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Dr. Gabriela Gan

Tost H, Ebner-Priemer U. DFG - Deutsche Forschungsgemeinschaft : CRC TRR 265: Project A04: Intense characterization of triggers, modifying factors and mechanisms at course transition points in human addiction. 07/2019-06/2023.

The project will use ambulatory assessment and functional neuroimaging to identify triggers, modifying factors and intermediate neural mechanisms in alcohol use disorder (AUD) in course phases with a substantial increase or decrease in alcohol consumption, respectively. We will assess temporally highly resolved ambulatory assessment for six weeks to identify intraindividual differences in in the momentary effects of triggers and modifying factors on subjective craving, mood, impulsivity and alcohol consumption. We will further identify their neural correlates in brain circuits relevant for cognitive, affective and motivational processing and test the predictive value of the identified mechanisms for subsequent disease trajectories to critically inform novel prevention and intervention strategies.

Gan G. : Olympia Morata-Programm: Neurogenetische Mechanismen und Umweltinteraktionen bei Störungen der Selbstkontrolle. 03/2017-02/2018.

Selbstkontrolle ist eine basale menschliche Fähigkeit, die unter Alkoholeinfluss oder bei aggressivem Verhalten stark beeinträchtigt sein kann. Leichtsinniges Verhalten unter Alkoholeinfluss und aggressive Impulstaten können persönliches Leid und hohe gesellschaftliche Kosten nach sich ziehen. Kontrollverlust über das eigene Verhalten wird mit einem Ungleichgewicht zwischen präfrontal-limbischen Kontroll- und Emotionsnetzwerken sowie einer veränderten Belohnungsverarbeitung in Zusammenhang gebracht. Neben veränderten neuronalen Prozessen spielen bei erhöhtem Alkoholkonsum und aggressivem Verhalten auch genetische Prädispositionen sowie ungünstige Umweltfaktoren (z.B., sozialer Druck) eine Rolle. In dem vorliegenden Projekt zu „neurogenetischen Mechanismen und Umweltinteraktionen bei Störungen der Selbstkontrolle“ werden innovative experimentelle Methoden eingesetzt, um die Neuro-Gen-Umwelt Ebenen zu verknüpfen. Der Fokus liegt auf funktionellen neuronalen Markern emotionaler Reaktivität und inhibitorischer Kontrolle, die bei Störungen der Selbstkontrolle beeinträchtigt sind, sowie auf funktioneller „resting-state“ Konnektivität. Diese neuronalen Prozesse werden mittels funktioneller Magnetresonanztomographie (fMRT) in Menschen mit klinisch ausgeprägter reaktiver Aggressivität am Beispiel der „intermittierenden explosiblen Störung“ und in Gesunden mit und ohne genetische Risikovarianten gemessen. Der Einfluss von Gen-Umweltfaktoren auf neuronale Prozesse wird mittels Geno-typisierung von Risikopolymorphismen aggressiven Verhaltens und der Messung von Umweltfaktoren im tatsächlichen Lebensumfeld von Menschen mit Smartphone-basiertem „ecological momentary assessment“ (EMA) untersucht. Die Erforschung von Wechselwirkungen zwischen neuronalen Prozessen, genetischen Prädispositionen und ungünstigen Umweltfaktoren hat zum Ziel, funktionelle Bereiche für neue effiziente Präventions- und Therapieansätze zur Reduktion klinisch aggressiven Verhaltens und exzessiven Alkoholkonsums zu identifizieren.


Zentralinstitut für Seelische Gesundheit (ZI) - https://www.zi-mannheim.de