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Projects: Forensic Psychiatry

Dreßing H. EKD – Evangelische Kirche in Deutschland : Teilprojekt E Kennzahlen zur Häufigkeit des sexuellen Missbrauchs im Bereich der evangelischen Kirche in Deutschland und Merkmale des institutionellen Umgangs mit Missbrauchsvorwürfen - ForuM – Forschung zur Aufarbeitung von sexualisierter Gewalt und . 11/2020-09/2023.

Der hier beschriebene Forschungsverbund „ForuM — Forschung zur Aufarbeitung von sexualisierter Gewalt und anderen Missbrauchsformen in der evangelischen Kirche und Diakonie in Deutschland" hat das Ziel möglichst eine „Gesamtanalyse evangelischer Strukturen und systemischer Bedingungen, die (sexualisierte) Gewalt und Machtmissbrauch begünstigen", vorzulegen und somit eine empirische Basis für weitere Aufarbeitungsschritte zu liefern. Daraus ergeben sich für den Gesamtverbund folgende Ziele und Forschungsfragen, welche in den einzelnen Teilprojekten/Regionalstudien konkretisiert und operationalisiert werden: Welche systemischen und organisationalen Faktoren ermöglichen oder verhindern (sexualisierte) Gewalt? Welche Spezifika lassen sich für den evangelischen Kontext identifizieren? Welchen Gefährdungs- und Tatkonstellationen waren Betroffene ausgeliefert? Wie wurde mit Hinweisen und Meldungen umgegangen? Welche Merkmale der Beschuldigten lassen sich identifizieren? Welche Kennzahlen und Prävalenzen zum Ausmaß der Häufigkeit von Übergriffen und erlebter sexualisierter Gewalt lassen sich ermitteln? Welche Ableitungen für weitere Aufarbeitung, Prävention und Schutzkonzepte folgen daraus? Über die Forschungsfragen hinaus ist es Ziel des Forschungsverbundes ForuM ein Höchstmaß an Partizipation von Betroffenen an dem Gesamtvorhaben zu ermöglichen und durch eine evangelisch-interne und öffentliche Wissenschaftskommunikation auch übergeordnete Fragestellungen nach Partizipation, evangelischen Spezifika und systematischen Folgerungen seriös und zukunftsorientiert zu diskutieren.

EU - Europäische Union : SEVERE MENTAL DISORDERS AND THE RISK OF VIOLENCE: PATHWAYS THROUGH CARE AND EFFECTIVE TREATMENT STRATEGIES. 10/2018-04/2021.

Describe forensic psychiatry services as they exist today in 2018 across the European Union. Identifying risk factors for violence in a unique international forensic sample. Testing for the very first time in a related EU sample two contrasting methods of violence risk assessment. Exploring what works for these often marginalized patients, their families and their carers, at an operational, clinical and ethical level.

: Häufigkeit und psychische Auswirkungen von Covid 19. 04/2020-09/2020.

Bundesministerium für Gesundheit : Zwangsmaßnahmen im psychiatrischen Hilfesystem: Erfassung und Reduktion (ZIPHER). 01/2016-12/2019.

Die differenzierten Fragestellungen zur Thematik „Zwangsmaßnahmen" sollen in 10 Teilprojekten bearbeitet werden. Dabei wird auf bereits existierende oder derzeit entstehende Datenbanken und bereits laufende Arbeiten zurückgegriffen werden. Datenerhebungen sind in unterschiedlicher Breite und Tiefe vorgesehen: In bundesweiten Befragungen sollen alle Leiter von psychiatrischen Kliniken und alle Leiter von Heimen der Eingliederungshilfe qualitativ und semiquantitativ befragt werden. Genaue quantitative Vertiefungsanalysen sollen mit Hilfe des neuen Fallregisters für psychiatrische Kliniken in Baden-Württemberg vorgenommen werden. Dabei werden auch die Kinder- und Jugendpsychiatrie und die forensische Psychiatrie einbezogen. Eine Bedingungsanalyse wird durch eine zusätzliche Erhebung von Klinikstrukturmerkmalen und Strukturmerkmalen der Versorgungsregionen in allen Landkreisen möglich. Für die forensische Psychiatrie sollen Fragen der Transinstitutionalisierung aus dem allgemeinen Versorgungssystem und von Folgen der geänderten Gesetzgebung erstmals empirisch untersucht werden. In Westfalen und Mecklenburg-Vorpommern erfolgen vertiefende Analysen in je 2 Regionen mit vielen und wenigen Zwangseinweisungen mit strukturierten Befragungen aller relevanten Akteure und einer qualitativen Befragung einer Zufallsstichprobe von Bewohnern geschlossener Heime. Unschärfen der Umsetzung der geltenden Rechte werden in Fokusgruppen eruiert. Ergänzt wird das Arbeitsprogramm durch systematische Literaturübersichten und Befragungen von Patienten aus Eigenmitteln.

Dreßing H. Weisser Ring e.V. : Prävalenz von Stalking. 10/2018-06/2019.

Postalische Befragung von Mannheimer Bürgern zur Häufigkeit von Stalking-Viktimisierung. Insgesamt werden 2000 zufällig ausgewählten Mannheimer Bürgern dazu entsprechende Fragebögen zugesandt

Dreßing H. : Sexueller Missbrauch an Minderjährigen durch katholische Priester, Diakone und männliche Ordensangehörige im Bereich der Deutschen Bischofskonferenz. 07/2014-12/2017.

Interdisziplinäre Zusammenarbeit Das Projekt erfordert einen interdisziplinären wissenschaftlichen Ansatz, der kriminologische, psychologische, soziologische, psychiatrische und forensisch-psychiatrische Kompetenz einbezieht. Das Forschungskonsortium und der vorgesehene Beirat gewährleisten diese Voraussetzungen auf hohem wissenschaftlichem Niveau. Aufgrund der räumlichen Nähe der beteiligten Institutionen können die notwendigen regelmäßigen Treffen der beteiligten Wissenschaftler unkompliziert in Heidelberg oder Mannheim stattfinden. Die Studie wird auf großes Interesse der Öffentlichkeit und der Medien stoßen. Neben einer guten wissenschaftlichen Reputation bedeutet dies, dass die verantwortlichen Wissenschaftler über umfangreiche Erfahrungen im Umgang mit Medien und der Kommunikation wissenschaftlicher Daten in Gremien und der Öffentlichkeit verfügen müssen. Auch diese Qualifikation wird von dem Konsortium gewährleistet. Epidemiologische Studien zur Prävalenz bestimmter Vorkommnisse in definierten Stichproben erfordern grundsätzlich die Erhebung der Primärdaten durch die verantwortlichen Wissenschaftler. Eine diesen wissenschaftlichen Standards genügende repräsentative Studie zum sexuellen Missbrauch durch Priester, Diakone und Ordensangehörige hätte also zur Voraussetzung, dass die Daten in den Archiven der jeweiligen Diözesen durch die Wissenschaftler selbst erhoben werden. Aufgrund besonderer kirchenrechtlicher Datenschutzregelungen ist dieser Forschungsansatz nicht umzusetzen. Hinzu kommt, dass aufgrund wahrscheinlich sehr heterogener Aufbewahrungs- und Aktenführungspraktiken die zu untersuchende Grundgesamtheit nicht exakt zu definieren bzw. klar abzugrenzen ist. Es erscheint deshalb notwendig, diese methodische Problematik von Anfang an sehr transparent allen Beteiligten und auch der Öffentlichkeit zu erklären. Ein Studiendesign, das sich ausschließlich auf die Datengewinnung über Dritte stützt, wie es im Vorgängerprojekt vorgeschlagen und wie es in ähnlicher Form auch in der vom John Jay College durchgeführten Studie angewandt wurde, stößt daher nicht nur auf grundlegende wissenschaftliche Vorbehalte, sondern würde auch zu Recht bei Betroffenen auf Einwände stoßen. Aus oben genannten Gründen ist die Mengenabschätzung oder -bestimmung der Prävalenz von Missbrauchsfällen im Bereich der Deutschen Bischofskonferenz weder quer- noch längsschnittlich mit herkömmlichen epidemiologischen Methoden möglich. Das Konsortium schlägt deshalb eine modulare, aus mehreren sich aufeinander bezie-henden Hauptteilen bestehende interdisziplinäre Vorgehensweise vor, die unter Nutzung unterschiedlicher kircheninterner und externer Daten- und Informationsquellen auf mittelbare Art und Weise eine Mengenabschätzung des Problemumfangs sowie eine Gesamtanalyse des Problemfeldes ermöglichen soll. Zusätzlich kann eine längsschnittliche Deskription der von Mitarbeitern der Kirchenarchive dem Konsortium mitgeteilten Fälle des sexuellen Missbrauchs erfolgen, sofern dies vom Auftraggeber gewünscht wird. Wie in der Ausschreibung des Projektes formuliert, kann dies für 9 Bistümer von 1945 an und für 18 Bistümer von 2000 bis heute erfolgen. Die Teilprojekte sind: 1. Qualitative Erfassung der Datenlage und Datenhaltungspraktiken hinsichtlich der Fälle sexuellen Missbrauchs an Minderjährigen durch katholische Priester, Diakone und männliche Ordensangehörige im Bereich der Deutschen Bischofskonferenz; 2. Qualitative biografische Analyse in Form von Interviews mit Tätern und Opfern; 3. Institutionenvergleich; 4. Analyse von Präventionsaspekten: 5. Sekundäranalyse von nationalen und internationalen empirischen Befunden und Studienergebnissen - methodenkritische Metaanalyse und 6. Quantitative Analyse von Personalakten.

Weisser Ring e.V. : Belastungen von Opfern in Ermittlungsverfahren. 07/2015-07/2016.

Weisser Ring e.V. : Stalking: Biologische Stressmarker bei Stalkingopfern. 10/2010-09/2012.



Zentralinstitut für Seelische Gesundheit (ZI) - https://www.zi-mannheim.de