Start Forschung ZIPP ZI-ForscherInnen im Gespräch

Unsere ForscherInnen im Gespräch

Prof. Dr. Andreas Meyer-Lindenberg, Vorstandsvorsitzender des ZI und Ärztlicher Direktor der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie am ZI, erläutert im Interview, was das Besondere am ZIPP ist und wie psychiatrische Forschung funktioniert.

Psychopharmakaforschung

Ziel der experimentellen Psychopharmakaforschung ist die Entwicklung neuer pharmakologischer Wirkprinzipien am Menschen. Hier können innovative psychoaktive Substanzen unter den Bedingungen der Good Clinical Practice getestet werden, zum Beispiel prosoziale Neuropeptide, Cannabinoid-Modulatoren mit antipsychotischer Wirkung oder Moleküle, die Lernprozesse verbessern, wie D-Cycloserin. Mittels In-silico-Pharmakologie modellieren wir computergestützt Effekte von pharmakologischen Substanzen auf die Hirnfunktionen.

Prof. Dr. Gerhard Gründer, Leiter der Abteilung Molekulares Neuroimaging am ZI, erläutert im Interview, wie Patientenversorgung und Forschung am ZIPP miteinander verbunden sind. 

Psychotherapieforschung

Im Rahmen der experimentellen Psychotherapieforschung untersuchen und optimieren wir psychotherapeutische Methoden, die auf neuropsychologisch-verhaltensbiologischer Charakterisierung und innovativen Interventionen aufbauen. Der Schwerpunkt liegt auf neuen technologischen Entwicklungen in den Bereichen Brain-Computer-Interfaces, virtuelle Realität und kombinierte psychotherapeutisch-pharmakologische Interventionen. Eine zentrale Forschungseinheit in diesem Bereich ist das Virtual-Reality-Labor.

Prof. Dr. Dr. h.c. Dr. h.c. Herta Flor, wissenschaftliche Direktorin des Instituts für Neuropsychologie und Klinische Psychologie am ZI, spricht im Interview über vielversprechende Ansätze und Methoden der Psychotherapieforschung. 

Neuroimaging

Die erweiterte Bildgebungsplattform am ZIPP erlaubt erstmals im psychiatrischen Bereich, Daten zur Hirnstruktur, Hirnfunktion und Informationsverarbeitung unmittelbar mit molekularen Bildgebungsmarkern zu verknüpfen. Hierzu wird unter anderem ein Hybridgerät aus Positronenemissions- und Magnetresonanztomograph (PET-MRT/Biograph) eingesetzt, das zu einer besseren Erforschung psychopathologischer Mechanismen führt und eine optimierte Testung neuer Psychopharmaka erlaubt. Mit einem Magnetenzephalographen (MEG) können wesentliche Aspekte von Therapien auf neuronaler Ebene mit extrem schneller Messbereitschaft sowie hoher zeitlicher und räumlicher Auflösung und Selektivität dargestellt und in neue Interventionen auf der Basis von Brain-Computer-Interfaces umgesetzt werden.

Prof. Dr. Gabriele Ende, Leiterin der Core Facility ZIPP, erläutert im Interview, welche Rolle Bildgebungsverfahren in der psychiatrischen Forschung spielen. 

Biobank

In der deutschlandweit größten psychiatrischen Biobank werden Biomaterialien (z. B. Blut, Speichel, Urin, Stuhl) gesammelt, verarbeitet und gelagert. Diese Biomaterialien sind Ausgangsstoffe für das Verständnis der biologischen Grundlagen psychischer Erkrankungen und für die Entwicklung therapierelevanter Indikatoren (Biomarker). Mit Hilfe dieser Biomarker sollen die Diagnose, die Prognose und die Vorhersage des Ansprechens auf eine Therapie sowie des Auftretens von Nebenwirkungen verbessert werden. Ein Forschungsschwerpunkt liegt in der Kombination genetischer Daten mit Bildgebungsdaten zum Verständnis biologischer Prozesse bei psychischen Erkrankungen.

Prof. Dr. Marcella Rietschel, wissenschaftliche Direktorin der Abteilung Genetische Epidemiologie in der Psychiatrie am ZI, spricht über die Bedeutung biologischer Faktoren in der psychiatrischen Forschung und über deren Bedeutung für die Patientinnen und Patienten.



Zentralinstitut für Seelische Gesundheit (ZI) - https://www.zi-mannheim.de