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Magnetresonanztomographie

Allgemeine Information

Die Magnetresonanztomographie (MRT; englisch MRI/S) ist ein nicht-invasives bildgebendes Verfahren, das zur Untersuchung der Struktur, Funktion und Biochemie des Gehirns eingesetzt wird. Am ZI stehen drei 3T-Tomographen (zwei Siemens PrismaFit, ein Siemens Biograph mMR) für Forschungsstudien zur Verfügung. Die MRT ist die am häufigsten verwendete Methode in den bildgebenden Studien des ZI. Sie wird seit 1996 eingesetzt und hat zu über 500 Publikationen geführt. Neben T1-/T2-gewichteten Strukturbildern verwenden die meisten unserer Studien die funktionelle Bildgebung auf der Grundlage des blutsauerstoffabhängigen Kontrasts (BOLD-fMRI). Weitere Optionen sind diffusionsgewichtete Bilder (DWI, die auch eine DTI-Faserverfolgung ermöglichen), Protonendichtekarten, arterielles Spin-Labeling (ASL) und andere, weniger verbreitete Optionen. Ein weiteres großes Feld ist die MR-Spektroskopie (MRS), die Rückschlüsse auf das biochemische Profil eines untersuchten Volumens zulässt, zum Beispiel auf die Konzentration von Hirnmetaboliten und Neurotransmittern. Die MRT ist nicht auf Protonen beschränkt, sondern kann auch auf andere so genannte X-Kerne wie Kohlenstoff (13C), Phosphor (31P), Natrium (23Na) und Fluor (19F) angewendet werden, die alle einen unterschiedlichen Informationsgehalt haben. Trotz ihrer langen Geschichte entwickelt sich die MR-Forschung ständig weiter und findet immer wieder neue Anwendungen.

Vorteile/Nachteile im Vergleich zu anderen Methoden

Der größte Vorteil gegenüber den meisten anderen bildgebenden Verfahren (zum Beispiel Röntgen, CT) besteht darin, dass bei der MR keine ionisierende Strahlung (Röntgenstrahlen, Radioaktivität) verwendet wird und die StudienteilnehmerInnen so oft wie nötig untersucht werden können, ohne dass dies langfristige Folgen hat. Darüber hinaus sind die Einsatzmöglichkeiten und der potenzielle Informationsreichtum und die Vielfalt sehr groß, insbesondere im Vergleich zu anderen bildgebenden Verfahren.
Die Bedienung von MR-Scannern und die anschließende Auswertung der Daten erfordern ein hohes Maß an Wissen. Das Zusammenspiel aller technischen Komponenten (Scanner, Stimuluspräsentation, Response-Auswertung) erreicht je nach Versuchsaufbau einen hohen Grad an Komplexität und ist daher fehleranfällig.

Risiken/Grenzen

Die größten Risiken gehen von medizinischen Implantaten (zum Beispiel Herzschrittmacher, künstliche Gelenke) oder metallischen Gegenständen im Körper der TeilnehmerInnen/PatientInnen aus. Auch Klaustrophobie kann aufgrund der beengten Platzverhältnisse im Scanner ein Thema sein. Weitere Einschränkungen und Details werden mit jedem/r TeilnehmerIn/ProbandIn/PatientIn individuell vor einer Messung besprochen.

Kontaktpersonen

apl. Prof. Dr. Gabriele Ende, Core Facility ZIPP & Abteilung für Neuroimaging

Matthias Ruf, Dipl.-Ing., Core Facility ZIPP & Abteilung Neuroimaging

Dr. Robert Becker, Core Facility ZIPP
 



Zentralinstitut für Seelische Gesundheit (ZI) - https://www.zi-mannheim.de