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Neuropsychologie und psychologische Resilienzforschung

Leitung

Prof. Dr. Michèle Wessa

Tel.: 0621 1703-7490

E-Mail

Sekretariat
Heike Schmidt-Harth MTA-F
E-Mail
Tel.: 0621 1703-7491

Beschreibung

Übergeordnetes Forschungsziel der Abteilung für Neuropsychologie und psychologische Resilienzforschung ist es, die neurobiologischen und psychologischen Mechanismen zu identifizieren, welcher der Resilienz und psychischen Gesunderhaltung sowie auch der Entwicklung psychischer Störungen zugrunde liegen. Unsere Forschungsarbeit gliedert sich in drei Hauptbereiche, die sich in unterschiedlichen Zielgruppen widerspiegeln: Jugendliche und Erwachsene aus der Allgemeinbevölkerung, Leistungs- und Spitzensportler und Patienten mit psychischen Störungen. In unserer Partnerabteilung „Cancer Survivorship and Psychological Resilience” am DKFZ-Hector Krebsinstitut an der Universitätsmedizin Mannheim beschäftigen wir uns mit den oben genannten Mechanismen insbesondere bei lebensbedrohlichen Erkrankungen, vor allem Krebs.

In allen Forschungsbereichen verfolgen wir einen Forschungsansatz: wir setzen neurowissenschaftliche und verhaltensexperimentelle Methoden ein, um Resilienzmechanismen zu entschlüsseln, die entweder universell oder spezifisch für eine bestimmte Zielgruppe sind. In unseren aktuellen Forschungsprojekten konzentrieren wir uns insbesondere auf Emotionsregulation, kognitive Verzerrungen und die wahrgenommene Kontrollierbarkeit von Stress als vielversprechende Kandidaten für Resilienz. Diese Mechanismen stellen auch transdiagnostische Marker für psychische Störungen dar und sind daher für unsere Arbeitsgruppe von besonderem Interesse, da sie eine Brücke zwischen der psychopathologischen und der salutogenetischen Perspektive auf psychische Gesundheit bilden.

Unser experimenteller, mechanistischer Forschungsansatz wird durch begleitende Längsschnittstudien ergänzt, um kausale Modelle für psychische Gesundheit und Resilienz zu entwickeln. Auf der Grundlage unserer Ergebnisse wollen wir evidenzbasierte psychologische Interventionen zur Förderung der individuellen Resilienz entwickeln und deren Wirksamkeit in den verschiedenen Zielgruppen evaluieren. In diesem Sinne setzen wir unsere eigenen Erkenntnisse sowie die, anderer Forschungsgruppen (z. B. basierend auf systematischen Evidenzsynthesen), auch ein, um Aufklärung über psychische Gesundheit in den verschiedenen Zielgruppen zu betreiben und damit die mentale Gesundheitskompetenz der Menschen zu fördern und wissenschaftliche Erkenntnisse für die Öffentlichkeit zugänglich und verständlich zu machen.

Arbeitsschwerpunkte 

  • Experimentelle Psychopathologie
  • Neuropsychologische Resilienzforschung
  • Forschungsteam Sportpsychologie 

Sportpsychologie

Das Forschungsteam Sportpsychologie, das einen neuen Forschungsschwerpunkt am Zentralinstitut für Seelische Gesundheit einbringt, befasst sich in erster Linie mit der Untersuchung emotionaler, psychosozialer und kognitiver Prädiktoren für die sportliche Leistung und die psychische Gesundheit von Sportlern.

Ein Teil dieser Forschung befasst sich mit den funktionellen und dysfunktionalen Mechanismen (wie Selbstdistanzierung und Grübeln), die die Leistung und psychische Gesundheit von Sportlern im Leistungssport beeinflussen können. 

Ein weiterer Forschungsschwerpunkt in der Sportpsychologie konzentriert sich auf die Untersuchung von Sportverletzungen, ihrer individuellen Entwicklung, ihrem Verlauf und ihrer Vorhersage. Ziel ist es, Einblicke in die psychosozialen Faktoren und Mechanismen zu gewinnen, die verschiedenen psychologischen und leistungsbezogenen Reaktionsmuster auf Sportverletzungen zugrunde liegen können. Basierend darauf sollen in Zukunft maßgeschneiderte Interventionen entwickelt werden, die Sportler bei ihrer individuellen Leistungsentwicklung und psychischen Gesundheit nach Verletzungen unterstützen. 

Schließlich ist das aufkommende Thema der mentalen Gesundheitskompetenz und des Hilfesuchverhaltens von Sportlern ein wichtiges Thema unseres sportpsychologischen Forschungsteams, das im Sport, insbesondere im Leistungs- und Spitzensport, in letzter Zeit enorm an Bedeutung gewonnen hat. Ziel ist es, dem Stigma, welches psychische Erkrankungen nach wie vor umgibt, entgegenzuwirken, Sportler über das Thema aufzuklären und ihnen zu helfen, sich selbst zu helfen oder Hilfe zu suchen, sowie ein allgemeines und stigmatisierungsfreies Verständnis von psychischer Gesundheit zu entwickeln.



Zentralinstitut für Seelische Gesundheit (ZI) - https://www.zi-mannheim.de