktische Fertigkeiten können so mit realitätsnahen Situationen verknüpft werden. Das hat unmittelbare Auswirkungen auf die Handlungskompetenz.

Jedes Transfermodul enthält u.a. eine ethische Fallbesprechung, zukunftsfähige Pflegekonzepte und das Lernen von ExIn-Genesungsbegleitern. Die Erhaltung der eigenen Gesundheit sowie die Reflexion von Praxissituationen und Alltagsdilemmata sind Bestandteil des Horizontalmoduls "Professionelle Pflege".

Mit Schauspielpatienten trainieren Sie Ihre kommunikativen Fähigkeiten.

Eine Ergänzung bilden aktuelle pflegewissenschaftliche Erkenntnisse und die Kompetenzvermittlung wissenschaftlichen Arbeitens auf Weiterbildungsniveau.

Der theoretisch-praktischen Unterricht in Blockform (inkl. Modulprüfungen und Abschlussprüfungen), erstreckt sich auf 832 Unterrichtseinheiten.

Die Länge der Praxiseinsätze wird auf 480 Arbeitsstunden pro Einsatz festgelegt. Folgende Bereiche müssen für die Abschlussprüfung nachgewiesen werden:

  1. stationäre Behandlung, Versorgung von Patienten der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie
  2. stationäre Behandlung, Versorgung von Abhängigkeitskranken,
  3. stationäre Behandlung, Versorgung von gerontopsychiatrischen Patienten
  4. teilstationäre Einrichtungen und/ oder Institutsambulanzen,
  5. Wahlpflichteinsatz mit einem der folgenden Schwerpunkte: 
  • komplementäre Dienste und Einrichtungen (beispielsweise Tagesstätten, Werkstätten, sozialpsychiatrische Dienste, Gesundheitsamt, Wohnheime)
  • Stationäre, teilstationäre oder ambulante Betreuung von psychosomatisch erkrankten Menschen
  • Stationäre, teilstationäre oder ambulante Betreuung von Kindern und Jugendlichen
  • Stationäre, teilstationäre oder ambulante Betreuung von forensischen Patienten

Praxisbegleitung

Einer der wichtigsten Bestandteile der Weiterbildung sind die Praxisbegleitungen/ Praxisanleitungen, Praxisgespräche, im Umfang von mindestens 40 Stunden.

Zielsetzung

Unsere Absolventen

  • nehmen ihr eigenes psychisches Befinden und das der anderen wahr
  • gestalten kommunikative Prozesse und Interaktionen professionell
  • stellen im Rahmen des Pflegeprozesses den Pflegebedarf fest, planen, führen durch und evaluieren ihn
  • arbeiten mit Klienten und Menschen aus Ihren Unterstützungssystemen, Kollegen der eigenen Berufsgruppe und anderen Berufsgruppen ziel- und prozessorientiert zusammen
  • wenden psychiatrisches Fachwissen an
  • richten ihr pflegerisches Handeln an wissenschaftlichen Erkenntnissen aus
  • verhindern und erkennen psychiatrische Notfälle und leiten Maßnahmen sachgerecht ein, führen sie durch und evaluieren sie
  • generieren Wissen und begreifen Lernen als einen lebenslangen Prozess
  • initiieren Lernprozesse, leiten an und beraten
  • leben eine professionelle pflegerische Haltung unter Berücksichtigung der beruflichen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen und entwickeln ihre Identität fortwährend weiter
  • gewährleisten eine Versorgungsqualität unter Berücksichtigung rechtlicher, ökonomischer, ethischer und ökologischer Aspekte  

Zielgruppe

Pflegende, die

  • die Zugangsvoraussetzungen erfüllen
  • sich emanzipieren und ihr Denken „über den Tellerrand" fördern möchten
  • zukünftig interdisziplinärem, fachlichem Diskurs standhalten wollen
  • zu fruchtbaren Arbeitsprozessen im Sinne des Klienten beitragen wollen
  • dazu bereit sind, ihr berufliches Verhalten zu hinterfragen und ihr Verhaltensrepertoire zu erweitern

Zugangsvoraussetzungen

  • Staatliche Anerkennung der Berufsbezeichnung „Krankenschwester", „Gesundheits- und Krankenpfleger", „Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger", „Altenpflegerin" oder „Heilerziehungspfleger"
  • zweijährige Berufserfahrung, wovon ein Jahr im psychiatrischen Bereich absolviert wurde
  • Durchschnitt der Examensnote muss besser als 3,1 sein

Abschluss

• Staatlich anerkannte Weiterbildung Psychiatrische Fachpflege

• automatisch zusätzlich staatlich anerkannter Praxisanleiter

Datum / Uhrzeit

In der Regel dauert die Weiterbildung zwei Jahre. Der laufende Kurs begann am 01.02.2018 und endet am 31.01.2020. Sollten sich Ihre Lebensumstände insofern ändern, dass Sie die Weiterbildung nicht in der Regelzeit abschließen können, besteht die Möglichkeit die Weiterbildung auf bis zu vier Jahre auszudehnen.

Ort

Weiterbildungsstätte am ZI, Therapiegebäude, 1. Stock, Räume 106 - 108

Anmeldung

Externe können ihr Interesse an einem Folgekurs mitteilen: E-Mail

Fragen zur Anmeldung und Organisation beantwortet die

Personalentwicklung

Telefon 0621 1703-1551

Fax 0621 1703-1555

Dieses Angebot ist offen für externe Teilnehmer.

Für externe Teilnehmer € 6.980, die Regelungen für ZI-Mitarbeiter sind bei der Leitung der Weiterbildungsstätte zu erfragen.

Kontakt

Bei inhaltlichen Fragen wenden Sie sich bitte an

Marina Mertens
E-Mail
Telefon 0621 1703-1571

oder

Birgit Reichert
E-Mail
Telefon 0621 1703-2131



Zentralinstitut für Seelische Gesundheit (ZI) - https://www.zi-mannheim.de