AG Translationale Suchtforschung

Leitung

Stellvertreter Wissenschaftlicher Direktor, Oberarzt, Arbeitsgruppenleiter

apl. Prof. Dr. Wolfgang H Sommer

Tel.: 0621 1703-6286, -6259

Fax: 0621 1703-6255

E-Mail

Laborgebäude, 4. OG, Raum 409

Ärztlicher Direktor

Prof. Dr. Falk Kiefer

Tel.: 0621 1703-3501, -3502

Fax: 0621 1703-3505

E-Mail

Sekretariat:

Birgit Freudenberger E-Mail
Tel.: 0621 1703-3502

Birgit Hrinkow E-Mail
Tel.: 0621 1703-3523

 

Ingrid Weber E-Mail
Tel.: 0621 1703-3503

Suchttagesklinik, 3. OG, Räume 301 / 303 / 304

Beschreibung

Die Arbeitsgruppe Translationale Suchtforschung hat es sich zum Ziel gesetzt, neurobiologische Mechanismen von Suchterkrankungen in präklinischen Untersuchungen und in Patienten zu vergleichen. Tiermodelle sind ein etablierter Bestandteil der Hirnforschung. Die Übertragung der Ergebnisse auf den Menschen ist jedoch kompliziert, denn ein Tiermodell kann niemals alle Aspekte einer komplexen Erkrankung vereinen. Besonders psychische Symptome und ihr assoziiertes Verhalten lassen sich nur schwer von Menschen auf Tiere (oder umgekehrt) übertragen. Inwiefern kann beispielsweise das heftige Verlangen („Craving“) von Patienten nach der Droge mit dem Drogensuchverhalten von Tieren verglichen werden? Ein Fehlen objektiver Beurteilungsmethoden auf Grundlage translationaler Studienergebnisse ist eine Quelle für falsche Schlussfolgerungen über neurobiologische Ursachen einer Erkrankung und für unwirksame Behandlungsansätze.

Nicht-invasive Verfahren wie die Hirnbildgebung sind besonders geeignet, um direkt vergleichbare Messungen in Mensch und Tier durchzuführen. Mit Hilfe der Magnet-Resonanz-Tomographie (MRT) können die Aktivitätsmuster im Gehirn untersucht werden. So ist es unter anderem möglich, Aktivitätsveränderungen in verschiedenen Hirnregionen während einer „Craving“ Situation von Patienten mit dem Drogensuchverhalten im Tiermodell zu vergleichen.

Für einen solchen translationalen Forschungsansatz müssen klinische und tierexperimentelle Einrichtungen eng aufeinander abgestimmt sein. Oft stellt dies eine große Herausforderung dar, weshalb bisher nur wenige Forschungsinstitutionen weltweit erfolgreich translationale Suchtforschung betreiben. Am ZI profitieren wir von der räumlichen Nähe von Klinik- und Laborbetrieb, der ausgezeichneten Infrastruktur und der Qualität der verschiedenen Arbeitsgruppen. Dies sind hervorragende Voraussetzungen, um die erfolgreiche translationale Forschung im Suchtbereich weiter zu vertiefen.