Start > Forschung > Forschungsabteilungen des ZI > Abt. Gerontopsychiatrie > 

Abteilung Gerontopsychiatrie

Bei allen Alterskrankheiten, so auch bei den gerontopsychiatrischen Erkrankungen, ergibt sich durch die komplexe Verschränkung von spezifischen biologischen Krankheitsursachen, generellen körperlichen Veränderungen im Alter sowie spezifischen psychologischen und sozialen Altersveränderungen eine besondere medizinische Herangehensweise und ärztliche Aufgabe. Mehr als 20 % der alten Menschen in der Allgemeinbevölkerung leiden an seelischen Erkrankungen. Hierunter sind die Depression und die Demenzen im Alter die häufigsten Erkrankungen.
Das Zentralinstitut für Seelische Gesundheit Mannheim verstärkte seine Kompetenz in Versorgung und Forschung in diesem Bereich durch die Berufung von Professor Lutz Frölich aus Frankfurt am Main auf die 2003 neu eingerichtete Professur für Gerontopsychiatrie. Zu dem Verantwortungsbereich von Professor Frölich gehören in der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie (Ärztlicher Direktor: Prof. Dr. Andreas Meyer-Lindenberg)

die 20-Betten-Station 7a,
die 22-Betten-Station 7c,
die Altentagesklinik,
die Gedächtnisambulanz,
sowie die Alzheimergruppen für Angehörige und Bezugspersonen von Demenzpatienten

Des Weiteren leitet er die Forschungsabteilung Gerontopsychiatrie und das Zentrum Mannheim im Kompetenznetz Demenzen.
In diesem Forschungsverbund sind 13 universitäre, vor allem psychiatrische Zentren, zusammengeschlossen, die in der deutschen Demenzforschung führend sind. Beteiligt sind auch Krankenhäuser, niedergelassene Ärzte, vor allem Allgemeinmediziner, pharmazeutische Unternehmen sowie Selbsthilfeorganisationen wie die Deutsche Alzheimer Gesellschaft e.V.. Geleitet wurde der gesamte Forschungsverbund bis zu seiner Erimitierung 2006 von Professor Fritz Henn, dem ehemaligen Direktor des Zentralinstituts. Siehe auch unter www.kompetenznetz-demenzen.de.
Frölich möchte in Zukunft eine integrierte klinische Einheit mit stationärer Behandlung, tagesklinischer Behandlung und Ambulanz aufbauen, hierzu werden ihm am ZI 44 Betten zur Verfügung stehen. Die Behandlungsziele sollten immer davon geleitet sein, alten Menschen eine möglichst große Selbstbestimmtheit und Autonomie trotz Behinderung oder Krankheit zu ermöglichen. Es sollen hierzu modellhafte Versorgungsstrukturen für die häufigsten gerontopsychiatrischen Erkrankungen aufgebaut werden. Das ZI hat bereits langjährige Erfahrungen im Bereich der tagesklinischen Versorgung von depressiven alten Menschen, die auf den Bereich der dementen alten Menschen erweitert werden sollen. Auch sollen bessere diagnostische Verfahren zur Früherkennung von Demenzen, insbesondere über bildgebende Verfahren zur Darstellung der Funktion des Gehirnes entwickelt werden. Auch hier bringt das ZI bereits ein großes Knowhow ein.
Im Bereich der Forschung werden in Kooperation mit anderen Arbeitsgruppen am ZI die Ursachen dementieller Erkrankungen wie der Alzheimer Krankheit und anderer Demenzen erforscht werden, um bessere diagnostische und therapeutische Möglichkeiten zu entwickeln. Ein besonderes Schwergewicht soll auf der Erforschung und Entwicklung einer effektiven medikamentösen Behandlung von Menschen mit neurodegenerativen Demenzen, insbesondere der Alzheimer Krankheit liegen.

Probandenaufruf

Im Rahmen des Forschungsverbundes des Kompetenznetzes Demenzen werden an der Gedächtnisambulanz des Zentralinstituts mehrere Therapiestudien durchgeführt. Diese wenden sich an Menschen über 50 Jahren, die einen Abfall ihrer geistigen Leistungsfähigkeit mit Gedächtnisstörungen an sich beobachtet haben oder bei denen von einem Arzt bereits die Diagnose einer leichten bis mäßigen Demenz gestellt wurde. Im Rahmen der Studien wird eine Kombinationstherapie von bereits zugelassenen Medikamenten, die bei Demenzen wirksam sind, erprobt. Im Rahmen dessen wird an der Gedächtnisambulanz eine ausführliche medizinische und psychologische Diagnostik erhoben, gegebenenfalls auch eine Kernspinuntersuchung des Gehirns durchgeführt.

Drucken

Aktueller Probandenaufruf (03.02.2010):
Gerontopsychiatrie am ZI sucht gesunde über 60-Jährige
Weiteres
hier!

Leitung


Prof. Dr. Lutz Frölich
Fon: 0621/1703-3001
Fax: 0621/1703-3005
E-Mail: lutz.froelich@zi-mannheim.de

Karin Schäfer (Sekretariat)
Fon: 0621/1703-3002
E-Mail: karin.schaefer@zi-mannheim.de